Antwort auf @HONDA_Driverin: war schon mal hier wenn ich mich recht erinnere und nochdazu war es ein guter aprilscherz der ct ,-) -- Viele Grüße, Flo
TÜV Plaketten
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Hi, habe vor kurzem dieses Mail von einem Bekannten erhalten und dachte ich stelle es hier mal rein den ich fand es recht interessant. _________________________________________________ > : TÜV-Plaketten mit RFID-Chips > > Info von http://www.heise.de/ct/04/07/040/ > > TÜV-Plaketten mit RFID-Chips > > TÜV-Plaketten mit drahtlos auslesbaren Identifikationschips ermöglichen > nicht nur die Maut-Abrechnung, sondern auch flächendeckende > Geschwindigkeitsüberwachung. > > Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit erobern drahtlose digitale > Kennzeichen unser tägliches Leben. Radio Frequency Identification (RFID) > löst nicht nur die Strichcodes auf Verpackungen ab [1], sondern lässt sich > auch unsichtbar in Produkte, Tiere und Menschen einbauen. Passende > Lesegeräte erfassen die winzigen Smart Tags unbemerkt auch auf größere > Entfernung - im Supermarkt der Zukunft braucht man die Waren an der Kasse > gar nicht mehr aus dem Einkaufswagen (oder der Manteltasche) zu nehmen, > und die Kasse erkennt die Rabattkarte mit RFID-Chip auch, wenn der Kunde > sie im Portemonnaie stecken lässt. Die RFID-Technik ist standardisiert und > kommt weltweit zum Einsatz, sodass Lesegeräte bald sehr preiswert zu haben > sein dürften. > > Eher zufällig stießen wir auf eine offenbar schon vor Monaten eingeführte > RFID-Anwendung. Dank rigoroser Geheimhaltung lief unbehelligt von > Kritikern und Datenschützern ein sorgfältig vorbereitetes > Überwachungsprogramm an, ob dessen Umfangs man kaum noch von einem > "Feldversuch" sprechen kann. Arglose Autobesitzer stellen dabei die > Versuchskaninchenschar, ohne das Geringste davon zu ahnen. Schlimmer noch: > Die Zeichen deuten darauf hin, dass die Karnickel demnächst zur Jagd > freigegeben werden. > > Reporter Zufall > Während eines Tests von Navigationssystemen wunderten sich die > c"t-Redakteure über sporadische Knacksgeräusche des billigen > PMR446-Handfunkgeräts, die reproduzierbar vor allem in der Nähe des > Fahrzeughecks auftraten. Ein EMV-Messgerät aus dem c"t-Labor entlarvte > dann Unglaubliches: Ein in der TÜV-Plakette verborgener RFID-Chip war die > Störquelle. Für die Smart Tags ist in Europa neben 13,56 MHz und 2,446 GHz > auch der Bereich um 435 MHz (ISM SRD) vorgesehen; dieser liegt nur 2,5 > Prozent unter dem PMR446-Band, die zweite Oberwelle kommt nahe an 890 MHz > heran, die untere Grenzfrequenz für D-Netz-Handys. Offenbar antwortet die > Auto-Wanze auf starke Hochfrequenzfelder, wenn diese in der Nähe der > eigenen Frequenz liegen, und die Antwortsignale wiederum scheinen die > Empfänger zu verwirren. > Doch wie kommt der Funk-Chip in die TÜV-Plakette - und was hat er dort zu > suchen? Eine Internet-Recherche liefert erste Hinweise. Die mittlerweile > liquidierte Nemesys GmbH aus Essen, eine Tochterfirma der RWTÜV AG [2], > erhielt bereits 1996 ein europäisches Patent [3] auf ein automatisiertes > System zur Geschwindigkeitsüberwachung auf Basis von Lasermessung und > Fahrzeugidentifikation per Digitalkamera. Das Funktionsprinzip ließe sich > viel einfacher mit RFID-Chips realisieren, denn über den Doppler-Effekt > ist die Geschwindigkeit eines mit einem Sender versehenen Fahrzeugs sehr > präzise messbar - daran arbeitet unter anderem die TU Clausthal [4]. Dient > als HF-Sender ein RFID-Etikett, bekommt man die automatische > Identifikation als Dreingabe dazu. > Die nötigen Funk-Chips für den automobilen Einsatz sind indes längst > verfügbar. Der Autoschilder-Spezialist Utsch [5] hat in Kooperation mit > Schreiner ProSecure [6] und Infineon den IL-Tag entwickelt, eine > serienreife RFID-Kennzeichnung für Kraftfahrzeuge. Dieselbe Firma > Schreiner ProSecure stellt auch TÜV-Plaketten her - kann das alles Zufall > sein? > Speed Correct > Es gibt natürlich keine Beweise für den Einstieg der genannten Firmen in > die flächendeckende Verwanzung deutscher Autos. Der Einsatz dieser Technik > liegt aber auf der Hand. Drahtlos auszulesende Fahrzeugkennzeichen > ermöglichen eine simple und preiswerte Mauterfassung; das ist in > Frankreich [7] und den USA [8, 9] gängige Praxis. Smart Tags wären also > eine Alternative für die geplante LKW-Maut, falls das technisch aufwendige > und teure Toll-Collect-System endgültig scheitert. Auch die Maut für Autos > und Motorräder - von Insidern längst erwartet - ließe sich mit kleinen > RFID-Plaketten leicht und preiswert einführen. Die bereits von Toll > Collect [10] entlang deutscher Autobahnen aufgebauten Mautbrücken könnte > man leicht mit RFID-Lesern nachrüsten. Auch andere Infrastruktur ließe > sich weiternutzen, etwa das im Raum Hannover zur Expo 2000 installierte > Move-System zur Verkehrsbeeinflussung [11]. > Zur flächendeckenden Erfassung ist eine große Zahl von Lesestationen > nötig, aber diese sind billig und eröffnen gerade durch ihre große Anzahl > völlig neue Möglichkeiten für die Verkehrsüberwachung und Strafverfolgung, > etwa die Entlarvung chronischer Raser. Dazu reicht es, die Zeit zu messen, > in der ein Fahrzeug einen bestimmten Streckenabschnitt zwischen zwei > Mautbrücken zurücklegt. Anschließend vergleicht man das Ergebnis mit der > kürzest möglichen Fahrtdauer, die sich unter Beachtung der entlang der > gefahrenen Strecke geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen erzielen > lässt. Kam das Fahrzeug schneller an der zweiten Messstation an, als es > die Polizei erlaubt, erhält der Halter automatisch eine Verwarnung. > Bürgerrechtsorganisationen schienen den Braten bereits gerochen zu haben > und forderten schon im Februar den unverzüglichen Abbau der Mautbrücken. > Doch anscheinend ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. > Totale Kontrolle > Anders als in den USA oder in Frankreich, wo Maut-Autobahnen in privater > Hand sind, hätten deutsche Behörden unmittelbaren Zugang zu RFID-Daten. > Und selbst wenn Datenschützer die Maut-Abrechnung vor direktem > Polizeizugriff schützen: Über die große Zahl alltäglicher > Erfassungsvorgänge und durch die Einbeziehung anderer Daten aus > polizeilichen Routinekontrollen oder der in einigen Bundesländern > "erprobten" automatischen Kennzeichenerfassung per Videokamera [12] > (übrigens erleichtert durch den merkwürdigen Schriftschnitt der neuen > Kennzeichenlettern) wird die Zuordnung des Funk-Etiketts zum > Fahrzeughalter per Data-Mining eine leichte Übung. > Durch zwangsweise Verwanzung mit strahlenden TÜV-Plaketten wären alle in > Deutschland zugelassenen Autos innerhalb kürzester Zeit drahtlos zu orten. > Autobahnauffahrten und Innenstadt-Kreuzungen ließen sich schnell mit > Lesegeräten ausstatten. RFID-Handys ermöglichen mobilen Greiftrupps > Geschwindigkeitsmessung und Fahrzeugidentifikation gleichzeitig. Per > UMTS-Anbindung ist auch die Halterfeststellung am Tatort kein Problem. > Bürgerwehr > Doch die drahtlose Fahrspaß-Bremse lässt sich aushebeln. Der enttarnte > RFID-Chip versteckt sich in einer aufgenieteten TÜV-Plakette; anscheinend > sind unauffällig verwanzte Klebe-Etiketten noch nicht serienreif. Nach > einigen Versuchen konnten wir den Transponder kaltstellen, ohne die > Plakette zu zerstören. > Ein übliches Nummernschild mit seinen 52 cm Länge bildet einen exakt > abgestimmten 3/4-Lambda-Strahler für das 435-MHz-Signal (70 cm > Wellenlänge!); nur durch Einsatz dieser Hilfsantenne kann der RFID-Chip > die geforderten Reichweiten zur Fahrzeugerfassung überbrücken. Belastet > man die exakt abgestimmte Antenne - also das Nummernschild - an geeigneter > Stelle kapazitiv mit einem Lambda-Achtel-Kondensator, bricht der > Antennengewinn um mehr als 10 dBµV zusammen, und aus ists mit dem > Lauschangriff. > Das hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach zu realisieren: Sie > benötigen ein auf 86,1 Millimeter Kantenlänge zugeschnittenes Quadrat aus > Aluminiumfolie, das als Gegenelektrode dient. Als Dielektrikum und > Klebstoff reicht Kerzen-Paraffin (relative Dielektrizitätszahl 2,2). Die > Paraffinschicht muss möglichst dünn und gleichmäßig ausfallen, das > Folienquadrat pappt man rückwärtig dort aufs Nummernschild, wo vorne der > Speed-Correct-Sender, sprich die Plakette, sitzt. Noch ist das nicht > verboten, aber zur Not geht es auch rückstandsfrei wieder ab. > Zur Erfolgskontrolle lässt sich hervorragend ein bezüglich EMV-Konformität > noch "undichtes" D-Netz-Handy der ersten Generationen verwenden: Kommt > eine damit in der Nähe des Nummernschildes versendete SMS verstümmelt an, > hat das RFID-Tag dazwischengefunkt. Die Störungen werden umso > wahrscheinlicher, je länger die SMS ist und je höher die Buchstaben im > ASCII-Alphabet angesiedelt sind; hoch geeignet erscheint uns eine SMS aus > 143 großen Üs, die man an sich selbst sendet. Zur Komplettierung unserer > geografischen Verbreitungsübersicht freuen wir uns über Positiv- und > Negativmeldungen an die eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adresse > rfidtuev@ctmagazin.de <mailto:rfidtuev@ctmagazin.de> - eine anonyme > Mitteilung mit Angabe der Postleitzahl und des Handy-Typs genügt. > Stand-Ort Deutschland > Es ist absehbar, dass Vater Staat seine Big-Brother-Anwandlungen mit > hehren Zielen verbrämen wird. Als Vorwand zur Gängelung freier Bürger > dürften wieder einmal die Absenkung der Unfallzahlen und der Umweltschutz > herhalten, wobei man aber den RFID-Elektrosmog geflissentlich übersieht. > Genau wie Microsoft sein Trusted-Computing-Konzept zur Beschneidung von > Nutzer-Rechten als Sicherheitssystem zum Schutz privater Daten und vor > Viren verkaufen will, wird man den Autobesitzern die Funk-Kennzeichnung > als Diebstahls- und Missbrauchschutz andrehen wollen. Dazu ist direkter > staatlicher Druck gar nicht nötig: Es reicht, wenn die Versicherungen > unmarkierte Fahrzeuge nicht mehr akzeptieren - wie bei der Wegfahrsperre. > Deutschland ist auf dem besten Wege zum buchstäblichen Stand-Ort. (ciw > <mailto:ciw@ctmagazin.de>) > > Literatur > > [1] Jürgen Kuri, Angela Meyer, Peter Schüler, Im Fadenkreuz, > Verbindungsdatenspeicherung, Biometrie, DRM, RFID: die Aushöhlung des > Datenschutzes, c"t 6/04, S. 138 > [2] RWTÜV AG <http://www.rwtuev.de> > [3] Europäisches Patent EP 0 741 377 von 1996: Digitale > Geschwindigkeitsmessung mit Lasern der Firma Nemesys > <http://www.depatisnet.de> > [4] Geschwindigkeitsmessung mit aktivem Transponder > <http://www.iei.tu-clausthal.de/methods/projek…ct_id=radarposi > tioning> > [5] Schreiner Group (ProSecure, LogiData) > <http://www.schreiner-online.com> > [6] IL-Tag der Utsch AG <http://www.utsch.com/iltag> > [7] Liber-T, drahtlose Mauterfassung in Frankreich (Télépéage) > <http://www.saprr.fr> > [8] Automatische Mauterfassung in Virginia <https://smart-tag.com> > [9] Automatische Mauterfassung in New Jersey <http://www.ezpass.com> > [10] Detlef Borchers, Verursacherbedingt verspätet, Das > "fortschrittlichste Mautsystem der Welt" und die Realität, c"t 22/03, S. > 92 > [11] move GmbH <http://www.move-info.de> > [12] Kennzeichen-Erfassung in Thüringen und an der bayerischen Grenze > <http://www.heise.de/newsticker/meldung/43046> > > > http://www.heise.de/ct/04/07/040/ >
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Hi, habe vor kurzem dieses Mail von einem Bekannten erhalten und dachte ich stelle es hier mal rein den ich fand es recht interessant. _________________________________________________ > : TÜV-Plaketten mit RFID-Chips > > Info von http://www.heise.de/ct/04/07/040/ > > TÜV-Plaketten mit RFID-Chips > > TÜV-Plaketten mit drahtlos auslesbaren Identifikationschips ermöglichen > nicht nur die Maut-Abrechnung, sondern auch flächendeckende > Geschwindigkeitsüberwachung. > > Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit erobern drahtlose digitale > Kennzeichen unser tägliches Leben. Radio Frequency Identification (RFID) > löst nicht nur die Strichcodes auf Verpackungen ab [1], sondern lässt sich > auch unsichtbar in Produkte, Tiere und Menschen einbauen. Passende > Lesegeräte erfassen die winzigen Smart Tags unbemerkt auch auf größere > Entfernung - im Supermarkt der Zukunft braucht man die Waren an der Kasse > gar nicht mehr aus dem Einkaufswagen (oder der Manteltasche) zu nehmen, > und die Kasse erkennt die Rabattkarte mit RFID-Chip auch, wenn der Kunde > sie im Portemonnaie stecken lässt. Die RFID-Technik ist standardisiert und > kommt weltweit zum Einsatz, sodass Lesegeräte bald sehr preiswert zu haben > sein dürften. > > Eher zufällig stießen wir auf eine offenbar schon vor Monaten eingeführte > RFID-Anwendung. Dank rigoroser Geheimhaltung lief unbehelligt von > Kritikern und Datenschützern ein sorgfältig vorbereitetes > Überwachungsprogramm an, ob dessen Umfangs man kaum noch von einem > "Feldversuch" sprechen kann. Arglose Autobesitzer stellen dabei die > Versuchskaninchenschar, ohne das Geringste davon zu ahnen. Schlimmer noch: > Die Zeichen deuten darauf hin, dass die Karnickel demnächst zur Jagd > freigegeben werden. > > Reporter Zufall > Während eines Tests von Navigationssystemen wunderten sich die > c"t-Redakteure über sporadische Knacksgeräusche des billigen > PMR446-Handfunkgeräts, die reproduzierbar vor allem in der Nähe des > Fahrzeughecks auftraten. Ein EMV-Messgerät aus dem c"t-Labor entlarvte > dann Unglaubliches: Ein in der TÜV-Plakette verborgener RFID-Chip war die > Störquelle. Für die Smart Tags ist in Europa neben 13,56 MHz und 2,446 GHz > auch der Bereich um 435 MHz (ISM SRD) vorgesehen; dieser liegt nur 2,5 > Prozent unter dem PMR446-Band, die zweite Oberwelle kommt nahe an 890 MHz > heran, die untere Grenzfrequenz für D-Netz-Handys. Offenbar antwortet die > Auto-Wanze auf starke Hochfrequenzfelder, wenn diese in der Nähe der > eigenen Frequenz liegen, und die Antwortsignale wiederum scheinen die > Empfänger zu verwirren. > Doch wie kommt der Funk-Chip in die TÜV-Plakette - und was hat er dort zu > suchen? Eine Internet-Recherche liefert erste Hinweise. Die mittlerweile > liquidierte Nemesys GmbH aus Essen, eine Tochterfirma der RWTÜV AG [2], > erhielt bereits 1996 ein europäisches Patent [3] auf ein automatisiertes > System zur Geschwindigkeitsüberwachung auf Basis von Lasermessung und > Fahrzeugidentifikation per Digitalkamera. Das Funktionsprinzip ließe sich > viel einfacher mit RFID-Chips realisieren, denn über den Doppler-Effekt > ist die Geschwindigkeit eines mit einem Sender versehenen Fahrzeugs sehr > präzise messbar - daran arbeitet unter anderem die TU Clausthal [4]. Dient > als HF-Sender ein RFID-Etikett, bekommt man die automatische > Identifikation als Dreingabe dazu. > Die nötigen Funk-Chips für den automobilen Einsatz sind indes längst > verfügbar. Der Autoschilder-Spezialist Utsch [5] hat in Kooperation mit > Schreiner ProSecure [6] und Infineon den IL-Tag entwickelt, eine > serienreife RFID-Kennzeichnung für Kraftfahrzeuge. Dieselbe Firma > Schreiner ProSecure stellt auch TÜV-Plaketten her - kann das alles Zufall > sein? > Speed Correct > Es gibt natürlich keine Beweise für den Einstieg der genannten Firmen in > die flächendeckende Verwanzung deutscher Autos. Der Einsatz dieser Technik > liegt aber auf der Hand. Drahtlos auszulesende Fahrzeugkennzeichen > ermöglichen eine simple und preiswerte Mauterfassung; das ist in > Frankreich [7] und den USA [8, 9] gängige Praxis. Smart Tags wären also > eine Alternative für die geplante LKW-Maut, falls das technisch aufwendige > und teure Toll-Collect-System endgültig scheitert. Auch die Maut für Autos > und Motorräder - von Insidern längst erwartet - ließe sich mit kleinen > RFID-Plaketten leicht und preiswert einführen. Die bereits von Toll > Collect [10] entlang deutscher Autobahnen aufgebauten Mautbrücken könnte > man leicht mit RFID-Lesern nachrüsten. Auch andere Infrastruktur ließe > sich weiternutzen, etwa das im Raum Hannover zur Expo 2000 installierte > Move-System zur Verkehrsbeeinflussung [11]. > Zur flächendeckenden Erfassung ist eine große Zahl von Lesestationen > nötig, aber diese sind billig und eröffnen gerade durch ihre große Anzahl > völlig neue Möglichkeiten für die Verkehrsüberwachung und Strafverfolgung, > etwa die Entlarvung chronischer Raser. Dazu reicht es, die Zeit zu messen, > in der ein Fahrzeug einen bestimmten Streckenabschnitt zwischen zwei > Mautbrücken zurücklegt. Anschließend vergleicht man das Ergebnis mit der > kürzest möglichen Fahrtdauer, die sich unter Beachtung der entlang der > gefahrenen Strecke geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen erzielen > lässt. Kam das Fahrzeug schneller an der zweiten Messstation an, als es > die Polizei erlaubt, erhält der Halter automatisch eine Verwarnung. > Bürgerrechtsorganisationen schienen den Braten bereits gerochen zu haben > und forderten schon im Februar den unverzüglichen Abbau der Mautbrücken. > Doch anscheinend ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. > Totale Kontrolle > Anders als in den USA oder in Frankreich, wo Maut-Autobahnen in privater > Hand sind, hätten deutsche Behörden unmittelbaren Zugang zu RFID-Daten. > Und selbst wenn Datenschützer die Maut-Abrechnung vor direktem > Polizeizugriff schützen: Über die große Zahl alltäglicher > Erfassungsvorgänge und durch die Einbeziehung anderer Daten aus > polizeilichen Routinekontrollen oder der in einigen Bundesländern > "erprobten" automatischen Kennzeichenerfassung per Videokamera [12] > (übrigens erleichtert durch den merkwürdigen Schriftschnitt der neuen > Kennzeichenlettern) wird die Zuordnung des Funk-Etiketts zum > Fahrzeughalter per Data-Mining eine leichte Übung. > Durch zwangsweise Verwanzung mit strahlenden TÜV-Plaketten wären alle in > Deutschland zugelassenen Autos innerhalb kürzester Zeit drahtlos zu orten. > Autobahnauffahrten und Innenstadt-Kreuzungen ließen sich schnell mit > Lesegeräten ausstatten. RFID-Handys ermöglichen mobilen Greiftrupps > Geschwindigkeitsmessung und Fahrzeugidentifikation gleichzeitig. Per > UMTS-Anbindung ist auch die Halterfeststellung am Tatort kein Problem. > Bürgerwehr > Doch die drahtlose Fahrspaß-Bremse lässt sich aushebeln. Der enttarnte > RFID-Chip versteckt sich in einer aufgenieteten TÜV-Plakette; anscheinend > sind unauffällig verwanzte Klebe-Etiketten noch nicht serienreif. Nach > einigen Versuchen konnten wir den Transponder kaltstellen, ohne die > Plakette zu zerstören. > Ein übliches Nummernschild mit seinen 52 cm Länge bildet einen exakt > abgestimmten 3/4-Lambda-Strahler für das 435-MHz-Signal (70 cm > Wellenlänge!); nur durch Einsatz dieser Hilfsantenne kann der RFID-Chip > die geforderten Reichweiten zur Fahrzeugerfassung überbrücken. Belastet > man die exakt abgestimmte Antenne - also das Nummernschild - an geeigneter > Stelle kapazitiv mit einem Lambda-Achtel-Kondensator, bricht der > Antennengewinn um mehr als 10 dBµV zusammen, und aus ists mit dem > Lauschangriff. > Das hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach zu realisieren: Sie > benötigen ein auf 86,1 Millimeter Kantenlänge zugeschnittenes Quadrat aus > Aluminiumfolie, das als Gegenelektrode dient. Als Dielektrikum und > Klebstoff reicht Kerzen-Paraffin (relative Dielektrizitätszahl 2,2). Die > Paraffinschicht muss möglichst dünn und gleichmäßig ausfallen, das > Folienquadrat pappt man rückwärtig dort aufs Nummernschild, wo vorne der > Speed-Correct-Sender, sprich die Plakette, sitzt. Noch ist das nicht > verboten, aber zur Not geht es auch rückstandsfrei wieder ab. > Zur Erfolgskontrolle lässt sich hervorragend ein bezüglich EMV-Konformität > noch "undichtes" D-Netz-Handy der ersten Generationen verwenden: Kommt > eine damit in der Nähe des Nummernschildes versendete SMS verstümmelt an, > hat das RFID-Tag dazwischengefunkt. Die Störungen werden umso > wahrscheinlicher, je länger die SMS ist und je höher die Buchstaben im > ASCII-Alphabet angesiedelt sind; hoch geeignet erscheint uns eine SMS aus > 143 großen Üs, die man an sich selbst sendet. Zur Komplettierung unserer > geografischen Verbreitungsübersicht freuen wir uns über Positiv- und > Negativmeldungen an die eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adresse > rfidtuev@ctmagazin.de <mailto:rfidtuev@ctmagazin.de> - eine anonyme > Mitteilung mit Angabe der Postleitzahl und des Handy-Typs genügt. > Stand-Ort Deutschland > Es ist absehbar, dass Vater Staat seine Big-Brother-Anwandlungen mit > hehren Zielen verbrämen wird. Als Vorwand zur Gängelung freier Bürger > dürften wieder einmal die Absenkung der Unfallzahlen und der Umweltschutz > herhalten, wobei man aber den RFID-Elektrosmog geflissentlich übersieht. > Genau wie Microsoft sein Trusted-Computing-Konzept zur Beschneidung von > Nutzer-Rechten als Sicherheitssystem zum Schutz privater Daten und vor > Viren verkaufen will, wird man den Autobesitzern die Funk-Kennzeichnung > als Diebstahls- und Missbrauchschutz andrehen wollen. Dazu ist direkter > staatlicher Druck gar nicht nötig: Es reicht, wenn die Versicherungen > unmarkierte Fahrzeuge nicht mehr akzeptieren - wie bei der Wegfahrsperre. > Deutschland ist auf dem besten Wege zum buchstäblichen Stand-Ort. (ciw > <mailto:ciw@ctmagazin.de>) > > Literatur > > [1] Jürgen Kuri, Angela Meyer, Peter Schüler, Im Fadenkreuz, > Verbindungsdatenspeicherung, Biometrie, DRM, RFID: die Aushöhlung des > Datenschutzes, c"t 6/04, S. 138 > [2] RWTÜV AG <http://www.rwtuev.de> > [3] Europäisches Patent EP 0 741 377 von 1996: Digitale > Geschwindigkeitsmessung mit Lasern der Firma Nemesys > <http://www.depatisnet.de> > [4] Geschwindigkeitsmessung mit aktivem Transponder > <http://www.iei.tu-clausthal.de/methods/projek…ct_id=radarposi > tioning> > [5] Schreiner Group (ProSecure, LogiData) > <http://www.schreiner-online.com> > [6] IL-Tag der Utsch AG <http://www.utsch.com/iltag> > [7] Liber-T, drahtlose Mauterfassung in Frankreich (Télépéage) > <http://www.saprr.fr> > [8] Automatische Mauterfassung in Virginia <https://smart-tag.com> > [9] Automatische Mauterfassung in New Jersey <http://www.ezpass.com> > [10] Detlef Borchers, Verursacherbedingt verspätet, Das > "fortschrittlichste Mautsystem der Welt" und die Realität, c"t 22/03, S. > 92 > [11] move GmbH <http://www.move-info.de> > [12] Kennzeichen-Erfassung in Thüringen und an der bayerischen Grenze > <http://www.heise.de/newsticker/meldung/43046> > > > http://www.heise.de/ct/04/07/040/ >
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Antwort auf @HONDA_Driverin: hmm.. rein therotisch und praktisch wäre das wohl ja alles möglich mit dem Chip aber was passiert wenn mir der TÜV-Mensch aus versehen die Plakette von meinem Nachbarn draufpappt, kriegt der dann meine Strafzettel und Punkte fürs zu schnelle fahren?
Gruß
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