https://www.facebook.com/rennleitung110/photos/pcb.816583098402211/816582965068891/?type=1&theater</span> Vielleicht kennt jemand diesen Vorgang: In Sundern, NRW, bildete sich eine Bürgerinitiative gegen Motorradlärm und Raserei. Die BI stellte einen Antrag, der zu einer 30km/h Zone am Sorpesee und einem Durchfahrtverbot für Motorräder mit einer Lautstärke > 80 Dezibel A führen sollte. Details kann man unter obigem Link in Facebook nachlesen. Der Antrag der BI wurde vollständig abgelehnt, weil die geltenden Gesetze für solche Maßnahmen nichts hergeben. Ich bin der Letzte, der etwas für Raser und Lärmer übrig hat. Aber wenn Bürger dagegen vorgehen wollen, müssen sie das schon im Rahmen von geltendem Recht tun. Hier ging es um genau diese beiden oben angeführten Anträge. Nicht etwa um Straßensperrungen. Ich denke aber, dass der Wortlaut der Ablehnung Ansätze bietet, die sich auch auf Straßensperrungen übertragen lassen müssten. Eine schöne Aufgabe für einen geschickten Juristen. Tenor war, dass eben auch Motorradfahrer Rechte haben, die nicht beliebig außer Kraft gesetzt werden können. Für mich ist dieser Vorgang aber auch Anlass, dass sich diejenigen Motorradfahrer, die auf öffentlichen Straßen Speed und Sound produzieren, einmal darauf besinnen, dass sie selbst vielleicht auch gerne ungestört und ungefährdet in ihrem Heimatort leben wollen. Rücksichtnahme gegenüber unseren Mitmenschen führt gleichzeitig auch zu verbesserter Akzeptanz der Motorradfahrer insgesamt - und macht uns allen das Leben schöner und leichter. Ebenso ist aber ein kritischer Blick auf Bürgerinitiativen angesagt, die in fast allen Lebensbereichen aus dem Bauch heraus geltendes Recht zu kippen versuchen. Als Demokraten sollten wir grundsätzliches (nicht blindes) Vertrauen in unser Rechtssystem haben.
ABGESCHMETTERT
-
Gelöschter Benutzer -
5. Dezember 2014 um 10:23
-
-
Hallo Alabama, komme gerade von der Ratsitzung. Es wurde zwar von der Bezirksregierung abgeschmettert, nicht so vom Rat. Der Rat hat die Verwaltung beauftragt zu prüfen ob einige Massnahmen durchgeführt werden können. Parken Sorpe Halbseitige Sperrung etc. Wir vom BVDM und der Gruppe Pro Sorpe bleiben am Ball. Ausserdem wird der MC Sauerland mit ins Boot genommen.
-
Hallo Michael, man muss schauen, wie die Mehrheitsverhältnisse im Rat sind. Es geht im Rat leider ja nicht immer "nur" um die Sache, sondern um Parteien und Stimmen. Vielleicht sollte man auch versuchen, im Rat Freunde zu finden - und Verständnis. Kein Verständnis darf man erwarten für Raserei und Lärm. Deshalb sollte der BVDM unter den Motorradfahrern massiv für rücksichtsvolles Verhalten geworben werden. Wenn sich niemand über uns ärgern muss, braucht es auch keine Maßnahmen gegen uns.
-
Gebe dir im Großen und Ganzen Recht. Jedoch müssen wir bei allem Verständnis für die Anwohner auch darauf achten das wir uns als Motorradfahrer nicht durch Schuldzuweisungen selber zerfleischen und schwächen. Habe dir noch ne Nachricht geschickt, mit Sachen die ich derzeit nicht öffentlich machen möchte. Gruß Michael :bye:
-
Hallo Alabama, Raser, ausgeräumte Auspuffs etc. kann ich auch nicht haben, da bin ich voll Deiner Meinung. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie Du den Satz: "Rücksichtnahme gegenüber unseren Mitmenschen führt gleichzeitig auch zu verbesserter Akzeptanz der Motorradfahrer insgesamt " meinst, aber meine Erfahrung, Mitmenschen über die eigenen Pflichten hinaus entgegen zu kommen ist grundsätzlich anders. Die Umgangsformen diesbezüglich haben sich scheinbar geändert, aber in den letzten Jahren ist es doch meist so, daß Dein Entgegenkommen angenommen wird, es aber umgehend als Status quo für weitergehende Forderungen genutzt wird. Deshalb ist es nach meiner Erfahrung nicht zielführend, Grund aufzugeben weil es zu weiteren Einschränkungen führt. Wie gesagt: Bei Deiner Ansicht, daß man seine Mitmenschen nicht über Gebühr herausfordern sollte sind wir ja einig, Aber genauso sind wir als Motorradfahrer Verehrsteilnehmer, die den gesetzlichen Anforderungen unterliegen aber nicht den Befindlichkeiten einer Minderheit lauter Schreier. Wir haben Rechte. Und wir sollten einen Teufel tun, etwas davon aufzugeben. Und wir müssen dafür eintreten. Sonst entsteht der Eindruck, wir hätten erstens Dreck am Stecken und wir wären zweitens eine unterlegene oder uninteressierte Minderheit. Gruß Jim
-
@ Jim Wir alle haben einen Motorradführerschein und sind damit für die Teilnahme am Straßenverkehr grundsätzlich qualifiziert. Das sind auch unsere Motorräder: Sie sind typgeprüft und werden vom TÜV überwacht. Somit haben wir alle Rechte, die Motorradfahrer zustehen. Und auf keines davon müssen wir verzichten. Unser Problem sind die Kollegen, die sich nicht an geltendes Recht halten. Insbesondere diejenigen, die Motorräder nicht als Verkehrsmittel - was sie ja sind - sondern als Sportgeräte einsetzen und dies auf öffentlichen Straßen - die eben Verkehrswege und nicht Sportstätten sind - betreiben. Weitere Problem-Ursachen sind diejenigen, die inspiriert von alten Filmen als Outlaws unterwegs sind und sich Rechte nehmen, die sie nicht haben und die damit andere gefährden und belästigen. Diese zusammengenommen sind diejenigen, die die Öffentlichkeit zu unserem Gegner machen - mit den bekannten Folgen. Die Verkehrsbehörde des Kreises Arnsberg stellte schriftlich dar, dass man die Rechte der Motorradfahrer respektieren muss. Ich verstehe das umgekehrt als die Aufforderung an uns, die Rechte anderer Menschen gleichermaßen zu respektieren. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass wir auf unsere Rechte verzichten sollten. Das heißt im Klartext, dass man nur gegen den Motorradfahrer etwas unternehmen kann, der gegen Gesetze verstößt - und eben nicht gegen alle. Jetzt mag sich manch einer fragen, wieso dann Streckensperrungen möglich sind. Diese waren allerdings im Fall Sundern nicht direkt Gegenstand der Diskussion. Diese Sanktion ist jedoch wahrscheinlich die von den Anwohnern am Ende gewünschte behördliche Maßnahme. Ich bin der Überzeugung, dass auch Streckensperrungen für Motorradfahrer rechtlich nicht einwandfrei sind. Auch hier werden Motorradfahrer mit Sanktionen belegt, die sich an alle geltenden Vorschriften halten. Die Problematik scheint mir hier im Rechtsweg zu liegen. Geklagt gegen Streckensperrungen wurde immer vor der Verwaltungsgerichten. Verwaltungsrechtlich haben die Behörden da einige Möglichkeiten. Das allgemeine Verbot aber, das allen Motorradfahrern verbietet, öffentliche Straßen zu benutzen, tangiert aber auch Grundrechte. Deshalb müssten Streckensperrungen einmal Gegenstand einer Verfassungsbeschwerde sein. Diese könnte durchaus zu unseren Gunsten ausgehen. Die Sperre als Sanktion hat durchaus Straf-Charakter und ist damit mehr als eine Ordnungsmaßnahme. Für Strafrecht ist aber Verwaltungsrecht nicht gemacht. Das Thema ist umfänglicher als man es hier darstellen kann. Ich wundere mich, dass Verbände, aber auch der ADAC nicht versuchen, diesen Weg einmal bis zu Ende zu gehen. Zum Schluss: Wir sollten hier nicht Rasern und Lärmern die Stange halten. Die fügen uns nur Schaden zu. Wir können in unseren Kreisen Meinungsbildner und Vorbilder sein. In einer Gruppe, die bei Ausfahrten rast und lärmt, fahre ich nicht mit. Nochmal, es geht nicht darum, Rechte aufzugeben. Im Gegenteil. Aber wir müssen zusätzlich auch auf ein gutes Image in unserer Gesellschaft achten. Das tun wir dadurch, dass wir nette, rücksichtvolle und verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer sind.
-
458393 ...nö, müssen wir nicht. Viele Grüße Josef
-
458403 Stimmt..... :good: :yahoo: :yahoo:
-
Zitat von 458403
<div class="d4p-bbt-quote-title">Alabama schrieb:</div> … Aber wir müssen zusätzlich auch auf ein gutes Image in unserer Gesellschaft achten. Das tun wir dadurch, dass wir nette, rücksichtvolle und verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer sind.
…nö, müssen wir nicht. Viele Grüße Josef
ich finde das Alabama Recht hat.....aber er macht das für uns und alle sind zufrieden, sagt jemand der seit 35 Jahren keinen Punkt bekommen hat, die STVO sehr großzügig auslegt, noch nie erwischt worden ist mit 200 km/h auf der Landstraße :yahoo: :yahoo: ... in Ortschaften oder bewohnten Zonen vorschriftsmäßig fahrender...von einer verantwortungslosen Autofahrerin abgeräumter Mopedfahrer. Und mein Moped ist zu laut, aber von BMW so gebaut.....ich könnte höchstens BMW verklagen....das sie so laute Mopeds bauen...und schnelle dazu... B- helft mir......was soll ich nur tun ???? EIN E-BIKE KAUFEN ??? v.G. ein frustierter rodo :scratch: :scratch:
-
Wer auf die eigentlich doch selbstverständliche Forderung, rücksichtsvoll zu fahren, lediglich mit "Nö, müssen wir nicht" oder ähnlich antwortet, zeigt , wo das eigentliche Problem liegt: In unseren eigenen Reihen! Wir müssen einfach lernen, uns in die Rolle der Entgegenkommenden, von uns Überholten und uns erlebenden Anwohnern hineinversetzen zu können, um dieses Outlaw - Gehabe endlich nicht mehr cool zu finden.
-
Dieses Thema enthält 41 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!