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Mathematikforum

  • DerKlausi
  • 2. Februar 2014 um 08:46
  • DerKlausi
    Gast
    • 2. Februar 2014 um 08:46
    • #1

    Huhu..... :bye: Gesetzt dem Fall ich sitze an der Ostsee und gucke auf das Wasser in Richtung Norden. Wie weit ist der Horizont entfernt, Bzw. wie weit kann ich das Meer sehen bevor es durch die Erdkrümmung verschwindet? :scratch: Interessant wäre vllt. das selbe auf Äquatorhöhe mit Blick auf´s Meer in Richtung Ost bzw. West. Und für die Schlauberger: Haben wir eine Erdanziehungskarft oder doch eine Gravitationskraft von Aussen die mich auf der Erde hält??? Fragen über Fragen für das Matheforum. Und frei nach Heinrich Lübke: so, nun rechnet mal schön!! :mail: Schönen Sonntag wünscht der Klausi

  • haaner_uwe
    Gast
    • 2. Februar 2014 um 09:07
    • #2

    Hi Klausi :bye: um deine Neugier zu stillen... wenn du SITZT also ca ne Augenhöhe von 1m hast siehst du ca 3,6km weit (wenn kein Nebel herrscht) B-) da die Erdkrümmung immer ungefähr gleich ist, ist es am Äquator genauso :mail: hoffe du kannst nun etwas beruhigter den Sonntag geniessen :yahoo: lg Uwe

  • LLosch
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    • 2. Februar 2014 um 12:51
    • #3

    immer dran denken: Alle Tage sind gleich lang - nur verschieden breit ! :whistle:

  • gruftipeter
    Gast
    • 3. Februar 2014 um 11:31
    • #4

    Die Entfernung d von einem Punkt mit der Höhe h über der Erdoberfläche berechnet sich nach der Formel <dl><dd>d = sqrt{2 r h + h^2} approx sqrt{12,800  mathrm{km}cdot h + h^2},</dd></dl>wobei r den Erdradius von ungefähr 6 400 km bezeichnet. Quelle: Wikipedia Suchwort Horizont

  • gruftipeter
    Gast
    • 3. Februar 2014 um 11:39
    • #5

    Wer ungern rechnet, in Wikipedia ist unter dem Suchwort: Sichtweite eine Tabelle zu finden. 1m Höhe - 3,6Km 10m Höhe - 11Km 100m Höhe - 35Km

  • LLosch
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    • 6. Februar 2014 um 21:24
    • #6

    Daher kommt auch der Chronometer Standard. Für SChiffe war es früher eminent wichtig, die eigene Position zu kennen. Der Breitengrad (wie nach am Nord- oder Südpol ließ sich relativ leicht anhand der Sterne mittels Winkelmessung herausfinden. Nicht aber der Längengrad. Der Längengrad ließ sich nur durch die Differenz der Zeit zum Ausgangsort berechnen (Klassisch die Londoner Zeit) Für eine Überfahrt nach Amerika wurden so grob 40 Tage veranschlagt. Wenn nun eine Uhr jeden Tag die maximal erlaubten 6 Sekunden vorgeht, dann sind das nach 40 Tagen 240 Sekunden = 4 Minuten. Eine Erdumdrehung von 360° durch einen Tag (1440 Minuten) geteilt ergibt 4 Minuten pro Längengrad. Mit Hilfe des Ausguck im Mast war diese Abweichung gut genug um auch entfernte Ziele innerhalb einer gewissen Zeit erfolgreich anzusteuern. (Wer sich für das Thema interessiert - Buchtip: Längengrad von Dava Sobel. Für jeden Laien 100% verständlich. Kein "Chinesisch" - fast Romanform)

  • haaner_uwe
    Gast
    • 6. Februar 2014 um 21:29
    • #7

    438617 Haste ja toll erklärt Axel LLosch :yahoo: damit erübrigt sich dann auch die Frage warum Columbus Amerika für Indien hielt.. aber das wird wohl am Ei gelegen haben... ein Straussenei dauert nunmal etwas länger bis es durch ist B-)

  • gruftipeter
    Gast
    • 7. Februar 2014 um 12:34
    • #8

    Übrigens, hat das jemand gemerkt? Bei der Berechnung der theoretischen Sichtweite bis zum Horizont kam der Lehrsatz des Pythagoras (Formel umgestellt, es ist eine "Ungefähr-Formel", in der Praxis genau genug.") zur Anwendung. Tatsächlich sieht man sogar etwas weiter, Ursache ist die Lichtbrechung in der unteren Atmosphäre. So hat jeder schon beobachtet, beim Sonnenuntergang, wenn die Sonne dicht über dem Horizont steht, erscheint die etwas abgeplattet. Obwohl die nach wie vor rund ist. Das war bei Schiffen früher ein großes Problem, die Bestimmung des Längengrades. Weil man dazu die exakte Uhrzeit benötigt. Es gab zwar schon recht genaue Pendeluhren, die funktionieren auf einem schwankenden Schiff aber nicht. So fuhr der Kapitän solange geradeaus bis der Ausguck rief:"Land in Sicht!". Deswegen sind auf alten Seekarten auch alle wichtigen Häfen mit geraden Linien verbunden. Wenn die nach der Mercator-Projektion gezeichnet waren kam das auch recht genau hin. Die stellten dann den zu steuernden Kurs dar. Oh, vier Längengrade Abweichung? Das ist schon happig. Das wären in der Höhe von New York etwa 340Km! Als die Schiffahrt (nein ich schreibe das nicht mit drei Eff´s) dann auf Dampfschiffe und Motorschiffe umgestellt wurde, da waren die Fahrzeiten wesentlich kürzer. Da gab es schon Uhren mit nur einer Sekunde Abweichung pro Tag. So ergab sich bei nur 10 Sekunden Uhrenfehler nach 10 Tagen eine Abweichung von nur 14Km. Also schon der Hafen in Sichtweite. Außerdem war die Funktelegrafie frisch erfunden. So konnte der Käptn, wenn er einen Zeitzeichensender (auf Langwelle) empfing die Uhr sekundengenau nachstellen. Nur nützt die Präzisionsuhr nichts wenn man die Gestirne wegen Wolken oder Nebel nicht sehen kann. Dann wurde das LORAN-System erfunden. Es arbeitet auf Langwelle und nützt die Laufzeit der Funkwellen zur Ortsbestimmung aus. Man könnte es als Vorläufer der Satelliten-Navigation betrachten, die funktioniert nach dem gleichen Prinzip. So, nun habe ich euch genug gelangweilt. Hier hat der Wind gerade enorm aufgefrischt, Fahren ist darum nicht so prickelnd. Peter

  • gruftipeter
    Gast
    • 7. Februar 2014 um 15:44
    • #9

    Ach, da wir bei Präzisionsuhren sind, ich habe hier noch eine gute alte Dugena. Eine rein mechanische Armbanduhr mit Selbstaufzug. Sogar mit Goldgehäuse. Die ist mindestens 40 Jahre alt. Die habe ich geerbt. Für dieses Schmuckstück lasse ich jede Rolex stehen. Die mußte nur einmal zum Uhrmacher. Aber nicht weil die unzuverlässig wurde oder gar kaputt war, nur nach 20 Jahren hat die sich eine Wartung verdient. Nun läuft die wieder fast sekundengenau, kann also mit Quarzuhren mithalten. Der einzige Nachteil: Die muß ich ab und zu auch mal am Arm tragen. Damit der Selbstaufzug Bewegung bekommt und die Uhr mal auf Betriebstemperatur. Also, mit guter alter Uhrentechnik sind schon erstaunliche Genauigkeiten möglich. Klar, eine Quarzuhr für 7,99 € kann das auch, ist aber weniger schön! Auch so langlebig? Es ist eben Schweizer Präzision! Zum Motorradfahren habe ich die natürlich nicht an. Das Geschüttel würde ihr kaum bekommen. Da genügt eine billige Quarzuhr. Peter

  • haaner_uwe
    Gast
    • 7. Februar 2014 um 20:16
    • #10

    Hi peter, ich weiss schon garnicht mehr wann ich zuletzt eine Armbanduhr getragen habe... gibt ja mittlerweile nichts mehr ohne Uhr.. selbst am Moped hab ich immer eine.. und im Navi die sagt mir sogar wann ich am Zielort eintreffe.. :yahoo: achja unds Handy nicht zu vergessen.. gibts ja mittlerweile auch schon fürs Handgelenk. lg Uwe :bye:

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