Beiträge von sualkbn

    Hallo Gerd,

    habe lange darüber nachgedacht, ob ich die Tour Ostern 24 mache. Der verschneite Ararat im Hintergrund ist schon ein Photo wert. Letztlich waren es die Klimatabellen, die für August sprechen. Eigentlich wäre Juli - August noch besser, Schau dir hier mal die Verteilung der Regentage an: https://www.klimatabelle.de/kl…/klimatabelle-jerewan.htm


    Ähnlich sieht es an der Schwarzmeerküste aus. Letztes Jahr war der Regen durchaus nervend, gegen Ende der Reise Anfang Juli wurde es deutlich angenehmer. Dazu liegt ein Großteil der Gegend höher als man denkt. Alles zwischen 2.000 und 2.500 Metern. Da könnte durchaus die ein oder andere Straße im März noch durch Schnee unpassierbar sein.


    Aber es gibt ja vielleicht auch noch 2025 für ein Photo mit dem verschneiten Ararat.


    viele Grüße, Klaus

    Für alle, die Interesse haben mitzukommen, aber Offroad-Passagen scheuen: Ich suche die nicht, aber ich kann die Strecke auch nicht in jedem Detail durchplanen. Zwangsläufig stellt sich dann auch immer mal wieder eine normale Straße als Schotterweg heraus. Natürlich gibt es auch viele interessante Ziele, die nur über Schotter zu erreichen sind und die ich nicht auslassen möchte. Aber Offroad als Challenge suche ich nicht und Gefahren gehe ich aus dem Weg.


    Bei der Frage, welches Motorrad ich nehme, geht es mir nicht um diese Strecken, die fahre ich mit jedem meiner Motorräder. Mir geht es um das tagtägliche Handling auf einer Reise. Gepäck ist nicht nur schwer sondern auch sperrig. Auf- und Absteigen wird da manchmal schon zu einer kleinen Herausforderung. Dann gibt's die kleinen Unachtsamkeiten: Photostop am Straßenrand und wusch .... schon ist man ausgerutscht. Und, und, und ...... Auf so einer Reise sind schon Kleinigkeiten lästig. Einen abgebrochenen Kupplungshebel oder ein verstauchtes Handgelenk brauche ich fern unserer Infrastruktur nicht. Die Wahrscheinlichkeit dass so etwas passiert, sinkt drastisch mit Sitzhöhe und Schwerpunkt des Motorrads und wenn es dann geschieht, lässt sich so ein Motorrad auch leichter wieder aufrichten. In der Gruppe sind die Probleme geringer, aber alleine bin ich da vorsichtigt.

    Sollte sich bei Dir etwas ändern - melde Dich gern!

    Klar melde ich mich. Iran stand ohnehin schon oft auf meinem Plan, aber irgendwie kam immer was dazwischen.


    Was die 27 PS angeht: Genauso ist es. In der Türkei gilt sowieso maximal Tempo 80 für Motorräder. Ich war ja erst letztes Jahr mit einer KTM 1050 im Osten der Türkei. Die Leistung brauchte ich nie aber ich war verdammt oft in einer Situation, wo ich Gewicht und Größe nicht mehr wirklich sicher beherrscht habe und nur durch Glück nicht auf die Nase gefallen bin. Geschweige denn, das Monster alleine wieder auf die Räder zu bringen. Die R65 ist so gesehen einfach ein Spielzeug.

    Grüße, Klaus

    Sommertour 2023. Die Entscheidung ist gefallen. Im Duell Skandinavien vs. Kaukasus hat sich letzterer durchgesetzt.


    Start ist um den 15. August herum in Füssen. An der türkischen Schwarzmeerküste entlang nach Georgien und Armenien. Wie zu erwarten, gibt es auch einen Rückweg. Der führt im Osten der Türkei an den Van-See und dann durch Anatolien oder entlang des Mittelmeers zurück nach Europa. Nemrut Dagi, Kappadokien, Pamukkale und Troja werden auf alle Fälle auf der Route liegen.


    An- und Abreise erfolgen mit der Fähre Venedig-Igoumenitsa. Alleine, oder wenn ich Gleichgesinnte finde, würde ich meine 40 Jahre alte, 27 PS starke BMW R65 wählen und auch vor üblen offroad Passagen nicht zurückschrecken. Besser als jede moderne Reiseenduro :) In allen anderen Fällen fahre ich mit meiner Victory Gunner, die ein wenig Schotter durchaus verträgt.


    Die Anreise bis Georgien erfolgt recht zügig. Naja, was 27 PS so hergeben. Danach wird es (noch) ruhiger. Die Vergangenheit mit alten Klöstern, Tempeln oder sonstigen historischen Stätten gehört für mich genauso dazu wie Weinproben oder köstliches Essen. Nur wirkliches Bummeln auf der Straße fällt mir schwer.


    Mein Zelt werde ich als Backup dabei haben, priorisiere aber günstige Unterkünfte. Spätestens Mitte Oktober möchte ich wieder zu Hause sein.


    Die maximale Teilnehmerzahl sind 5 Motorräder. Die Strecke bis und durch die Türkei kenne ich recht gut und biete mich als Tourguide an. In Georgien und Armenien ist improvisieren angesagt.


    Also, wenn Ihr unter diesen Bedingungen Lust habt mitzufahren, ich würde mich sehr freuen. Bei positiven Rückmeldungen werde ich einen Termin im Netbiker-Kalender eintragen.


    viele Grüße, Klaus

    Schwoba

    Ein Wort aus meiner Kindheit. Ein Onkel meiner Mutter hat, zum Entsetzen aller, auf die andere Seite vom Lech nach Rieden geheiratet, zu dene Schwoaba :D. Naja, heute in einer globalisierten Welt und sozialisiert in Rheinland muss ich darüber arg grinsen ;) und freu mich drauf, bald wieder eine grenzüberschreitende Abendrunde durch's Allgäu und das angrenzende Oberbayern zu drehen

    Hallo zusammen,

    das Rechenzentrum hatte heute Nacht einen massiven Stromausfall. Aktuell starten gerade alle Server wieder, aber es gibt noch jede Menge Probleme. U.a. funktioniert die Mitgliederkarte nicht. Ich arbeite dran, aber das kann sich länger hinziehen, da bislang noch kein Grund zu erkennen ist.

    Grüße, Klaus

    mit vollen E10-Tanks im Schuppen

    Bei mir stand sie in den schlimmsten Wochen des Jahres auch im Trockenen, aber mein Sohn hat diese Möglichkeit nicht. Dadurch bekommt sie einiges an Witterung ab. Wäre wahrscheinlich immer noch nicht schlimm, wenn nicht der Tanküberlauf verstopft gewesen wäre und sich Wasser dort gestaut hätte. Das kam so relativ leicht in den Tank. Wahrscheinlich habe ich dazu noch durch eine "kleine Verbesserung" vor gut 40 Jahren beigetragen, als ich kurzerhand ein Loch in den Rand des Tankeinfüllstutzens gebohrt habe, da irgendwie der Tank unzureichend belüftet war und ich auf Autobahnetappen immer den Tankdeckel leicht aufdrehen musste. Also letztlich alles hausgemachte Probleme.


    Wahrscheinlich stehen euch die Haare zu Berge, wenn ihr sowas lest. Aber ich hatte früher einfach nicht das Geld um das Motorrad in die Werkstatt zu bringen. Als mein Hauptverkehrsmittel musste sie aber jederzeit funktionieren und so habe ich Probleme immer selbst gelöst. Häufig natürlich unkonventionell. Tatsächlich hat die 80/7 in 43 Jahren nicht ein einziges Mal die Werkstatt gesehen

    Mich würde jetzt aber doch noch interessieren:

    Läuft die alte Dame jetzt wieder sauber?

    Fast. Man könnte auch sagen, viel besser als die letzten Jahre, aber aus der Erinnerung heraus nicht so wie vor 40 Jahren. Ich bin jedenfalls so zufrieden.


    Nur, und das muss ich hier auch mal sagen: Feinheiten haben mich bei der 80/7 nie gestört. Sie muss einfach fahren und das tut sie seit Jahrzehnten.

    Wie Vitus sagt: Synchronisation per Gehör. Sobald man fährt, wird das ohnehin durch geknickte und gelängte Bowdenzüge übertönt. Dazu alles reingekippt was irgendwie nach Benzin riecht und trotzdem nach dieser Laufleistung eigentlich keine gravierenden Schäden gehabt. Bei ca. 150.000 ist mir zu Zeiten des damals noch verbleiten Sprits ein Ventil abgerissen und hat den Kolben durchschlagen. Ventil und Kolben mussten natürlich neu rein, aber die Macken im Zylinderkopf haben auf den folgenden 400.000 km keine Probleme gemacht. Seither keinen weiteren Motorschaden gehabt. Also E5, E10 und weiß der Teufel sonst was, scheinen so gesehen nichts zu machen. Diesmal war das Problem ein anderes. Der Tank wurde ziemlich leer gefahren. Weil beide Benzinhähne auf Reserve standen, floss das unten im Tank stehende Wasser in die Schwimmerkammern. Danach stand das Motorrad eine Weile rum und das Wasser konnte den Vergasern arg zusetzen. Mal abgesehen von den offensichtlichen Oxidationsschäden in der Schwimmerkammer, ließ sich keine Schraube mehr lösen. Das führte zu der ursprünglichen Frage. Letztlich klappte es dann ja dank Hitze und Geduld doch noch.


    Zusammengefasst: Die alten Boxer vertragen verdammt viel und man kann alles überall selbst machen. Mag nicht immer optimal sein, aber irgendwie laufen sie

    Ich denk drüber nach. Nachdem ich gestern mit dem Auto von Bonn nach Hagen 3 Stunden gebraucht habe, werde ich mir das so schnell nicht wieder antun. Aber vielleicht hat der Wettergott ein Einsehen und die Victory darf am 2.12 ein letztes Mal in diesem Jahr den Stall für eine größere Tour verlassen. Hab den Termin mal in meinen Kalender eingetragen

    Das Klingeln ist bei den alten 2-V Boxern, und nur da blicke ich noch durch was geschieht, von vielen Aspekten abhängig. Kann es nicht wissenschaftlich untermauern, aber wenn ich die Zündung etwas auf Spätzündung stelle, kann ich eigentlich alles an Sprit reinkippen ohne dass es klingelt. Alternativ eine, allerdings spritfressende Lösung: Die Vergasernadel eine Stufe höher hängen. Dann läuft die Kiste fetter und nichts klingelt. Und dann kann man noch den Motor etwas kühler fahren. Ich will euch jetzt nicht im Herbst bei Schneeregen nach Norwegen locken,aber man kann die Temperatur ja auch anders senken. Durch mehr Öl oder einen Ölkühler. Wie auch immer, bei meinen modernen, wassergekühlten Maschinen klopft nichts und bei den alten Kisten kann ich je nach Lust und Laune Gegenmaßnahmen treffen oder mir einfach sagen: Das gehört dazu .....

    Bei der Scout steht zu dem Thema, eigentlich gar nichts, nur das es bei langen Steigungsstrecken im Alpinen Raum zum aufleuchten der Tankanzeige kommen kann

    Scheint eine Eigenschaft der Polaris Familie zu sein. Macht meine Victory auch und dann fährt sie noch locker 100 km in der Ebene ohne zu leuchten

    Wenn ich mich recht entsinne, sind E-Kraftstoffe vor allem für Gummiteile schädlich und verursachen Ablagerungen bei längerem Stillstand. Der Vergaser so einer alten 80/7 hat praktisch keine Gummiteile, also kein Problem. Die Benzinschläuche muss man eh immer mal wieder ersetzen. Dagegen scheinen mit Ablagerungen bei langen Standzeiten real zu sein. Aber natürlich kann das auch vom Wasser im Tank kommen. Letzteres bemerkt man übrigens oft nicht, weil man selten den Tank leer fährt. Erst wenn man auf Reserve schaltet, fließt auch das ganz unten liegende Wasser in die Vergaser.


    Ansonsten gibt es natürlich bei den alten Boxern vor allem im Sommer einen Grund mit höherer Oktanzahl zu fahren: Die Neigung dieser Motoren zu klingeln. Vor allem bei relativ magerem Gemisch.

    Mikael Danke für den Link. Ganz interessant: Wir haben es eigentlich genauso gemacht. Zur Rostbehandlung und Versiegelung hatte wir zusammen mit dem Material eine gute Anleitung bekommen. Aber wie den Tank von innen schleifen? Ohne uns groß zu informieren haben wir einfach feinen, scharfen Lavaschotter hinein geschüttet. Ging gut, aber das hinterher alles wieder raus zu bekommen .......... Puuuuuh

    Früher eigentlich immer SuperPlus. Seit mein Sohn mit der 80/7 fährt, wird es wohl meistens das günstige E10 sein, dass ich auch für die weiße Schicht in der Schwimmerkammer im Verdacht habe. Aber letzteres tritt, wie Mikael sagt, nur nach längeren Standzeiten auf, wenn man die Vergaser vorher nicht entleert hat und der Sprit darin langsam verdampft.

    Neben den Vergasern ist Tankkorrosion ein weiteres Problem. E5/E10 kann bei alten Stahltanks Ärger machen.

    Das stimmt. Vor allem wenn das Plastik am Tankdeckel nicht mehr dicht und der kleine Überlauf verstopft ist. Dann kommt Wasser in den Tank. Damit begannen die Probleme, denn damit kam Wasser in die Vergaser. Das Wasser hat natürlich dem Tank von innen zugesetzt. Mein Sohn hat ihn Anfang des Jahres zuerst von innen gereinigt, dann mit Rostumwandler behandelt und danach mit einer speziell für Tanks vorgesehenen Kunstharzlösung versiegelt. Seitdem ist an dieser Baustelle Ruhe

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