Beiträge von sualkbn

    In kurzer Hose (oder Jeans) fahr ich trotzdem nicht.

    Hi Susi, sogar ich hab eine lange Hose angehabt ;-) Wollte wenigstens etwas zügig fahren :D


    Auch ich sehe aus der damaligen Zeit noch die ein oder andere Blessur, aber irgendwie fuhr ich damals langsamer und intensiver gleichzeitig. Habe neulich nochmal eine Tour mit dem nackten, 40 Jahre alten 2V-Boxer gemacht. Wie damals in Jeans und Lederjacke. Auf der Geraden war mir egal, wenn ich überholt wurde. In Spitzkehren nicht. Da lebte sofort der alte Wahnsinn wieder auf :-) Irgendetwas sprühte Funken, die starren Fußrasten wollten mich aufrichten, HangOff war nicht Optik sondern zwingende Notwendigkeit. Aber es hat Spaß gemacht :-)


    viele Grüße, Klaus

    Mir ist es momentan ziemlich warm. Auch auf dem Motorrad. Deshalb habe ich die Tourenscheibe abgeschraubt und heute bei oft 38 Grad eine ausgedehnte Testrunde in der Eifel gedreht. Natürlich auch leichter bekleidet und mit einem Klapphelm, der sich geöffnet fahren lässt. Fazit: Mir war nicht zu heiß :-)


    Und es gibt weitere, natürlich rein subjektive Erkenntnisse: Zum einen wirkte das Motorrad in Kurven viel wendiger. Da die paar hundert Gramm das nicht machen können, ist es wohl nur gefühlt so. Damit kommen wir zum Messbaren: Vermeintlich fuhr ich recht zügig, der Blick auf den Tacho belehrte mich eines anderen. Der Wind vermittelt den Eindruck schnell unterwegs zu sein und damit auch das Gefühl, die Kurven besonders flink zu fahren. Alles in allem: Das gefühlte Fahrerlebnis mit der Nackten war bei niedrigeren Geschwindigkeiten das gleiche, wie bei viel höheren Geschwindigkeiten im Schutz der Scheibe. Dabei war ich deutlich entspannter unterwegs und habe viel mehr von Natur und Landschaft gesehen.


    Geht euch das auch so? Vielleicht ist es ja der Perfektionismus der neuen Motorräder und der Ausrüstung, der höhere Geschwindigkeiten und Lärm provoziert. Ich habe mir jedenfalls für diesen Sommer vorgenommen, auf diese Weise wieder etwas weniger perfekt unterwegs zu sein und dennoch meinen Spaß zu haben.


    Warum schreibe ich das? Wir können hier tausendfach in verschiedenen Threads diskutieren, welche politischen Motive, welche technischen Aspekte, welche Medienkampagnen hinter den zunehmenden Restriktionen gegenüber Motorradfahrern stecken. Fakt ist, dass es heute mehr Motorradfahrer gibt als in des 80-zigern und dass dank besserer Technik heute die meisten von diesen wesentlich zügiger unterwegs sind als damals. Und damit auch viel stärker wahrgenommen werden.


    Fakt ist aber auch, dass selbst ich als viel fahrender Motorradfahrer den Lärm, oder sagen wir besser, die Belastung durch Motorradfahrer manchmal als unangenehm empfinde. Wenn ich in Krälingen (Eifel, schaut mal bei Google Maps die Kurven an) bei ebenfalls viel fahrenden Motorrad-Freunden sitze und alle paar Minuten der Satz fällt: "Schon wieder ein Bekloppter", dann sagt das viel. Dabei bin ich überzeugt, dass es gar keine Bekloppten sind, sondern dass lediglich die perfekte Technik jedem erlaubt, zügig unterwegs zu sein. So viele gelbe Nummernschilder gibt es schließlich auch nicht ;-)


    Deshalb ein Tip: Schraubt eure Tourenscheiben und eure Verkleidungen ab. Schaltet die elektronischen Helferlein aus. Nehmt die Ohropax raus. Klappt den Helm auf oder fahrt gar in kurzer Hose. Migriert eure Motivation vom Fahr- zum Naturerlebnis. Und ihr werdet automatisch langsamer und leiser.


    Grüße, Klaus


    p.s. Klingt witzig, soll aber zum Nachdenken anregen......

    Kann zwar nichts speziell was zur Güllepumpe sagen, aber in ähnlichen Fällen sind nicht selten Zündkabel, Kerzenstecker und Zündspule(n) ein Tip. Die Kerzen hast du ja sicherlich als erstes gewechselt. Hatte das Zündspulenproblem erst neulich an einer 650-ziger BMW, da aber bei niedrigen Drehzahlen. Fährt Sie denn zuerst schneller und fällt dann ab, wie man es aus deiner Beschreibung lesen könnte? Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass die Belüftung deines Tanks dicht ist. Einfach mal mit offenem Tankdeckel fahren und probieren, ob es dann weg ist

    Klaus


    Ah, das war der Zweiradler schneller .....

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    Abgesagt: Ich werde die Tour nicht mit dem Motorrad fahren sondern mit dem Fahrrad.


    Diejenigen von Euch, die momentan mit einer Norwegentour in 2020 liebäugeln, müssen übrigens vielleicht gar nicht bis August warten. Am 10 Juli will Norwegen entscheiden, ob die Grenzen am 15. Juli ohne Quarantänepflicht für Deutsche geöffnet werden.


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    Eigentlich müsste man ja momentan nach Norwegen fahren. Ewig lang hell und, wenn man dem Wetterbericht glauben darf, wird es dabei sonnig und warm. Leider ist die Einreise noch nicht möglich. Aber auch später im Sommer kann das Wetter noch gut sein und vor allem gibt es dann überall Pilze und Beeren :-) Deshalb denke ich momentan darüber nach, dieses Jahr vielleicht doch noch hin zu fahren.


    Stand heute gelten die Einreisebeschränkungen bis zum 20. August (siehe hier https://www.norway.no/de/germa…ltungen/aktuelles/korona/). Wenn es dabei bleibt, würde ich mich 2-3 Tage vorher auf den Weg zur Fähre nach Hirtshals machen. Rückfahrt dann so um den 2. September herum.


    Habe noch keinen Plan, welche Strecken ich genau fahren möchte, aber ich denke, dass mir dieses Mal Südnorwegen bis Trondheim reicht um nicht immer nur auf dem Motorrad zu sitzen sondern auch mal etwas zu wandern. Auf der Route liegen Highlights wie die Strecke zum Lysebotn oder der Trollstigen, aber vielleicht wäre es auch nett, Teile der TET (https://transeurotrail.org/norway/#4.71/60.805/8.808) zu erkunden oder einfach im Bereich Vågåmo/Jotunheimen ein paar einfache, aber landschaftlich wunderschöne Schotterstraßen zu fahren.


    Wenn ich alleine fahre, werde ich zelten, entweder auf Campingplätzen oder irgendwo in der freien Natur. Wenn jemand mitkommt, der so ein Zelt partout nicht mag, bieten sich alternativ die Hytters auf den Campingplätzen an.


    Hätte jemand Lust sich anzuschließen? Wenn ja, würde ich mal meine Ideen etwas zusammenschreiben und einen groben Zeitplan aufstellen.


    Grüße, Klaus

    Als ich den Thread zum ersten Mal las, habe ich wegen der AfD intuitiv sofort auf Abwehr geschaltet. Politische Werbung gehört einfach nicht hierher. Ich hätte auch den Buttton "Melden" drücken können,. Aber dann hab ich mir gedacht: Lass das, du vertrittst doch eine komplett gegensätzliche politische Meinung und ganz schnell wird dieses Forum entfremdet, wenn ich jetzt einfach meine Überzeugungen durchsetze.


    So hab ich mich, typisch rheinisch, entschieden, den "leeve Jot ne leeve Jot sin ze losse" und abzuwarten, was die Mehrheit sagt. Die Schwarmintelligenz :-), erinnert sich noch wer?, wird es schon richten. Und ich denke, das ist auch das Fazit aus der bisherigen Diskussion: Eine Mehrzahl der Motorradfahrer stellt die Probleme in den Vordergrund und nicht eine wie auch immer geartete Parteipolitik.


    Ich freue mich, dass parteipolitische Diskussionen hier bei netbiker nicht im Mittelpunkt stehen sondern Motorradthemen dominieren. Wäre schön, wenn das so bliebe


    Grüße, Klaus

    weil es hier wirklich soooo viel geradeaus geht

    Kurven sind was tolles, aber ich kann es genauso genießen, auf einer geraden Strecke durch die Gegend zu cruisen, Kiefern, Raps oder Getreide zu riechen und die Landschaft zu beobachten. Manchmal suche ich diese Entspannung geradezu und düse aus unserem kurvigen Hügelland in den flachen Norden. Wahrscheinlich lockt immer das andersartige

    Es geht um Geld, es geht immer nur um Geld.

    Ich denke, im speziellen Fall Tirol/Außerfern geht es nicht ums Geld und auch nicht ausschließlich um einen Aufstand ausgeflippter Ökos. Es geht auch nicht nur um Motorräder. Die lächerliche Nummer mit dem Standgas ist aus meiner Sicht ein geschickter Trick um klammheimlich den Verkehr zu reduzieren und medienwirksam die Probleme zu kommunizieren.


    Der eigentliche Grund liegt darin, dass diejenigen, die in der Gegend wohnen und arbeiten ohne vom Tourismus profitieren, einfach die Okupation ihres Gegend durch hunderttausende Besucher leid sind. Ich kann das gut nachvollziehen. Wenn ich meine Mutter in der Nähe von Füssen besuche, kann ich an mir selbst beobachten, wie meine Aggressionen von Tag zu Tag steigen. Es ist nicht alleine der Lärm von Autos und Motorrädern, es ist nicht alleine der ewige Stau wenn ich etwas einkaufen möchte, es ist nicht das Warten auf mein Weizen im rappelvollen Biergarten, es sind nicht Heerscharen an e-bike Fahren, die die Berghütten erobern, ....... Es ist die Summe all dieser Erscheinungen.


    Ich kann die Abwehrmaßnahmen der Region durchaus verstehen und ich wage zu behaupten, dass sie zunehmen werden. Da ist nicht nur das aktuelle >95db-Verbot. Seit letztem Jahr werden in der Urlaubszeit an Wochenenden auch Ausweichstrecken für Durchreisende gesperrt. Was mag als nächstes kommen?


    Grüße, Klaus

    ne, sowas kenn ich nicht. Bin gerne unterwegs, freue mich dann aber irgendwann wieder auf zuhause und auf das, was man außer Motorradfahren noch so machen kann. Wenn ich mich dann an den anderen Dingen ausgetobt habe, ist die Tour fast schon im Langzeitspeicher verschwunden und ich freu mich genauso über die kleine Eifelrunde wie vorher über die Tour.

    Vielleicht hat das mit Motorentechnik, Leistung, Drehzahl uvm. zu tun

    Und gerade das glaube ich nicht. Drehzahl vielleicht, denn die alten Kisten drehen im Stand sagenhaft niedrig. Aber wenn man wollte, konnten die auch lauter, mit gepflegten Hoske-Auspuffen zum Beispiel :saint:. Warum sollte ein stärkerer Motor im Stand zwingend lauter sein? Er muss dann doch eigentlich noch gar keine hohe Leistung bringen und auch nicht viel durch den Auspuff durchjagen.

    Die Diskussion regt ja geradezu dazu an, sich mal die Scheine aller Fahrzeuge anzuschauen. Etwas befremdlich ist es dann schon, wenn das Standgeräusch meiner 42 Jahre alten 80/7 gerade mal 79 db beträgt, während es bei der neuen R 1250 immerhin 89 db sind. Und das nicht nur in den Papieren sondern auch im direkten Klangvergleich. Ich denke, da steckt eine Menge Zeitgeist seitens der Käufer und ein darauf ausgerichtetes Soundengineering der Hersteller drin.


    Mir geht das ziemlich auf den Geist. Auch wenn sich beide Motorräder dann beim angegebenen Fahrgeräusch von den db nicht mehr unterscheiden, ist das stets präsente und recht tiefe Brummen der neuen bei längeren Touren nervtötend und so empfinden es wahrscheinlich auch viele Anwohner der beliebten Motorradstrecken.

    naja, ich kenn die Gegend nicht wirklich und die Kurven sehen auf den Photos auch nicht dramatisch aus, aber dass unter der Leitplanke nochmal ein Schutz ist, deutet irgendwie darauf hin, dass da schon mal was passiert ist. Und wenn ich mich recht erinnere, wurde in meinen Bonner Motorradkreisen schon vor 45 Jahren immer voller Ehrfurcht über Dabringhausen gesprochen. Und dass es dort Kurven gibt, wo die Schaulustigen am Wochenende stehen und bei jedem Bekloppten klatschen.


    Aber eines ist auch klar: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur für Motorräder ist für diese lebensgefährlich. Gibt es ja auch an der Mosel und wird am Wochenende auch intensiv überwacht. Also sollte man sich dran halten. Aber wie knapp die Autos da schon an mir vorbeigefahren sind, ist erschreckend.

    Hallo Florian, alles Gute zum Geburtstag. Auch wenn wir diesmal nicht traditionell im Trentino darauf anstoßen können: Feiere schön und freu dich auf einen schönen Motorradsommer

    Die einzelnen Sperrungen sind für mich eigentlich kein Problem. Ich fahre dann halt am Wochenende einfach woanders hin. Und an nachgewiesen gefährlichen Stellen kann ich den Sinn aus eigener Beobachtung durchaus nachvollziehen.


    Das Problem ist ein anderes. Es macht sich eine Stimmung in der Gesellschaft breit, in der eine Minderheit durch die ständige Wiederholung von Begriffen wie Lärm, Raserei und ähnlichem der Mehrheit der Gesellschaft suggeriert, dass so langsam das Ende der Welt nahe und ein, wie auch immer definiertes, gesundes Leben nicht mehr möglich ist. Das ist nicht neu, aber Informationen verbreiten sich heute schneller und führen auch schneller zu Stimmungsbildern, die von der Politik dankbar aufgegriffen werden. Politiker, gleich welcher Couleur, sehen die Chance, sich mit striktem Vorgehen zu profilieren und ein paar Stimmen zu gewinnen. Die dann ebenso schnell erlassenen Regelungen haben aber, wenn es sie erst einmal gibt, quasi ewigen Bestand.


    Deshalb: Wehret den Anfängen. Macht jetzt den Mund auf, auch wenn es vielleicht überzogen klingt oder, wie in #36 gesagt, aktuell sogar eine Art Panikmache ist