Beiträge von sualkbn

    Vielleicht hat das mit Motorentechnik, Leistung, Drehzahl uvm. zu tun

    Und gerade das glaube ich nicht. Drehzahl vielleicht, denn die alten Kisten drehen im Stand sagenhaft niedrig. Aber wenn man wollte, konnten die auch lauter, mit gepflegten Hoske-Auspuffen zum Beispiel :saint:. Warum sollte ein stärkerer Motor im Stand zwingend lauter sein? Er muss dann doch eigentlich noch gar keine hohe Leistung bringen und auch nicht viel durch den Auspuff durchjagen.

    Die Diskussion regt ja geradezu dazu an, sich mal die Scheine aller Fahrzeuge anzuschauen. Etwas befremdlich ist es dann schon, wenn das Standgeräusch meiner 42 Jahre alten 80/7 gerade mal 79 db beträgt, während es bei der neuen R 1250 immerhin 89 db sind. Und das nicht nur in den Papieren sondern auch im direkten Klangvergleich. Ich denke, da steckt eine Menge Zeitgeist seitens der Käufer und ein darauf ausgerichtetes Soundengineering der Hersteller drin.


    Mir geht das ziemlich auf den Geist. Auch wenn sich beide Motorräder dann beim angegebenen Fahrgeräusch von den db nicht mehr unterscheiden, ist das stets präsente und recht tiefe Brummen der neuen bei längeren Touren nervtötend und so empfinden es wahrscheinlich auch viele Anwohner der beliebten Motorradstrecken.

    naja, ich kenn die Gegend nicht wirklich und die Kurven sehen auf den Photos auch nicht dramatisch aus, aber dass unter der Leitplanke nochmal ein Schutz ist, deutet irgendwie darauf hin, dass da schon mal was passiert ist. Und wenn ich mich recht erinnere, wurde in meinen Bonner Motorradkreisen schon vor 45 Jahren immer voller Ehrfurcht über Dabringhausen gesprochen. Und dass es dort Kurven gibt, wo die Schaulustigen am Wochenende stehen und bei jedem Bekloppten klatschen.


    Aber eines ist auch klar: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur für Motorräder ist für diese lebensgefährlich. Gibt es ja auch an der Mosel und wird am Wochenende auch intensiv überwacht. Also sollte man sich dran halten. Aber wie knapp die Autos da schon an mir vorbeigefahren sind, ist erschreckend.

    Hallo Florian, alles Gute zum Geburtstag. Auch wenn wir diesmal nicht traditionell im Trentino darauf anstoßen können: Feiere schön und freu dich auf einen schönen Motorradsommer

    Die einzelnen Sperrungen sind für mich eigentlich kein Problem. Ich fahre dann halt am Wochenende einfach woanders hin. Und an nachgewiesen gefährlichen Stellen kann ich den Sinn aus eigener Beobachtung durchaus nachvollziehen.


    Das Problem ist ein anderes. Es macht sich eine Stimmung in der Gesellschaft breit, in der eine Minderheit durch die ständige Wiederholung von Begriffen wie Lärm, Raserei und ähnlichem der Mehrheit der Gesellschaft suggeriert, dass so langsam das Ende der Welt nahe und ein, wie auch immer definiertes, gesundes Leben nicht mehr möglich ist. Das ist nicht neu, aber Informationen verbreiten sich heute schneller und führen auch schneller zu Stimmungsbildern, die von der Politik dankbar aufgegriffen werden. Politiker, gleich welcher Couleur, sehen die Chance, sich mit striktem Vorgehen zu profilieren und ein paar Stimmen zu gewinnen. Die dann ebenso schnell erlassenen Regelungen haben aber, wenn es sie erst einmal gibt, quasi ewigen Bestand.


    Deshalb: Wehret den Anfängen. Macht jetzt den Mund auf, auch wenn es vielleicht überzogen klingt oder, wie in #36 gesagt, aktuell sogar eine Art Panikmache ist

    So langsam kommt ja auch das berufliche Leben wieder in Gang. Und so geht es Morgen erstmals wieder zu einem Kundentermin. In die Südpfalz und natürlich mit dem Motorrad und auf Landstraßen. Eifel, Mosel, Hunsrück, Pfälzer Wald und dann das Ganze wieder zurück. Ein bisschen Arbeit ist natürlich auch dabei ;-)

    Ach, so eine neue läuft doch schon perfekt. Sonntag war ich mit unserer R65 von Bj. 82 unterwegs. Trotz neuen Gaszugs hast du das Gefühl, du drehst die Ankerwinde eine Segelschiffs, die Kupplung gleicht einem Trainingsgerät in der Muckibude und zwischendurch muss man immer mal wieder gegen den Vergaser treten weil der Schwimmer klemmt und der Vergaser tropft.


    r65_autoscaled.jpg

    Auf der Straße so extrem zu wedeln bis der Arzt kommt... ist wohl eher keine Anfängerempfehlung

    Da haste wohl recht. Könnte schneller kommen als man denkt. Mein sonntägliches Vergnügen besteht darin, jedes Mal ein wenig schneller durch den kleinen Kreisel auf dem Weg zu den Brötchen zu kommen. Und dann natürlich das Highlight, aus der Linkskurve im Kreisel heraus, scharf nach rechts abzubiegen. Im Prinzip die gleiche Bewegung wie bei Wedeln, vielleicht ein wenig übertrieben aber tausendmal gemacht. Eines Morgens mit, lacht nicht, einer Virago 250 dabei beinahe über den Lenker geflogen und danach fast 100 Meter ungewollt gewedelt. Hatte es schon vergessen, als mir letztes Wochenende, mehr als 10 Jahre später, mit einer Enduro das gleiche passierte. Ich kann's mir nur so erklären, dass in dem Moment das Rad mehr oder weniger quer zur Fahrtrichtung stand und einfach nicht mehr rollte sondern rutschte bzw. rutschen wollte und es nicht konnte. Empirisch ermittelt, scheint es also einen Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Winkelbeschleunigung und Haftreibung zu geben, der die Situation auslöst. Ich werde weitere Tests machen ;)

    nicht auf der FLUCHT

    Das kann ich so nicht unterstützen ;) Letztes Jahr war der erste Autourlaub seit Langem. Die Hinfahrt durch Schweden war ganz gemütlich. Jeden Tag ein paar Stunden gepaddelt, etwas gewandert aber natürlich auch viel gefahren. Auf den Lofoten war es auch einfach nur genial. Aber von dort Richtung Süden bekam ich einen Rappel. Überall waren Autos mit gelben Nummernschildern und Wohnanhänger unterwegs. Überall! Auch auf den kleineren Straßen. Nix mit den erlaubten 80 km/h. 60 maximal. Nirgends ein Parkplatz, wo man mal alleine gewesen wäre. Und keine Chance zu überholen. Mit dem Motorrad kein Problem. Aber mit Auto .... Ich wollte nur noch fliehen und hab es getan. Antizyklisch des Nachts gefahren und Kilometer gefressen. So wurden aus den geplanten 3 Wochen knappe 2 Wochen.


    Letztlich hätte ich es so machen sollen, wie du in der Planung. Von den Lofoten mit der Fähre nach Bodö und dann der kleinen Küstenstraße bis Trondheim folgen. Eine meiner Lieblingsgegenden in Norwegen. Und bestimmt mit weniger voll. Die beiden Bilder sind übrigens aus der Gegend

    KLAUSPRIVAT - P1010517.JPGKLAUSPRIVAT - P1010503.JPG

    3 Wochen wohl kaum zu schaffen

    Hatten wir nicht letztes Jahr eine ähnliche Diskussion ;)

    Aber stimmt schon, der Weg über Helsinki ist, wenn man ihn auf der eigenen Achse macht, schon deutlich länger, als wenn man quasi auf direktem Weg zum Kap fährt. Ich bin 2015 mit einem Freund an der Westküste entlang zu den Lofoten gefahren und dann von Narvik über Helsinki und das Baltikum nachhause. Nordkap haben wir damals ausgelassen, weil wir zu viel Zeit in Südnorwegen und auf den Lofoten verbrachten, so dass uns die Zeit davon lief. Haben insgesamt 5 Wochen gebraucht, alleine wäre es wohl deutlich schneller gegangen.


    Letztes Jahr dann mit dem Auto der Beweis, dass man es auf direktem Hinweg durch Schweden unter Einhaltung aller Verkehrsregeln auch schneller machen kann: 14 Tage Bonn - Nordkap - Bonn. Quasi der Praxistest zur Diskussion hier im Forum.


    Grüße, Klaus

    Als ganz kleines Kind bin ich beim Vater erst auf der NSU 125 und dann später auf der DKW 250 mitgefahren. Auch wenn meine Freunde dann mit 15 alle ein Ciao-Mofa und mit 16 eine Kreidler hatten, sprang der Funke nicht auf mich über. Rennrad, Kajak und die Berge waren damals mein Leben.


    Als ich dann meine Frau kennenlernte, hatte sie bereits den Motorradführerschein und kaufte sich schon bald eine Yamaha RD 350. Da musste ich natürlich den Führerschein machen, habe aber erst einmal ein neues Auto gekauft. Beim Abholen entdeckte ich in der Werkstatt eine zerlegte DKW 175 und habe die auch gleich noch mitgenommen. Was danach alles folgte, könnt Ihr in meinem Photoalbum sehen