Grundsätzlich halte ich diese Aussage sogar für richtig, wichtig ist jedoch das Festlegen des Mindestlevels. Das wurde immer weiter abgesenkt und mit dem Versprechen verbunden, dass andere ('der Staat' und seine Regeln bzw. seine Bürokratie) Verantwortung für das Wohlergehen des Einzelnen übernehmen.
Ist es eher nicht umgekehrt, dass die Messlatte für den Mindestlevel immer höher gelegt wird. Dabei denke ich an die Fahrschulausbildung und die Prüfungsanforderungen.
Wenn ich an einen Mindestlevel denke, habe ich auch ein Szenario aus der Zukunft vor Augen, wenn Leistungs- und Reaktionsfähigkeit durch das Alter spürbar abgenommen haben.
Und dann denke ich an die Forderung, bei Senioren ab einem bestimmten Alter die Fahrtauglichkeit regelmäßig zu prüfen, ob sie halt noch ein Mindestmaß erfüllt. Haben will dies keiner und jeder wird davon überzeugt sein, dass seine Fähigkeiten auch ohne Prüfung noch lange die Mindestanforderungen erfüllen.
Die Probleme im Straßenverkehr haben wir durch egoistische Menschen, die glauben entscheiden zu können. welche Regeln für sie sinnvoll und vielleicht einzuhalten sind.
Die glauben, die öffentliche Straße sei eine persönliche Rennstrecke, ein privater Spielplatz. Die ihre persönlichen Bedürfnisse über die Gemeinschaft stellen und sich dabei auch noch im Recht des Stärkeren (Schnelleren) fühlen.
Letztlich kennt jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer die Regeln, jeder hat es selbst in der Hand diese zu beachten und keiner braucht sich beschweren, wenn er (bewusst) drüber liegt, erwischt wird und zahlen muss.
Gruß
Siggi