Begrenze Kilometerleistung bei Goretex Jacken

  • Stjopa ... ein Auto! Denn merke: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur das falsche Fahrzeug. [/quote] Das tuts aber nur wenn ein Auto da ist, ich hab z.Bsp. keins. meine Textil Klamotten (Pharao von Polo) halten so ca. 4-5 Jahre (80tkm oder mehr) dann werden die gewechselt. Gruß Dietmar

  • Joybar: Ähm, wenn sich der aktuelle Polo-Katalog nicht sehr täuscht, verarbeitet Reusch gar kein Gore-Tex in seinen Jacken, sondern ein Zeug namens rtex. @q-nibert: Durch den fehlenden Temperaturunterschied geht der Membran die Durchlässigkeit für Dampfmoleküle verloren. Das heißt aber nicht, dass sie plötzlich ganze Wassertropfen durchlässt. :-? Jürgen

  • Zitat von zett750

    Danach bei Bedarf mit Imprägnierspray behandeln und im Trockner bei mittlerer Wärme bissi tumbeln, bei Wärme erreicht das Imprägnierspray bessere Wirkung. Viele Grüße Susi

    Alternativ oder in Ermangelung eines Trockners kann man auch vor dem Einsprühen mit dem Fön über die zu imprägnierenden Stellen gehen, da sich die Textilporen bei Wärme etwas weiten und somit das Imprägnierspray besser aufnehmen. :-) (Tip eines Louis-Verkäufers) LG, Moni, Fön-Imprägniererin ;-)

  • Gestern hab ich mich mal wieder dazu durchgerungen meine Reusch Jacke bei Polo umzutauschen, da sie nach guten 60TKM wieder undicht war, wie ich leider auf der Heimfahrt von Livorno nach Rosenheim feststellen musste. Leider gabs das gleiche Modell nicht mehr und so musst ich 20 euro draufzahlen und auf das neuere Model wechseln. Aber alles in allem war nach fast 2 Jahren der Austausch der Jacke ohne Probleme möglich und das obwohl ich sie via Internet und nicht im Poloshop wo ich sie jetzt umgetauscht habe gekauft hab. Wie sind da eure Erfahrungen so ? Werden die Membranen bei euch auch auf Dauer undicht ? Gruss Martin

  • Ja ja - die feinen Membran-Klamotten - immer wieder für eine Überraschung gut :-) Bei den verschiedenen Membranen (Gore-Tex, Symphatex, R-Tex, Polo-Tex und wie sie alle heißen) gibt es einen ganz entscheidenden Punkt, der darüber entscheidet, ob die Klamotten dauerhaft wasserdicht bleiben oder nicht - und das ist die Verarbeitung bzw. Einarbeitung der Membran in die Klamotten. Grundsätzlich funktionieren alle Membranen nach dem gleichen Prinzip: Wassermoleküle können durch die kleinen Poren nicht nach innen eindringen, die kleineren Wasserdampfmoleküle der ausgedünsteten Körperflüssigkeit können allerdings durch die Kapilarwirkung der Membran nach außen entweichen, solange a) die Außentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur b) die Außenseite der Membran und damit die kleinen Poren nicht großflächig mit Wassertropfen bedeckt sind. In sehr vielen Fällen werden die Membranbahnen in der Kleidung einfach nur miteinander vernäht. Durch die Nähte kann Wasser in die Kleidung eindrigen und das Thema Wasserdichtigkeit hat sich von Anfang an erledigt. Aufwändiger ist das Vernähen mehrerer Schichten in bestimmten Spezialverfahren. Diese Verfahren sorgen dafür, daß kein Wasser eindrigt. Dieses Verfahren schützt aber nicht davor, daß sich die Nähte im Laufe der Zeit ausdehnen und dann undicht werden. Bei Hosen gerne im Schritt (da, wo die Spannung auftritt), bei Jacken gerne im Ärmel-/Schulter- und Brustbereich. In diesem Zusammenhang bietet der Name Gore-Tex übrigens einen echten Qualitätsvorteil: Die Firma DuPont, der Hersteller von Gore-Tex, verkauft ihre Membranen nur an Firmen, die sich vertraglich verpflichten, bei der Verarbeitung der Membranen bestimmte, genau vorgeschriebene Standards einzuhalten. Zur Imprägnierung von Membran-Klamotten: Die Imprägnierung stärkt nicht die Membran und erneuert sie auch nicht. Die Imprägnierung der Textilaussenschicht soll nur verhindern, daß durch die Textiloberfläche Wassertropfen auf die Membran gelangen und die Poren verstopfen. Eine Jacke / Hose, die Regenwasser aufsaugt anstatt abzustossen, passiert nämlich genau das. Und dann nutzt die beste Mebran nichts mehr, sondern mutiert dann zur nicht-mehr-atmungsaktiven Gummihaut. Das gleiche passiert, wenn sich Aussen- und Innentemperatur angleichen, nur dass die Wassertropfen die Membran in dem Fall von innen verstopfen. Der Wasserdampf kann bei fehlendem Temperaturunterschied nicht mehr abtransportiert werden, sammelt sich sich als großmolekülige Wassertröpfchen und macht die Membran dicht. Gruß aus der Eifel



    editiert von: Tigris, 03.07.2008, 12:50 Uhr

  • Servus,


    ich hab da so ne uralte Membranjacke rumliegen, die ich nur bei Schlechtestwetter und mit Futter an kalten Tagen in Kurzstrecken nutze. Imprägnierspray hat noch nie viel gebracht. Jetzt rumpelt in meinem Kopf grad die Idee rum, die Atmungsaktivitätssupertrooperfunktionalität mal über den Haufen zu werfen und das Ding mittels nem Paraffin/Bienenwachsblock warm zu behandeln.....
    Okay, oder besser nicht und so weiternutzen wie bisher? (umständlich zusätzliche Regenjacke)


    Grüße, Hutti (Hans)

    Einmal editiert, zuletzt von hutti ()

  • Ich behandle meine Funktionswäsche immer sehr sensibel: Feinwaschgang, Perwoll und nicht in der prallen Sonne/an der Heizung/im Trockner trocknen sondern langsam. Und keine Weichspüler.


    Imprägnieren muß man das Zeug ja auch alle 3-5 Wäschen oder Starkregenfahrten (so steht´s bei meiner Vanucci Kombi, die hat eine Sympatex Membran).

    Die Reusch Touren Kombis bestehen zu großen Teilen aus Wildleder, das hat ja eh keine Wasserdichtigkeit auf Dauer und die Membran ist nicht so hochwertig wie Sympatex...Wenn sie nicht nachimprägniert werden, perlt das Wasser nicht mehr ab sondern wird aufgesogen.


    Letztendlich ist die Reusch meines Erachtens nicht für 8 Stunden Dauerregen ausgelegt. Bei Starkregen habe ich immer Regenklamotten drübergezogen (wenn ich es denn noch rechtzeitig geschafft habe):S...

  • Keine Probleme mit 2 Lagen Gore-tex . ( Membran in der "Aussenhaut" )

    Die Klamotten sind dicht, da das Wasser aussen bleibt und der Aussenteil nicht bis zur Membran voll Wasser gesaugt - starker Abkühleffekt, man denkt man wird Nass weil es kälter wird. 2 Wochen Norwegen mit viel Regen ( 8 Std. tägl.) = trocken , keine Regenkombi nötig. Jacke und Hose sind 5 Jahre alt und trocken. Die alten Klamotten mit Mebran innen werden nur an heißen Sommertagen für kurze Strecken genutzt - sind leichter und "luftiger" .

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