Hi Sid, die ganze Theorie ist kompliziert. Zum Thema Geschwindigkeit und Schräglage: um eine Kurve zu durchfahren, brauchste Schräglage. Je enger die Kurve ist, um so mehr Schräglage bei gleicher Geschwindigkeit nötig. Anders herum: je höher die Geschwindigkeit in der selben Kurve, um so mehr Schräglage muß man fahren. Was Dir auffiel, dürfte eher auf technischen und physikalischen Gesetzen beruhen: Ein breiter Reifen läßt den Schwerpunkt der Aufstandsfläche wandern, also ist mehr Schräglage nötig. Eine Enduro hat einen hohen Schwerpunkt, was sie aber nicht unhandlich machen soll. Da passende Reifen drauf und sie soll recht schnell zu bewegen sein. Verschiedene Kurvenstile lassen einiges zu. Mit Drücken bleibst Du aufrecht und die Maschine muß weit runter, was sie kratzen läßt. Legt man sich mit rein: weniger Schräglage und sie wird noch nicht kratzen. Wie es genau funktioniert, schau mal was die Profis schreiben. cu Struppel
Schräglage/Kurvengeschwindigkeit/Kurvenradius/Schwerpunkt?
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Gelöschter Benutzer -
4. Juni 2005 um 19:37
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Hallo Leute. Kann mir jemand von euch den Zusammenhang von Schräglage, Kurvengeschwindigkeit, Kurvenradius und der Höhe des Schwerpunkts eines Bikes erklären? Ich saß heute mit einem leckeren Schokoeis an einer hochfrequentierten Kurve. Die Beobachtungen waren ganz interessant: 1.) Einmal kamen zwei Bikes angeflogen mit der gleichen Geschwindigkeit. Eines hatte fast keine Schräglage und beim anderen schliff das Knie auf dem Asphalt. Das legt den Schluß nahe, daß man bei gleichem Kurvenradius und gleicher Geschwindigkeit unterschiedlich Schräglagen fahren kann. 2.) Enduros kamen scheinbar immer aufrechter ums Eck als Sportler. Das kann am ersten Punkt liegen, aber auch am Schwerpunkt, der bei einer Enduro höher liegt. Was meint ihr? - Mich interessiert nun brennend der Zusammenhang zwischen den Einflußfaktoren und die Grenzen, ab denen was passiert. Last but not least wäre interessant zu wissen was passiert. Das ist nun, zumindest für mich, auf den ersten Blick nicht sooo einfach.
Viele Grüße
Siddhartha -
Hallo Lutz, das laesst sich nicht mit wenigen Worten erklären. Auf Seite 106 im TOURENFAHRER 6/2005 gibt es ganz aktuell den 1. Teil von "PRAXIS-Fahrtipps" in dem es um Kräfteverhältnisse beim Kurvenfahren geht. Dabei werden auch grundlegend die drei Schräglagen "Klassischer Stil", "Hanging off" und "Drücken" erklärt. Sollte man sich mal durchlesen :wink:
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hmmm... mal im gedächtnis kramen, was ich dazu weiß.... man kann ein moped durch "drücken" oder "hängen" (knieschleifer) in die schräglage kriegen. die schwerpunkte in der längsachse ändern/verlagern sich dadurch irgendwie. schräglage und geschwindigkeit bedingen aber einander: je schneller, umso mehr schräglage möglich/nötig, um durch die kurve zu kommen. bei langsamer fahrt ist keine schräglage möglich, weil die seitenkräfte fehlen. fahren zwei möppis mit gleicher geschwindigkeit durch die kurve, wird der, der das moped unter sich "wegdrückt" mehr schräglage haben, als der, der sie mit hanging off durchfährt. bedeutet umgekehrt: haben zwei mopeds die gleiche schräglage, wird der "drücker" langsamer sein, als der "hänger". ergibt in der praxis: will ich mit möglichst hohem tempo eine kurve durchfahren, tu ich das mit hanging off (gruß vom rossi...), da dadurch ein "mehr" schräglage möglich ist. für eine engere kurve drücke ich das moped, da dadurch trotz schräglage ein "weniger" an tempo nötig ist. versuch mal, ganz langsam im kreis zu fahren: verlagerst du nun dein körpergewicht auf die außenseite, kann der kreis noch enger werden, weil durch die verlagerung der längsachsenschwerpunkt ebenfalls nach weiter außen getragen wird und das moped somit wieder "im gleichgewicht" ist und nicht umfallen kann. so funktioniert "drücken". so lassen sich auch problemlos wendemanöver auf engen straßen durchführen... ich hoff, ich hab's einigermaßen verständlich ausgedrückt. (ist gar nicht so leicht, theoretisches wissen in worte zu packen....) schräge grüße susi
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Hi, ein kurzer Versuch... je breiter der Reifen des so weiter wandert der Kontaktpunkt zu Fahrbahn bei Schräglage nach aussen, man muß weiter umlegen bei gleicher Geschwindigkeit. Anders gesagt: Durch den größeren Radius des Breitreifens muß ich einen weiteren Weg umlegen um die Fliehkräfte zu überwinden/auszugleichen. je höher der Schwerpunkt des so mehr Hebelkraft kann ich durch Schräglage der Fliehkraft entgegensetzen. Man braucht so weniger Schräglage um die Fliehkräfte zu überwinden/auszugleichen. Theorie+Praxis...
:idea:
LG
Udo -
P.S. Newton war doch kein A...loch, alles hat seine Grenzen!! Danach ist Erdkunde.
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Hallo Leute. Susi schrieb: "... schräglage und geschwindigkeit bedingen aber einander: je schneller, umso mehr schräglage möglich/nötig, um durch die kurve zu kommen. ..." Ehrlich gesagt, verstehe ich es noch nicht ganz, aber ich tippe mehr auf das Wort "möglich" als auf "nötig".
Mein Kumpel ist voll der Mopedprofi und fährt sogar auf einer R6 Rennen. Der peilt die Sache wirklich! Und ich bin voll der Anfänger, weil ich erst im August 04 das Patent machte.
Er wollte letztens mit mir üben und wir gingen auf einen großen Parkplatz. Er setzte sich auf meine Transalp und lies bei je einer Kreisfahrt links und rechts die Fußrasten schleifen. Voll locker mit 35 km/h.
Nun fuhr ich heute die selben Kreise und dachte, Geschwindigkeit bedingt Schräglage. Ich wollte langsam einfahren und soft Gas geben, bis die Raste kratzt.
Bei 60 km/h gab ich auf! :shock: Ich war noch weit davon entfernt, daß die Raste kratzt.
Entweder ich hab nun die Speed des Kumpels massiv unterschätzt. Oder es gibt noch andere Einflußfaktoren.
Ich vermute, Susi hat recht, wenn sie schreibt:
"...
schräglage und geschwindigkeit bedingen einander: je schneller, umso mehr schräglage ist möglich.
..."
Aber ich vermute, daß auch bei niedrigen Speeds erhebliche Schräglagen möglich sind. Mein Kollege war erstaunlich langsam, erstaunlich schräg.
Viele Grüße
Siddhartha -
Hi Sid, die ganze Theorie ist kompliziert. Zum Thema Geschwindigkeit und Schräglage: um eine Kurve zu durchfahren, brauchste Schräglage. Je enger die Kurve ist, um so mehr Schräglage bei gleicher Geschwindigkeit nötig. Anders herum: je höher die Geschwindigkeit in der selben Kurve, um so mehr Schräglage muß man fahren. Was Dir auffiel, dürfte eher auf technischen und physikalischen Gesetzen beruhen: Ein breiter Reifen läßt den Schwerpunkt der Aufstandsfläche wandern, also ist mehr Schräglage nötig. Eine Enduro hat einen hohen Schwerpunkt, was sie aber nicht unhandlich machen soll. Da passende Reifen drauf und sie soll recht schnell zu bewegen sein. Verschiedene Kurvenstile lassen einiges zu. Mit Drücken bleibst Du aufrecht und die Maschine muß weit runter, was sie kratzen läßt. Legt man sich mit rein: weniger Schräglage und sie wird noch nicht kratzen. Wie es genau funktioniert, schau mal was die Profis schreiben. cu Struppel
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Hallo Leute. Nun habe ich Google genutzt und kam zu folgender Erkenntnis: Von einander abhängig sind Schräglage, Kurvenradius, Geschwindigkeit, Reifenbreite und die Höhe des Schwerpunkts. Ändert man immer nur eine Größe und bezieht es auf die Schräglage, verhält es sich wie folgt: * Enger Kurvenradius viel Schräglage, großer Radius wenig Schräglage. - Das wusste sogar ich.
* Viel Speed viel Schräglage, wenig Speed wenig Schräglage.
* Breite Reifen viel Schräglage, schmale Reifen wenig Schräglage.
* Hoher Schwerpunkt (Enduro) wenig Schräglage, niedriger Schwerpunkt viel Schräglage.
Und ob ein Bike mit den Rasten aufsetzt hängt noch von der Beladung ab. Einfach weil es mit hoher Beladung tiefer einfedert.
Da nun mein Kollege auf meinem Bike fuhr und in derselben Kurve wie ich, muß er schneller als ich gewesen sein. Anders lässt es sich nicht erklären.
Ich tröste mich nun damit, daß die Geschwindkeit quadratisch in die Schräglage eingeht. Also sooooooo viel schneller muß er nicht gewesen sein.
Viele Grüße
Siddhartha -
Hi! Hier ein Buchtip zum Thema: Spiegel , Bernt Die obere Hälfte des Motorrads Vom Gebrauch der Werkzeuge als künstliche Organe sofort lieferbar 3., überarb. u. erw. Aufl. 2002. 296 S. m. 77 meist farb. Abb. 21 cm MOTORBUCH VERLAG Einband: Gebunden Best.-Nr. 8137044 ISBN 3613022680 EUR 24,90 Beschreibung Es ist schon ein Weilchen her, dass sich Kaiser Karl V. die höchst philosophische Frage stellte, ob das Pferd Teil des Reiters sei oder der Reiter ein Teil des Pferdes. Die Frage selbst ist heute wieder interessant, aber die meisten der Jungs und Mädels mit den Integralhelmen wissen freilich längst die Antwort: Nur wenn Mensch und Maschine eine Einheit bilden, fährt man schnell, sicher und vor allem gut Motorrad. Doch das was so spielerisch-leicht aussieht, ist in Wirklichkeit eine höchst komplexe Angelegenheit, die ein unglaublich hohes Maß an Koordination, Konzentration und Anpassungsfähigkeit erfordert. Bernt Spiegel zeigt in seinem Buch, wie man die Einheit von Fahrer und Maschine wirklich erreicht. Diese "ganz andere Fahrschule" beschreibt auch die Grundlagen der Fahrphysik, wie man ein perfektes Fahrertraining aufbaut und seine Fähigkeiten im Sattel realistisch einschätzt. Denn auch das ist klar: Gutes Motorradfahren fängt immer im Kopf an.
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[quote="*siddhartha*"]Hallo Leute. .... Mein Kumpel ist voll der Mopedprofi und fährt sogar auf einer R6 Rennen. Der peilt die Sache wirklich! Und ich bin voll der Anfänger, weil ich erst im August 04 das Patent machte. .... Hallo Kumpel, warum fragst Du den nicht und nervst uns? Grüße willie
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Hallo Leute, nun ist die Sache rund. Danke für die Beiträge! Das mit der Reifenbreite hätte ich nicht erahnt und daß die Schräglage direkt an der Kurvengeschwindigkeit hängt, bezweifelte ich. @Carsten Das Buch werde ich kaufen, da mich das nun interessiert. Nicht zuletzt deshalb, weil jeder etwas anderes erzählt und mit der Physik alles objektiviert werden kann.
@Willie
Wenn ich vermutet hätte, daß ich Dich hier nerve, hätte ich mich nicht getraut mich hier zu unterhalten. :roll:
Viele Grüße
Wolfgang -
Hallo, Siddharta, (auch) Spätberufene sind mir sympathisch, bin selber einer. Und kann die Buchempfehlung "Die obere Hälfte des Motorrades" (das bin ich; Ihr seid das auch :wink: ) nur bekräftigen: liefert Einsichten, Kenntnisse in fahrphysikalische Zusammenhänge, enthält praktische "Fahranweisungen", jede Menge Infos zu menschlichen Lern- und Verhaltensweisen und Aha-Effekte, oft anhand Beispielen aus anderen Lebensbereichen. Gelesen, mit dem Gelesenen im Kopf mich selbst (und/oder andere) beobachtet beim Fahren, gelernt (mehr als in der Fahrschule !) - natürlich laaaaaange noch nicht ausgelernt, doch das gibts wohl eh nicht. Und spannend geschrieben ists auch. Gude aus Hesse Werner
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Hallo Leute. Werner hat den Nagel auf den Kopf getroffen!!!
Ich verstehe mich mit meinem Renn-R6-Kumpel sehr gut auf dienstlicher, privater und menschlicher Ebene. Aber möppi-technisch kann ich mich mit ihm nicht unterhalten. Der hat einfach mit 18 Jahren exzessiv Mopedfahren gelernt ohne das Hirn je benutzt zu haben. Der kann es und weiß nicht wieso, obwohl er sehr helle ist.
Hätte ich mit 18 das Moped-Patent gemacht, wäre ich schlimmer gewesen und jetzt schon vermutlich tod.
Das Leben spielte mich jedoch aus und ich machte das Patent erst mit 34. Dabei war ich selbst überrascht, was ich für ein Angsthase geworden bin. :?
Es ist halt so. Heute muß ich erst verstehen, was ich riskiere, bevor ich es tue. Man wird einfach älter. - Eigentlich schade!
Haut es mich nun mit meiner alten Transalp mit 40 km/h und 45° Schräglage aufs Maul, ist das nicht so dramatisch. Aber vor den Leitplanken mit über 100 km/h habe ich einen heiden Respekt.
Wer nun weiß wie man eine R6 oder eine R1 überland fährt, wenn man es kann, weiß, daß ich mit so einem "Kollegen" nicht klar kommen kann.
Und so taste ich mich nun langsam aber mit viel Spaß an die Sache heran. Und ich vermute, anderen ergeht es nicht anders.
Viele Grüße
Siddhartha -
Zitat von *siddhartha*
Hallo Leute. Und so taste ich mich nun langsam aber mit viel Spaß an die Sache heran. Und ich vermute, anderen ergeht es nicht anders. Viele Grüße Siddhartha
Hi siddhartha, genau so geht es mir auch. Ich habe den Schein vor zweieinhalb Jahren gemacht und taste mich immer noch langsam an die Sache heran. Nichts übereilen und immer so fahren, dass noch etwas Asphalt unter dem Reifen ist, wenn es unter den Reifen grün wird, ist es meist zu spät. Aber vorsicht, man kann auch mit 45 km/h einen schweren crash bauen. Einige Kumpel haben den Crash mit 100 km/h heil überstanden und der mit 45 hat sie aus den Socken gehauen. Also immer langsam angehen lassen. Denke immer daran, Du fährst für Dich und Deinen Spass und nicht für die Gallerie. Wünsche noch ALLEN eine UN- und Umfallfreie Saison Gruss brummi-1952
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hab auch das buch "die obere hälfte des motorrad". was ich noch empfehlen kann ist "perfekt fahren mit motorrad". kauf mir immer übern winter was zum lernen ;-). allerdings nehm ich mir dann nicht vor, etwas genau so zu machen wie beschrieben. will damit sagen das ich beim fahren net drüber nachdenk was auf seit 165 oder so steht ;-). das würd mich dann zu sehr vom fahren abhalten gruß chris
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Zitat von *siddhartha*
Und so taste ich mich nun langsam aber mit viel Spaß an die Sache heran. Und ich vermute, anderen ergeht es nicht anders.
genau so isses richtig. selbstüberschätzung und blauäugigkeit haben noch nie zu was gutem geführt. spaß muss die sache machen. und damit sie auch sicher ist, kann man einiges dafür tun. etwas theoretisches wissen schadet in keinem fall (kann den spiegel auch nur empfehlen). wenn man auch nicht ständig seinen fahrstil auf die gelernte oder angelesene theorie kontrollieren sollte (siehe chris: vor lauter denken nicht mehr entspannt fahren können), fällt einem doch in der einen oder anderen situation plötzlich eine erkenntnis wie schuppen aus den haaren... allen gute fahrt
susi -
Zitat von *siddhartha*
Und so taste ich mich nun langsam aber mit viel Spaß an die Sache heran. Und ich vermute, anderen ergeht es nicht anders.
Das ist doch perfekt.
Geschwindigkeit ist aus meiner Sicht beim Moppedfahren kein Wert an sich - es sei denn, man verdient seine Brötchen damit - sondern Mittel zu dem Zweck, Spaß zu haben. Hat nun einer bei einer geringeren Geschwindigkeit Spaß, ist das doch gut. Die Schnelleren haben ja nicht mehr Spaß als die Langsameren. Wichtig ist IMHO nur, daß man innerhalb seines Wohlfühlbereichs fährt.
Der verschiebt sich sowieso mit der Zeit nach oben. Leider muss ich sagen, denn die Reaktionsgeschwindigkeit der anderen (wendende Rentner, vorfahrtnehmende Dosen, von Wildscheinen etc. ganz zu schweigen) verändert sich ja nicht. Und in solchen Situationen macht es schon einen Unterschied, ob ich mit 30 Meter pro Sekunde oder 50 unterwegs bin.
Moppeds wie die R1 oder auch schon eine 1000er Fazer kann man auf Landstraßen eigentlich nicht mehr halbwegs legal und trotzdem im Spaßbereich bewegen. Ich persönlich fahr zum Beispiel bewusst ein Mopped ohne Windschutz, um mich einzubremsen.
In diesem Sinne, genieß diese Phase, morgen brauchst Du eine höhere Geschwindigkeit, um Deinen Spaß zu generieren.
Ralf -
... klar, mensch kann (und sollte) nicht ständig mit theoretischem Lehrbuch im Kopf unterwegs sein; es macht Sinn, die eine oder andere Sache auf einer "individuellen Übungsfahrt" schlicht einmal auszuprobieren, eben weil es beim Mopedfahren viel mehr Gesetzesmäßigkeiten gibt, als mensch sich vorstellt (als Anfänger besonders). Wenn ich beispielsweise (theoretisch) weiß, wie eine Kurve angefahren werden sollte, und ich das dann ein paar Mal bewusst (!) praktiziere, stellt sich schnell eine Verselbständigung des so Gelernten ein. Und noch größeres Gewicht hat, nach meiner Erfahrung, sich ein paar vernünftigen Geistern anvertrauen zu können, also mit anderen zu fahren, die eine gesunde Mischung aus Fahrfreude und Respekt vor den Grenzen des Spasses haben. Gude aus Hesse Werner
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WGF Seit ich Spiegel gelesen habe, trainiere ich auf jeder Fahrt gezielt 1 Sache (aber eben nur 1). So macht man's bei jedem anderen Sport ja auch. Mich bringt das voran. Ich kenne aber auch Leute, die wissen nix, trainieren nix und fahren trotzdem viel besser als ich. :roll: [quote:774ce69ccc]Und noch größeres Gewicht hat, nach meiner Erfahrung, sich ein paar vernünftigen Geistern anvertrauen zu können, also mit anderen zu fahren, die eine gesunde Mischung aus Fahrfreude und Respekt vor den Grenzen des Spasses haben. [/quote] Mh mh ... anvertrauen ... ich sehe häufiger das Verhalten "wenn der durch die Kurve kommt, kann ich das auch" und genau das stimmt ganz und gar nicht. Besser, man fährt sein eigenes Tempo und traut (nur) sich selbst. Ralf
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... anvertrauen, Vertrauen in andere setzen bedeutet nicht, die Eigenverantwortung in der Garage liegen zu lassen (interessant in diesem Zusammenhang ist die in "Talk: Mal ne Frage" auch schon diskutierte Sache der Gruppenfahrten). Schönen Tag, Gude aus Hesse Werner
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ich finde, es spricht nix dagegen, den vorausfahrenden zu beobachten und, sofern er sicher und mit reserven fährt und weiß, was er tut, sich von ihm auch mal was abzugucken oder "ziehen" zu lassen. das heißt aber nicht, dass man merkbefreit und in buchstäblich blindem vertrauen jemandem hinterherheizen soll, eigene (un)fähigkeiten völlig ignorierend. man muss immer bedenken, dass der mit der größeren erfahrung auch in gefährlichen situationen "besser" reagieren kann. ein anfänger ist schnell überfordert, wenn er, mit tunnelblick auf 's nummernschild des vorausfahrenden fixiert, eine notsituiation meistern soll. jeder ist für sich selbst verantwortlich! viele grüße susi
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"Jeder ist für sich selbst verantwortlich" - volle Zustimmung. "Ziehen lassen ist ok" sehe ich persönlich nicht so. Beispiel: der Vorausfahrende lenkt sehr schnell ein (weil er das gezielt trainiert hat) und wählt seine Geschwindigkeit so, daß er mit moderaten 35 Grad Schräglage durch die Kurve geht (und also reichlich Reserven hat). Er bleibt am Gas und zieht sauber durch. Der Hinterherfahrende lenkt ein paar Zehntelsekunden langsamer ein. Um das auszugleichen, müsste er deutlich mehr Schräglage einnehmen. 50 Grad sind ihm aber nicht möglich. Das merkt er in der Kurve, schon in Schräglage. Also geht er vom Gas, bremst vielleicht sogar. Das Gewicht verschiebt sich nach vorne, das Vorderrad rutscht ... just my 2 cents ...
Ralf -
Aber wie Susi so schön sagte: das heißt aber nicht, dass man merkbefreit und in buchstäblich blindem vertrauen jemandem hinterherheizen soll, eigene (un)fähigkeiten völlig ignorierend. Ziehen lassen insofern, daß man einem besseren einfach mal in der Linie folgt, sieht, wo er bremst, wie er Kurven anfährt. wenn man das in seinen Grenzen macht, lernt man durch hinterherfahren eine ganze Menge. Das Kurvenfahren fängt vor der Kurve an. Hat man dort alles richtig gemacht (bremsen, runterschalten), fährt sich die Kurve von alleine. Viele Anfänger bremsen Kurven viel zu früh oder zu spät an. Damit bekommt man keine saubere Linie mehr. Zu früh, dann muß man wieder Gas geben um in der Kurve nicht umzufallen. Zu spät, dann fährt man ohne Last hinein und muß dann ebenfalls wieder Gas geben und dann eiert man auch durch die Kurve.
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Zitat von TKuehn
Aber wie Susi so schön sagte: das heißt aber nicht, dass man merkbefreit und in buchstäblich blindem vertrauen jemandem hinterherheizen soll, eigene (un)fähigkeiten völlig ignorierend. Ziehen lassen insofern, daß man einem besseren einfach mal in der Linie folgt, sieht, wo er bremst, wie er Kurven anfährt. wenn man das in seinen Grenzen macht, lernt man durch hinterherfahren eine ganze Menge.
ja, so hab ich das mit "ziehen lassen" auch gemeint: beobachten, ob der vorausfahrende evtl. runterschaltet/und oder bremst und am selben punkt in die kurve einlenken, dabei den abstand weder vergrößern noch verringern und dann die sache "durchziehen". eben so wie z.b. bei einem kurventraining, wenn die meute dem instruktor folgt. aber wie gesagt: damit meine ich NICHT, jemandem nachzueifern, der am rande des wahnsinns durch die kurven fetzt! viele grüße susi
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