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Fronleichnam am Freitag - In den Spessart

  • Spilles
  • 10. Juni 2020 um 13:31
  • Spilles
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    • 10. Juni 2020 um 13:31
    • #1

    Hey!

    Angesichts der Wetterlage habe ich beschlossen, meinen traditionellen Fronleichnams-Ausflug in den Spessart dieses Jahr am Brückentag-ist-fast-Feiertag-Freitag stattfinden zu lassen.

    Da diese Fahrt im Dreiländereck-BaWü-Bayern-Hessen abläuft, mach ich mal ein Experiment und stelle sie in alle drei Regionalgruppen ein. Vielleicht gibt es jemand im hessischen oder bayerischen, der/die auch dort unterwegs ist. Ich wäre nicht abgeneigt, mich dort "oben" ein wenig herumführen zu lassen.

    Meine eigene Planung sieht so aus:

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    Link zur Tour bei Kurviger

    Natürlich darf sich auch gern jemand bei mir anschliessen. Es sind etwa 350km, Fahrstil zügig aber führerscheinkompatibel, mindestens eine richtige Vesperpause, z.B. an der Bayrischen Schanz.

    Bis dann, Gruß:

    Spilles

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

  • Servette
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    • 11. Juni 2020 um 22:26
    • #2

    Hey Spilles, ich wäre dabei, wenn du die Nachricht hier noch mitkriegst.

    Gruß

    Erik

  • Spilles
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    • 16. Juni 2020 um 16:37
    • #3

    Hallo Gemeinde!

    Es regnet hier nun schon wieder den dritten Tag in Folge. Am letzten Freitag war es schön, hat genau gepasst mit meiner Tour.

    Die Nachricht von Erik hatte ich am Donnerstagabend nicht mehr gesehen und so war ich alleine unterwegs. Ich schreibe mal eine kleine Story dazu, vielleicht interessiert's ja den ein oder anderen.

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

  • Spilles
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    • 16. Juni 2020 um 19:48
    • #4

    Irgendwas mit Räubern....

    So muß wohl die Überschrift einer Tourbeschreibung durch den Spessart lauten, denn das machen gefühlte 90% aller Zeitschriftenartikel mit diesem Thema schließlich auch so. Zu den Räubern komme ich später vielleicht noch...

    Zunächst geht's mal am Rand des Odenwalds los, an der Jagst starte ich Richtung Nordosten. Ein kurzer Schlenker bringt mich in eine wenig befahrene Gegend mit guten Straßen und schöner Landschaft, wo das morgendliche Dahin-Gleiten so richtig Spaß macht.

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    In Hardheim wird getankt. Der Plan sieht vor, die folgenden 250km nicht drüber nachdenken zu müssen, denn das sollte auch für die Rückfahrt bis kurz vor der Ankunft reichen. An einem richtigen Fronleichnam -ein Feiertag bei den rechten Leuten- hatte ich schon mal recht knapp eine der nicht ganz so häufigen Tankstellen im Zielgebiet gesucht und angefahren und stand dann vor geschlossenen Zapfsäulen.

    Also, erledigt, weiter geht's, über die L521 Richtung Miltenberg. Hier ist deutlich mehr Verkehr und es wird gerne mal mit den Autos gespielt. Heute ist aber ein Werktag, es sind auch LKW unterwegs. Glück gehabt, nur ein polnischer Kleinlaster, dessen Fahrer allerdings jede Kurve schneidet. Eine große Gruppe Motorradfahrer, alle mit den gleichen Maschinen mit identischer Gepäckausrüstung, ist auch unterwegs.

    Am Ortseingang von Eichenbühl geht's rechts ab, durch ein paar echte Serpentinen, die gefühlt noch mitten im Ort liegen und daher etwas überraschen können, hoch auf die Neunkirchener Höhe. Kaum oben angekommen, wo der Blick ungehindert und weit schweifen kann, tauche ich wieder hinab in den Wald, Richtung Main. In Mondfeld gibt es eine kleine Fähre, die einzige Möglichkeit zwischen Wertheim und Miltenberg, den Main zu überqueren.

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    Am jenseitigen Ufer bin ich dann endgültig in Bayern und hier beginnt auch der Spessart. Ich tauche ein in den Altenbucher Forst, es geht eine Weile bergan. Es gilt, den Hauptrücken des Mittelgebirges, der sich über 75km von Miltenberg bis nach Schlüchtern zieht, zu überqueren. Die Straße ist ein wenig holprig, also wird das Gas etwas zurückgedreht. Auf kurvenreicher Bergstrecke erreiche ich die Passhöhe, nun geht es ebenso kurvig wieder bergab zur AB15.

    Der nächste, etwa 20km lange Abschnitt - von Dammbach bis auf die B26 - führt komplett durch geschlossenen Wald, von der kurzen Querung der Autobahn A3 mal abgesehen. Hier ist es dunkel und kühl, Verkehr gibt es nur wenig, und man kann auch mal ein bisschen flotter fahren.

    Die B26 ist zwar super ausgebaut, aber auch stärker befahren und mit vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverboten belegt. Ich lasse es ruhiger angehen, rolle im Verkehr mit. Wenig später erreiche ich Lohr am Main, das mit seiner schönen Altstadt durchaus einen Besuch wert ist. Bei früheren Touren habe ich auch mal eine Pause auf dem großen Parkplatz direkt am Mainufer gemacht. Wer an so was Interesse hat, kann hier die örtliche Autotuner-Szene und ihre Fahrzeuge bewundern.

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    Heute bleibe ich auf der B26 und habe die Stadt bald wieder verlassen. Es geht am Main entlang, nach guten 10km biege ich links ab und tauche wieder in die hügelige Landschaft des Spessart ein. Über Ruppertshütten erreiche ich nach kurzer Zeit die Bayrische Schanz. Das ist eine überregional bekannte Waldgaststätte, direkt an der Landesgrenze zu Hessen. In früheren Zeiten war das eine Zollstation, daher der Name.

    Hier ist - wie immer an solchen Tagen - reger Betrieb. Zahlreiche Motorräder, Autos, Radfahrer und Wanderer treffen sich hier. Der Biergarten hat geöffnet und ist gut gefüllt, der Trubel reizt mich aber nicht.

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    Früher habe ich mich an einen der Tische im Schatten der großen Bäume gesetzt, mein Vesper verzehrt und mir den Betrieb eine Weile angesehen. Die Bäume gibt es nicht mehr, alles komplett abgeholzt. Die Anlage wirkt so etwas kahl. Ich unterhalte mich noch mit einem gerade eingetroffenen Ducati-Fahrer darüber, er ist der gleichen Meinung. Nachdem ich mich gestärkt habe, fahre ich weiter.

    Nun folgen einige eher offene Täler, alles sehr schön anzuschauen. Ich halte mich links und komme über Fellen und Aura in den nördlichsten und für mich landschaftlich schönsten Bereich meiner Ausfahrt.

    Bisher habe ich die Stadt Bad Orb immer gemieden, heute will ich wenigstens mal schauen. Im kompletten Stadtgebiet gilt Tempo 40. Das ist für mich OK, ich kenne das von vielen Kurorten im Schwarzwald. Leider gibt es dort die um sich greifende Seuche, alles auf 30 herabzustufen. Eine längere Ortsdurchfahrt mit 30 ist ein Ärgernis, die an sich lächerlichen 10km/h Unterschied machen da viel aus.

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    Der Stadtkern von Bad Orb ist nicht so groß und liegt bald hinter mir. Nach kurzer Fahrt am nördlichen Rand des Spessarts biege ich wieder nach Süden ab. In dieser Ecke war ich bisher nicht. In guter Erinnerung bleiben mir die Fahrt durch den Wald über die Breitenborner Höhe und die AB19 von Schöllkrippen hoch zum Engländer.

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    Die Engländer-Straße ist zwar stark reglementiert, mit Tempolimits von 70 und 50, aber die Locals scheint das nicht groß zu stören. Es gibt schon einige enge Kehren wo man aufpassen muß, es kann sein, ich hab nicht zu jedem Zeitpunkt meinen Tacho voll im Blick gehabt.

    Nach etwa 10min auf der interessanten Straße erreiche ich den nächsten gut bekannten Motorrad-Treff, das Waldhaus Engländer. Hier finden sich mehr skurrile Typen und Individualisten als an der Schanz, so mein Eindruck.

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    Es ist schon recht spät, also halte ich mich nicht lange auf und fahre bald weiter.

    Auf der anderen Seite der Kreuzung geht es steil runter nach Jakobsthal, hier war ich in den vergangenen Jahren schon des öfteren. Die Straße ist einwandfrei und es läuft gut. Bei Heigenbrücken geht es nach einer echt gemeinen 180°-Spitzkehren-Vorfahrt-gewähren-Einmündung wieder bergauf durch den Wald. Über den Herzberg erreiche ich schließlich wieder die B26. Eigentlich sollte es direkt gegenüber weitergehen, aber da ist eine Straßensperre. Also wieder auf die Bundesstraße.

    Die hat schon ein paar Kurven, die werden aber erst ab 120 überhaupt interessant. Ich gebe mal kurz Gas, ich bin völlig alleine unterwegs und habe kein schlechtes Gewissen dabei. Nach wenigen Minuten geht es rechts ab, in die ursprüngliche Richtung.

    Hinter Rothenbuch brause ich auf die Abzweigung der AB6 zu, wo ich wieder auf meinen Anfahrtsweg in den Spessart stoße. Da ist eine baumbestandene Verkehrsinsel mitten drin, aber im Gegensatz zu heute morgen brauche ich ein bisschen länger um das zu realisieren und muß kräftig in die Bremse langen. Vielleicht hätte ich beim Engländer doch einen Kaffee trinken sollen.

    Kurzer Einwurf: Wenn man sich hier Richtung Weibersbrunn hält, dann kommt man über Hessenthal nach Mespelbrunn. Und hier kommen dann endlich die Räuber ins Spiel, denn das Schloß Mespelbrunn diente als Kulisse für den erfolgreichen deutschen Spielfilm "Das Wirtshaus im Spessart" von 1958, der mit der bezaubernden Lilo Pulver in der weiblichen Hauptrolle die Deutschen begeisterte.

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    Nach Querung der A3 zweige ich vom Anfahrtsweg wieder ab, ich will noch auf die Geishöhe bei Dammbach. Hier mache ich nochmal eine Pause, esse ein paar Kekse und bringe meinen Blutzuckerspiegel wieder auf Vordermann.

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    In Richtung Main liegen die letzten Ausläufer des Spessart. Die Strecke über Miltenberg bis Amorbach ist nur mäßig interessant. Bei der Anfahrt auf Amorbach trifft man eigentlich immer an solchen Tagen auf Motorrad-Ausflügler, das ist heute nicht anders. Die meisten biegen nach Westen auf die B47 ab, die quer durch den Odenwald, über Michelbach und Lindenfels, bis nach Worms führt.

    Ich fahre weiter Richtung Süden, jetzt kommt noch mal ein interessanter Streckenabschnitt. Von Buch führt die MIL42 über ca. 8km bestens ausgebauter Straße hoch nach Mudau. Zwischendrinn wechselt die Straße ihren Namen in K3971, denn hier verlasse ich den Freistaat Bayern zum letzten Mal auf meiner heutigen Tour. Ab jetzt bin ich wieder in heimatlichen Gefilden.

    Auf dem letzten Stück kommen noch ein paar flotte Kurven. Ich habe Glück, keine Autos oder sperrige LKW halten mich auf und so flitze ich in Nullkommanix die letzten Kilometer bis nach Hause.

    Das war ein langer, schöner Tag. :)

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

    2 Mal editiert, zuletzt von Spilles (16. Juni 2020 um 21:42) aus folgendem Grund: Name falsch

  • Sorella
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    • 16. Juni 2020 um 20:51
    • #5

    Bravo Spilles! Endlich mal ein schöner Tourenbericht, so wie er in diesem Forum nicht oft zu finden ist. Das lädt zum Nachfahren ein...(wenn's nicht so weit entfernt wäre...)

    Bin selbst letztes Jahr durch den Spessart gefahren und war ähnlich begeistert.

    Danke für die tolle Berichterstattung! :):thumbup:

  • Strolch
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    • 16. Juni 2020 um 21:07
    • #6

    Toller Bericht. Wir waren vor 3 Wochen dort und fanden es landschaftlich und fahrtechnisch super. 👍

    Dateien

    IMG_20200527_120756_autoscaled.jpg 460,46 kB – 0 Downloads IMG_20200527_132857_autoscaled.jpg 318,56 kB – 0 Downloads
  • Didi54
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    • 17. Juni 2020 um 11:52
    • #7

    Hallo Spilles,

    toller Bericht. Wundere dich nicht über LKW an Sonn- u. Feiertagen, die Regierung hat das Sonntagsfahrverbot wg.Corona aufgehoben.

    Könntest du uns die Gpx-Daten zur Verfügung stellen? Als Hilfe wenn wir auch mal in der Gegend sind. Danke.

    Schöne Grüße aus dem Rheinland

    Dietmar

    Liebe Grüße aus Hürth

    Dietmar


    Mit dem, was ich nicht weiß, könnten ganze Schulklassen sitzen bleiben.

  • Profiltester
    Gast
    • 17. Juni 2020 um 12:09
    • #8

    Danke für den Tourbericht! Lud die gleich mal bei Kurviger runter und sah sie mir in BaseCamp an. Danke!

    Nachtrag: Eine kleine Korrektur war in BaseCamp nötig, aber jetzt schauts gut aus.

    4 Mal editiert, zuletzt von Profiltester (17. Juni 2020 um 14:12)

  • Spilles
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    • 17. Juni 2020 um 12:39
    • #9
    Zitat von Didi54

    ... Könntest du uns die Gpx-Daten zur Verfügung stellen? Als Hilfe wenn wir auch mal in der Gegend sind. Danke.

    Hallo Dietmar, klick einfach auf den Link zu Kurviger in meinem ersten Beitrag. Dort kannst Du auch als GPX exportieren.

    Im Spessart kannst Du aber kaum was falsch machen, fahre einfach kreuz und quer zwischen den Orten herum. Fast jede Strecke hat ihren Reiz. Und so groß ist die Ecke ja nicht. ;)

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

  • Didi54
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    • 17. Juni 2020 um 13:05
    • #10

    Hallo Spilles,

    vielen Dank für deine Antwort. Habe die Tour abgespeichert.Danke.

    Liebe Grüße aus Hürth

    Dietmar


    Mit dem, was ich nicht weiß, könnten ganze Schulklassen sitzen bleiben.

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