Tach Leute, Wissend der Gefahr, daß ich mit diesem Beitrag nicht den Mainstream dieses Geburtstagsforums treffe, versuchs ich mal wieder mit nem Technik-Thread. Ich habe an meiner GS im Sommer ´13 meinen Endantrieb überholen lassen müssen. Ist ne recht Euronen-intensive Sache. BMW repariert nicht und tauscht nur aus. Ich glaube so ca. 1450 EURO + MwSt. Hab dann jemand gefunden, der mir den Endantrieb reparierte. Ergebnis: TOP-Arbeit, Kosten ca. 35%. Ich habe den EA ausgebaut und angeliefert. Zum Ausbau sind mittlere Schrauberkenntnisse notwendig. Gutes Werkzeug obligatorisch. Den Wellendichtring am Getriebeausgang macht man am besten gleich mit. Dazu muß das Federbein und die Schwinge raus. Die Mutter des Schwingenbolzens sitzt bombenfest, da eingeklebt. (Zum Lösen sind sicherlich 300 Nm notwendig, da knackt so ne geklebte Schraubverbindung schon recht heftig). Die Reparatur ist Neuteil-wertig, da alles, auch was die Änderung der Lagertechnik angeht, auf den aktuellen Stand gebracht wird. Im Übrigen denke ich, daß ich an der Notwendigkeit der durchzuführenden Reparatur aufgrund meines ungezügelten Einsatzes des Kärchers eine gewisse Mitschuld trage. Also, falls Bedarf besteht, meldet euch. Er repariert alle BMW-Endantriebe. Adresse suche ich dann raus. Gruß Volker
Endantrieb R 1200 GS
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Gelöschter Benutzer -
22. Januar 2014 um 20:46
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Hi Volker, Kärcher ... so schön praktisch sie auch sind - sie sind eine echte Gefahr für jedes Moped ! Habe bei meiner Kawa damals auch das Fett aus dem Hinterradlager "gepustet". Result: Hinterrad fest. Glücklicherweise ohne Sturz. Es fing an so grässliche Geräusche zu machen, daß ich angehalten hab bevor das Rad blockierte. Also all Ihr, die Ihr dies lesen solltet: Mit einem Kärcher nie zu dicht an die Lager jeglicher Art. Statt dessen einfach mal einen Lappen nehmen ! Macht zwar nicht so viel Spaß - aber so eine Reparatur wie von Volker beschrieben macht ganz sicher noch weniger Spaß ! Grüße, Axel
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Axel, Kawa Hinterradlager hab ich mit dem Kärcher auch schon geschafft. Vielleicht bin ich einfach nur lern- oder erfahrungsresistent, hoffentlich kein Alzheimer. Vielleicht meinte ich auch: So ne BMW muß das abkönnen. Ne ne, die 100 Euro Dinger bringen 140 - 160 bar. Das ist schon ne Hausnummer. Und da ich immer alles ausprobieren muß, habe ich mir bei der improvisierten Handreinigung ein bisschen Pelle weggeblasen. Tat nicht weh, da die Hände ohnehin ziemlich kalt waren. Tut erst später weh und heilt schlecht. Gruß Volker
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437536 Mach beim nächsten mal die Verbindung mit einem Heißluftföhn warm, dann geht sie leichter auseinander.
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Hallo Scheisswetterfahrer War letztes Jahr auf der Insel mit dem Krawattenknoten ..... wer dort war weis welche Insel ich meine und hatte dort eine 1150-er GS und ne 800 F gemietet. Es gibt auf dieser Insel praktisch nur einen guten Anbieter ..... leider nur BMW. Guter Service und nette kompetente Werkstattgespräche waren allerdings sehr willkommen. Naja ein Kardan liegt dort für jedes GS-Modell immer griffbereit im Ersatzteilregal, weil - ACHTUNG: Ein Kardan an einer GS so zwischen 30k bis 130k an Kilometern hält. Der Kardan ist an einer GS ein Verschleißteil !!!!! Für mich als Maschinenbauingenieur wäre das eine Katastrophe ..... für BMW´s der Alltag. Wohlgemerkt, das hat der Chef der Vermietung mit über 50 GS in den Größen 1150, 1200 und WasserGS mitgeteilt. BMW wäre wohl sehr Kulant bei den Kardanschäden ...... bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer im Hinterkopf die Frage: War es richtig eine Triumph Tiger mit Kette zu kaufen oder damals eine um 2000 Euro teurere GS. Die Antwort nach einer leicht verschlissenenen Kette bei 45500km und 220 Euro Kosten kann sich jeder selbst geben. Hoffe nur mein Freund, mit dem ich dieses Jahr wieder in Kaltern Touren unternehmen werde, hat an seiner GS nicht schon wieder wie vor drei Jahren beim Kilometerstand 850 km an einer neuen Mitmaschine, einen ausgelaufenen Kardanantreib der kurz vor dem sterben ist und die hintere Bremsscheibe vollständig einölen wird. Die Kulanz der BMW-Niederlassung in Nürnberg war danach das Hinterletzte für meinen Freund !!!! Verdorbener Urlaubsspass .... kennt man dort nicht. Er hat sich trotzdem eine GS gekauft .... selber Schuld.
Grüße
Hägartiger -
Hallo Hägartiger, Deine grundsätzliche Einstellung zu der unzureichenden Haltbarkeit der BMW Kardanantriebe kann ich nachvollziehen, um stimme dem zu. Du mußt natürlich schon, um Mißverständnisse zu vermeiden, zwischen dem eigentlichen Kardan = Welle mit 2 kardanischen Gelenken und dem eigentlichen Endantrieb = Getriebe mit Kegelrad und Tellerrad unterscheiden. Bei der Demontage zeigte sich, daß der Kardan, die Gelenke, 0-Spiel aufwiesen, also o.K. Aus dem Endantrieb lief trotz neuem Wedi Öl heraus. Ursache war ein mit der Hand spürbares Tangentialspiel. Also Endantrieb tot. Natürlich liefert BMW keine belastbaren Zahlen hinsichtlich der Haltbarkeit der Endantriebe. Trotzdem macht man sich, vor allem als Betroffener, Gedanken über die Aufrechnung 1 Endantrieb = 2 Kettensätze. Dabei werden, wie Du schon richtig darstellst lt. BMW beide Antriebe als Verschleißteil bezeichnet. Blödsinn. Nun warte ich mal, wie lange der Endantrieb nun hält. Vielleicht kommt zwischenzeitlich auch ne F 1000 GS oder S 1000 RR/GS auf den Markt. Gruß Volker
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Moin Volker! Man kann den Endantrieb aber auch durch ein "lückenlos gefülltes Werkstattinspektionsbuch" kaputtfahren! Meine Bmw stammt aus einer Arztfamilie. Die Inspektionen wurden immer für viel Geld in einer Marken Bmw Werkstatt (Dortmund) gemacht. Alles lückenlos hinterlegt. Als ich mir den Endantrieb ansah, traf mich der Schlag. Die Öleinfüllschraube war schief, im verkehrten Gewinde eingedreht. Damit kein Öl austrat, wurde großzügig mit Dichtmittel gearbeitet. Als ich das Öl abließ, vom Ablassen war kaum die Rede, ein Teerbrei kam mir entgegen. Die zweite Ablassschraube wurde NOCH NIE bewegt. Der Endantrieb hat nähmlich 2 Kammern! Das hatte wohl der Werkstattmeister übersehen. (aber mindestens 6 Vollinspektionen lang) Nachdem alles gespühlt und sauber war, wurde Vollsyntetisches Hinterachsöl aus dem Rennsport eingefüllt. So hält das auch die nächsten 200000 Kilometer! Glückauf Martin
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Zitat von 437565
<div class="d4p-bbt-quote-title">Scheisswetterfahrer schrieb:</div> (Zum Lösen sind sicherlich 300 Nm notwendig, da knackt so ne geklebte Schraubverbindung schon recht heftig).
Mach beim nächsten mal die Verbindung mit einem Heißluftföhn warm, dann geht sie leichter auseinander.
Oder nen vernüftigen Schlagschrauber!
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@Martin Denke mal der Nußknacker bringt so seine 1500 Nm. Gruß Volker
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Und übrigens, der EA der 1200 GS wurde ursprünglich als "wartungsfrei" konzipiert. Keine Ablaßschraube vorhanden?!?! Nach Modellpflege war die Ablaßschraube dann wieder drin, vorgeschriebene Ölmenge wurde übrigens reduziert. Gruß Volker
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