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Ich brauche mal Hilfestellung zwecks Fahrwerk einstellen

  • Gelöschter Benutzer
  • 20. Juli 2012 um 22:00
  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 20. Juli 2012 um 22:00
    • #1

    Moin Moin, ich würde gerne mein Fahrwerk selber einstellen (ich bin aber Motorradanfänger ;) ) Als empfohlene Einstellung fand ich folgendes: http://www.kawamotor.de/Fahrwerkseinstellungen/Z1000_07.pdf Zu meiner Hilfe habe ich mal Bilder angehangen. Ich kann mein Bordbuch nicht zur Hilfe nehmen da es nicht auf Deutsch ist, trotzdem möchte ich es irgendwie lernen, wäre super wenn mir wer hilfreiche Tipps geben würde ;) Schöne Grüße Rouven Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 21. Juli 2012 um 00:22
    • #2

    lerne es bei einem Workshop. Beste Empfehlung des Tages. Da kann man ziemlich schnell viel falsch machen. unter Umstaenden kann das dann beim fahren auch recht gefaehrlich werden.

  • Heiner
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    • 21. Juli 2012 um 04:47
    • #3

    Wichtigste persöhnliche Einstellung ist der Negativfederweg, damit das Motorrad bei Löchern in der Straße auch ausfedern kann. Dazu mußt Du den gesamten Federweg vom Vorder- und vom Hinterrad kennen (Händler fragen, oder in Motorraddatenbanken schauen) Wenn Du auf dem Motorrad sitzt, sollte das Motorrad schon ein Drittel des Federweges einfedern. Motorrad auf den Hauptständer stellen oder über den Seitenständer ziehen und so die Räder entlasten. Im so ausgefederten Zustand vorn am Federbein von Radachse bis Simmering messen bei Upside-Down-Gabel (dickerer Teil der Gabel ist oben), bei normaler Gabel von Simmering bis unterer Gabelbrücke messen. Hinten mißt Du den Abstand von Radachse bis zu einrm Punkt am Rahmen, der senkrecht über der Hinterachse ist. Laut 1000ps Datenbank hat Dein Motorrad vorn 120 und hinten 135mm Federweg. Jetzt brauchst Du spätestens eine 2. Person, die das Motorrad festhält. Motorrad vom Ständer nehmen, setz Dich aufs Motorrad und nimm Deine Fahrhaltung ein. Vorne sollte sich der Federweg um 40mm, hinten um 45mm verringert haben. Vorne verrnigerst Du den Negativfederweg, wenn Du die Sechskantschraube oben an den Gabelholmen rechts rum drehst, linksrum vergrößerst du ihn. Hinten verringerst Du den Negativfederweg, in dem Du die Feder ''zusammen drehst'' Druck und Zugdämpfung /sind die Schrauben, die mit Schraubenzieher verstellt werden können) solltest Du nach der Tabelle im Handbuch oder nach Empfehlung von ''Motorrad'' einstellen. Ausgangspunkt sind immer die ganz geschlossenen Ventile. Du solltest Dir die jetzige Einstellung merken, indem Du die Schraubenumdrehungen mitzählst, bis das Ventil geschlossen ist.

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 21. Juli 2012 um 09:09
    • #4

    Moinsen, die Sache mit der Federvorspannung wurde ja schon erklärt...bei der Zug-und Druckstufe gibt es Empfehlungen der Hersteller, die auch im Handbuch aufgeführt werden, allerdings bin ich mit denen noch nie klargekommen...gerade die Japaner gehen gerne mal beim Setup von einem Fahrergewicht von ca. 70 kg aus ;) . Deswegen finde ich es besser, man probiert es aus, welche Einstellung am besten ist. Ich hab die Zug-und Druckstufe komplett geöffnet, und bin damit erstmal ne Strecke gefahren, die viele Fahrwerksschwächen hat...davon gibts ja im Großraum HH genügend :D ...und hab dann nach und nach alles entsprechend zugedreht. Wobei für den Straßenverkehr gilt: so weich wie möglich, so hart wie nötig. p.s. falls deine Z 1000 eine voll einstellbare Gabel hat, dann sitzt die Schraube für die Druckstufe unten am Gabelfuß

  • kawa_ralf
    Gast
    • 21. Juli 2012 um 09:12
    • #5

    Hallo. Schau mal hier. http://mechanicus-pfalz.de/s_fahrwerkseinstellung.html Ist zwar für eine Suzuki, aber weiter unten werden die Grundsätzlichen Sachen zur Fahrwerkeinstellung gesagt. Gruß Ralf



    Bearbeitet von kawa_ralf am 21. Jul 2012 - 09:12 Uhr.

  • Uli
    Gast
    • 21. Juli 2012 um 10:06
    • #6

    Da du gleich vier Fotos mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten zeigst, willst du es wohl wirklich wissen. Ein Workshop wäre dann bestimmt das Beste, denn eine vollständige Fahrwerkseinstellung ist eine komplexe Angelegenheit. Einzelne Änderungen am Setup sind nicht unbedingt leicht zu überprüfen, manche (wenn nicht alle) beeinflussen sich gegenseitig. An Literatur mangelt es nicht, allein die Umsetzung ist nicht ganz einfach. Meine Erfahrung beschränkt hauptsächlich sich auf Vorspannung und Dämpfung des hinteren Federbeins. An der Gabel habe ich mal die Viskosität des Gabelöls verändert (quasi Einstellung der Dämpfung). Je nach Mopped halt. Ich habe Änderungen immer in Verbindung mit Fahrversuchen vorgenommen, denn Werkseinstellung und Faustformeln geben keine Rückmeldung. D.h. als erstes habe ich eine Strecke ausgesucht, auf der das Fahrwerk reproduzierbar spürbare Mängel zeigte. Als nächstes wurde eine (nicht mehrere) Einstellung verändert, um diese dann auf der Strecke zu überprüfen. Hierbei entscheidend ist die Festlegung, für welche Strecke eigentlich das Setup gefunden werden soll. Unebene Landstraßen erfordern eine andere Einstellung als optimale Rennstrecken. Die Dämpfung des hinteren Federbeins ist so mit einer langen, relativ holprigen Kurve und einer Handvoll Versuchen hinzubekommen. Nur eventuelle Zuschauer dürften sich wundern :P Für die hintere Federvorspannung nahm ich gerade Buckelpisten zu Hilfe (in meinem Fall mit Sozia). Das Maß hierbei: bei den schlimmsten Buckeln sollte das Federbein eben nicht durchschlagen. So wird die Negativfederung maximal, und viel Negativweg ist wichtig für die Reifenhaftung auf "vertikal bewegender Strecke". Im Versuch achte auf für die veränderte Einstellung typische Effekte, um verwertbare Ergebnisse zu erhalten. Beispiel: Zu schwache Dämpfung verringert die Präzision (Wackelpudding); zu starke Dämpfung lässt das Rad springen (und malträtiert den Fahrer).

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 21. Juli 2012 um 10:35
    • #7

    Alter Schwede, mit soviel Hilfe hatte ich gar nicht gerechnet ;) Ganz großes Dankeschön erstmal! Was mich wundert, die mit dem Schraubendreher verstellbaren Schrauben (Bild 1+2) stehen unterschiedlich, is das normal? Dann nochmal die Frage, wann sind diese Ventile geschlossen, re oder li rum bis Anschlag? Ich bin gelernter Kfz'ler, zu ist für mich also rein drehen (re rum), nur is ein Motorrad ja erstmal kein Auto... Ich habe auch das Gefühl, dass sich das Fahrverhalten negativ verändert hat, als hätte jemand daran rum gedreht ohne mein wissen. Gruß

  • LLosch
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    • 21. Juli 2012 um 16:21
    • #8

    Hallo Orse, Du schreibst, dass Du Fahranfänger bist. Da kann ich Dir dann nur einen von Herzen gut gemeinten Rat geben. Stelle sicher, dass alles auf "Werkseinstellung" steht. Entweder vom Fachmann (Händler) machen lassen oder von jemandem, der sich WIRKLICH (!!!) mit dem Modell auskennt. Dann sammele erst mal Erfahrung. Und dann ... wenn Du mal Bestzeiten auf dem Ring drehen willst - dann nimmst Du vorher an einem solchen Kurs teil. Angenommen, Du hast einigermaßen Standardmaße und wiegst nicht 50% über oder unter dem Normalen - dann LASS DIE FINGER von den Schrauben !!!! Das ist (fast) alles nur gefühlte Optimierung ! Denk dran ! Wenn Du da was veränderst - dann willst Du es auch "erfahren" - sprich "Die Kurve schneller nehmen". Damit steigt das Unfallrisiko (egal ob Anfänger oder nicht) erheblich. Bei irgendwas zwischen 150 und 200.000 gefahrenen KM habe ich noch NIE am Fahrwerk etwas gemacht und bin immer gut zurecht gekommen. Grüße aus Mainz, Axel

  • martinh
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    • 21. Juli 2012 um 17:45
    • #9

    Der Axel hat absolut recht ;) !! Gruß Martin

  • beiker
    Gast
    • 21. Juli 2012 um 18:37
    • #10

    "Schnelltest": Setz Dich aufs Mopped....stell Dich hin und dann mit Schwung auf den Sitz "fallen lassen". Das Mopped sollte Vorne und Hinten gleichmäßig einfedern;-) Gruß Berthold

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