Monte Grappa Tagestour von Welschnofen aus...
Mt. Grappa.gpx
Details zum Track
Nach dem Motto „Ein Grappa geht immer“ – Eine meiner Lieblingstouren
(Für die Tour sollte man sein Bike im Griff haben, ein kleine wenig Tempo mitbringen und ein bisschen Sitzfleisch haben!)
Kurzbeschreibung:
- Lavazèjoch: Lässt sich schön flüssig fahren (aka kleine Rennstrecke).
- Passo Manghen: Einer meiner Lieblingspässe
- Monte Grappa: Endlos langer Anstieg. Von Fußraste schleifen über romantischen Waldweg bis zur Mega-Aussicht ist alles dabei – MUSS man gefahren haben.
- Kaiserjägerweg: Leider gesperrt (Stand 2026 bis Ende 2027) – der Umweg lohnt sich aber ebenfalls.
- Lago di Caldonazzo: Einfach schön zum Chillen – dazu lecker Eis und Pizza.
- Cembratal: Schöne Strecke, aber Obacht: Die Rennleitung passt hier auf!
- Lavazèjoch (Rückweg): Noch mal feine Kurven und zum Schluss ein Stopp am See.
Langversion (für alle, die Zeit zum Lesen haben):
Gestartet wird am Stammhotel Nigglhof in Welschnofen. Los geht’s nicht langweilig über die Hauptstraße, sondern direkt durch den Wald nach Gummer. Perfekt zum Einschwingen: die ersten 10 Serpentinen runter ins Eggental.
Weiter geht’s übers Lavazèjoch. Ein eher kleiner Pass, der neben den ganz großen Namen in den Dolos völlig untergeht, sich aber super flüssig fahren lässt. Auf der Passhöhe wartet ein kleiner See mit tollem Bistro – das heben wir uns aber für den Rückweg auf.
Vom Lavazèjoch springen wir direkt zum ersten Highlight: dem Manghenpass. Es soll ja Mopedfahrer geben, die diesen Pass hassen – die Straße ist stellenweise super schmal und hat brutal enge Serpentinen. Ich liebe ihn einfach!
Von Süden finde ich ihn persönlich noch einen Tick schöner, aber heute nehmen wir ihn von Norden – geht auch absolut klar. Auf der Passhöhe unbedingt kurz den Anker werfen und die Aussicht genießen. Wer jetzt schon Koffein oder ein zweites Frühstück braucht findet hier eine gute Einkehrmöglichkeit. Da wir aber gerade erst gefrühstückt haben, machen wir nur kurz Fotos, zünden uns eine an und rollen direkt runter ins Valsugana Richtung Castello Tesino und Passo Brocon. Hier kommen wir an einigen Cafés vorbei, und spätestens jetzt wird’s für mich Zeit für den ersten Cappuccino.
Nach der Pause fahren wir nicht den Hauptweg den Passo Brocon hoch, sondern biegen rechts ab Richtung Pian del Vescovo. Eine super Abkürzung, die kaum jemand auf dem Schirm hat – alle anderen wollen immer über den Brocon. Mir gefällt dieser Schlenker besser als die Westrampe des Brocon.
Unten im Tal angekommen, nehmen wir kurz ein Stück Schnellstraße, um ein bisschen Zeit zu sparen, bis wir am Fuß des Monte Grappa stehen.
Die Nordauffahrt auf den Monte Grappa bietet alles, was das Herz begehrt: von super flüssigem Angasen bis hin zu immer enger werdenden, beinahe Waldwegen. Es geht einfach immer weiter bergauf – fast 30 Kilometer lang nur den Berg hoch.
Ziel ist das Casa Armata del Grappa e Rifugio Bassano. Bei gutem Wetter wirst du für die (anstrengende?) Auffahrt mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Da am Rifugio i.R. die Hölle los ist, spare ich mir das Bistro dort oben meistens.
Meine Mittagspause mache ich lieber etwas später unten in Bassano del Grappa (Tetley's Pub) oder, wenn es im Sommer zu heiß ist, etwas weiter oben in Tortima in der Pizzeria La Rondinella – mega Pizza und super Ausblick. Wer lieber picknickt, findet unterhalb des Rifugio Bassano traumhafte Plätzchen.
Eine meiner absoluten Lieblingsstrecken kommt allerdings noch vor der Mittagspause: Vom „Gipfel“ des Monte Grappa fahren wir nicht über die Hauptstraße (SP148) runter, sondern nehmen die kleinere SP140 nach Bassano del Grappa. Die Straße ist schmaler, dafür fahren hier keine Linienbusse und der Blick in die Ebene ist einfach nur genial.
Nach der Mittagspause geht’s weiter Richtung Asiago und zum Kaiserjägerweg. Dieser Abschnitt lässt sich extrem flüssig fahren und wird von den Locals gerne als Ersatz-Rennstrecke genutzt. Leider ist die Kaiserjägerstraße noch bis Ende 2027 dicht… aber der Umweg über Carbonare ist keine Strafe, sondern purer Fahrspaß.
Wer noch Zeit hat, fährt auf ein Eis zum Strandbad an den Caldonazzosee, wer nicht zieht gleich weiter an Levico Terme vorbei auf die SP228. Dieser kleine Straßenabschnitt steckt manchen Pass locker in die Tasche – einfach eine herrliche Strecke mit wunderschönen Wechselkurven.
Vom Suganertal aus gibt es diverse Möglichkeiten, rüber ins Cembratal zu wechseln. Wir wählen den Weg über den Lago della Serraia.
Die Straße im Cembratal lässt sich ebenfalls wunderbar „flüssig“ durchschwingen, wird aber (ähnlich wie bei Asiago) gerne mal als Rennstrecke missbraucht. Weil es in den letzten Jahren wohl vermehrt zu üblen Unfällen kam, kontrolliert hier (laut meinen Gastgebern) mittlerweile regelmäßig die Polizei mit Motorrädern – hab ich im Juli selbst gesehen. Wir fahren brav, mit "90 km/h + MwSt." machen die Kurven dort auch viel Spaß.
Zum guten Schluss fahren wir noch einmal das Lavazèjoch. Man könnte von Cavalese aus auch den gleichen Weg zurückfahren, aber wir bauen noch einen Schlenker über Stava ein. Wenn dann noch Zeit, Sonne und genügend Temperatur vorhanden ist, wird oben am See im AlpenCafé eine verdiente letzte Pause eingelegt.
Die letzten Kurven runter nach Welschnofen lassen den Tag dann perfekt von rechts nach links ausklingen...
P.S.: In einem kleinen Zeitfenster zwischen Ende der Skisaison und dem Start der Wandersaison – also bevor die Sessellifte für die Fußgänger öffnen – kann man als Alternative zum Lavazèjoch auch das Reiterjoch (Passo di Pampeago) fahren – benötigt allerdings mehr Zeit, ist eigentlich nur ein asphaltierter Feldweg – aber schön ![]()
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Offroad-AnteilAnteil nicht asphaltierter Strecke | 0 % |
| LandPrimäres Land der Route | Italien |
| SchwierigkeitWie schwer wird der Pass für einen durchschnittlichen Motorradfahrer eingeschätzt? | anspruchsvoll |
| Mautpflichtige StraßeFällt zusätzliche Maut bei Benutzung der Strecke an? | Nein |
| Restriktionen für MotorräderBesondere Restriktionen der Strecke für Motorradfahrer | keine |
Bilder (12)
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