Nachdem ich mit meinem neuen Schuberth C5 nicht zufrieden bin und mich hier besonders das laut zufallende Visier (schon bei geringen Geschwindigkeiten oder Bodenwellen) stört, habe ich heute auf Empfehlung den
AGV Tourmodular (ECE 22.06) getestet.
AGV gehört zum Dainese-Konzern, der wiederum in Kooperation den BMW System Helm 7 / EVO herstellt.
POLO Augsburg stellte mir einen Helm für eine max. 1,5 stündige Probefahrt zur Verfügung.
Getestet habe ich Autobahn bis 150 Km, Landstraße und Stadt.
Von Anfang an ist mir aufgefallen, dass es im geschlossenen Helm deutlich kühler war, als im Shoei Neotec 2.
Die Visiermechanik hält das Visier zuverlässig in jeder Position bis 120 Km/h und in der untersten Rastposition (ca. 2 cm offen) auch bis zu den max. getesteten 150 km/h. Das Sonnenvisier verhindert wirksam Zugluft auf die Augen, sowohl bei geschlossenem, wie auch offenem Kinnteil.
Auch ist das Visier mit verbautem Pinlock super klar. Da hat Shoei Nachholbedarf und Schuberth fällt hier zum AGV auch ab.
Beim Durchlesen war ich mir nicht sicher ob das öffnen des Visiers mit einer Taste praktikabel ist, aber schnell habe ich die Vorzüge erkannt. Das visier wird durch den kleinen Bügel in der Mitte sicher 1 cm offen gehalten und sogar bei 0,5 cm oder geschlossen fest arretiert. Das öffnen geht nach kurzer Eingewöhnung problemlos.
Was auch deutlich spürbar ist, dass der Helm im echten Windkanal optimiert worden ist. Bis zu den getesteten 150 km/h lag er absolut ruhig im Wind. Hier ist auch der Neotec 2 ähnlich gut, beim C5 wird mein Kopf deutlich mehr geschüttelt.
Die Lautstärke ist auf dem Niveau des C5, hier ist der Neotec 2 lauter, besonders bei Windgeräuschen.
AGV bietet individuelle Anpassung durch unterschiedliche Wangenpolstergrößen an.
Natürlich sind das meine subjektiven Eindrücke, die je nach Körpergröße, Motorrad, persönlichen Empfinden uvm. für jeden anders sein können.
Mein Fazit: Ein Top Helm der leider von der Presse wenig Beachtung findet.