Hallo miteinander,
die letzten Tage hatte ich einmal wieder die Gelegenheit, meine eingestaubte Ninja in Italien auf allen Pässen, die in der Zeit möglich waren, auszuführen. Als kurzes Fazit vorab: War geil
Wer mich kennt, der weiß, dass mein Moped derzeit leider mehr Staub absetzt als alles andre.. Deswegen hatte ich vor der Fahrt das Ding in die Werkstatt gegeben, dass im Rahmen von Voll-Check und Kundendienst das Teil auf jeden Fall flott bleibt - dies hat leider nur teils geklappt...
Anfangs lief alles ganz normal, bis ich plötzlich gemerkt habe, dass beim Anfahren im ersten Gang der Motor bis zu 5' U/min hoplrig ist und ruckelt. Als würden nicht alle Zylinder mitmachen wollen. Kaum war man über der Drehzahlgrenze lief es. Ich dachte mir, dass (das Benzin war da noch aus dem letzten Jahr) vielleicht was mit dem Sprit nicht mehr so ganz stimmt, habe dann auf einem Stückchen Autobahn den alten Sprit rausgeblasen und neuen nachgetankt und - obs hilft oder nicht - zum teuern 100-Oktan-Mist gegriffen. Danach hatte ich auch erst mal kein Problem mehr feststellen können und die Tour nach Italien ging los.
Beim nächsten Tankstopp hatte ich dann wieder normales Super-Benzin reingekippt und später in Italien (wo es an den Tanken ja meist eh nur Super oder Diesel gibt) so beibehalten.
Am nächsten Tag ist das Problem dann wieder aufgetreten, über der "Drehzahlgrenze" war es aber kein Problem mehr, habe dann die Pässe eben ein bisschen hochtouriger gefahren..
Extrem nervig war es am vierten / letzten Tag, irgendwie hat das Ruckeln immer mehr zugenommen. Inzwischen war es so, dass das Ruckeln auch bei 8' U/min sporadisch auftrat. Das auch während einer Beschleunigung: bis 5' U/min ruckelig mit wenig leistung, bis 7' U/min alles top, dann für weitere 1' U/min nochmal kaum Kraft, später wieder top....
Sehr nervig, denn das Moped hatte zwar noch beschleunigt, aber es hatte eben nicht die volle Kraft. Die kam dann quasi plötzlich und wenn plötzlich 180 PS plötzlich schieben ist das doch schon blöd wenn der Gashahn offen ist
Das Ruckeln hatte sich für mich so angefühlt, als würde der Motor einfach nicht genügend Sprit bekommen bzw. als würde er (v.a. beim Anfahren) nicht auf allen vier Zylindern laufen. Hatte mich etwas an meine Zweizylinderzeit mit der SV erinnert.
Das Problem trat nie am Anfang auf, erst nach ein paar (aber wenigen) Kilometern. Wenn man eine etwas schnellere Etappe auf der Autobahn zurückgelegt hatte, hatte ich das Gefühl, das Problem wäre eine Zeit lang weg.
Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass beim Fahren der Auspuff deutlich öfter "Brabbelt" als früher. Ich kannte das von dem Moped so, wenn man ihm auf nem Pass etwas abgefordert hatte, dass der Auspuff etwas gebrabbelt hatte (So änlich wie ne Fehlzündung, nur leiser, ich hoffe ihr wisst, was ich meine), aber derzeit ist das egal welche Strecke ich fahre gleich so, wenn ich vom Gas gehe.
Das Moped ist ne zx10r Baujahr 2004.
Ich selbst bin völliger Laie und muss mich da wohl auch auf den Händler verlassen, aber vielleicht hat jemand eine Idee, in welche Richtung das gehen kann? Ich weiß, das ist der Blick in die Glaskugel aber Tipps wären immer gut....
Ich selbst hätte vermutet, dass vielleicht irgendwas bei den Kraftstoffleitungen dicht ist (letztes Jahr 250km gefahren, ein mal getankt, erste Tour dieses Jahr letzte Woche...) und sich dort vielleicht Dreck (Filter o.ä.) abgelagert hat. Oder es passt irgendwas mit einem Zylinder nicht - vielleicht der Zündkerze? Komischerweise lieft der Motor bei höherer Drehzahl meist sehr rund... Oder irgendwas mit der Synchronisierung der Zündungen und des Einspritzverhaltens?
Wie gesagt, vielleicht hat jemand, der etwas Technikaffiner ist als ich und nicht zwei linke Hände beim Schrauben hat nen Tipp, was es sein könnte und wo ich vielleicht selbst auch ansetzen könnte.
Grüße
Flo
Motor ruckelt und Leistung fehlt teilweise bei Kawasaki zx10r
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Ferndiagnose ist fast unmöglich:-( Aber eine dichte Spritzufuhr kann es wohl nicht sein, wenn sie viel Sprit (ver)braucht läuft sie doch;-) Gruß Berthold
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Moin Flo. Von der Ferne aus gesehen, hast du ein Kraftstoffmengenproblem, zu wenig Kraftstoff bei Last. Das Brabbeln, was du hörst, ist das zu magere Gemisch. Deine Kraftstoffpumpe liegt im Tank. Davor ein Feinsieb. Hier muß alles raus, und gereinigt werden. Kraftstoffpumpe prüfen. (Geräusche). Dein Kraftstoffpumpenrelais , und daran liegt es meistens, kann einen elektrischen Fehler haben. Geht, geht nicht. Da hilft nur Auswechseln. Kabel überprüfen, zur Pumpe, wie zum Relais, und umgekehrt. Besonders da, wo der Direktplus in das Relais reingeht. Davor ist eine Sicherung montiert. Ganz genau hinschauen! Die Massepunkte der Elektik überprüfen. Hier ist meistens alles auf dem Rahmen gelegt. Aber erzähl nichts über 100 Oktan Mist. Ich glaube wir hatten uns schon mal mit dem Zusammenhang von Klopfsensor, Verdichtungsverhältnis und Oktanzahlbedarf unterhalten. Gruß Martin
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Zitat von quan
Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass beim Fahren der Auspuff deutlich öfter "Brabbelt" als früher. Ich kannte das von dem Moped so, wenn man ihm auf nem Pass etwas abgefordert hatte, dass der Auspuff etwas gebrabbelt hatte (So änlich wie ne Fehlzündung, nur leiser, ich hoffe ihr wisst, was ich meine), aber derzeit ist das egal welche Strecke ich fahre gleich so, wenn ich vom Gas gehe.
Moinsen, dieses Brabbeln und Blubbern im Schiebebetrieb kommt von nicht komplett verbrannten Sprit, der sich im heißen Krümmer entzündet. Deswegen denke ich mal, daß ein Zylinder den Kraftstoff nicht richtig verbrennt. Check mal die Zündspulen...ich meine, die ZX 10 hat diese im Zündkerzenstecker integriert, und die gehen auf Grund der thermischen Belastung gerne mal kaputt.
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Ich tippe auf den Benzinfilter in Kombination mit dem Luftfilter! Ersterer wäre fürs Ruckeln und den unrunden Motorlauf zuständig, der eingestaubte und zugesetzte Lufi läßt die Kawa saufen. Denk ich mir so ! 8-)
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Hi Flo, hast Du es mal im Ninja Forum probiert ? Im Zweifel frage nach einem Spezialisten in Deiner Nähe. Ich hatte mal ein sehr ähnliches Problem. Bei mir war die Lösung, das bei der Inspektion der Benzinschlauch neu verlegt wurde. Der lief zu nah einem einem wärmeführenden Teil vorbei. Bei Plus/Minus Vollgas lief genug durch. Wenn es dann langsamer wurde und der Motor warm / heiss war, bildeten sich Bläschen in der Benzinleitung. Aber wie schon von anderen gesagt: Ferndiagnose ist schwierig. Ein Gang zum Spezialisten wird sich kaum vermeiden lassen. Oder geh zu dem Händler zurück, der die Inspektion gemacht hat. Sag ihm wie's ist: "Bub - Du hast nen Bock geschossen" Wenn er gut ist, wird er es so richten - ohne Berechnung. Viel Glück !
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Hallo Flo, ähnliche Symptome - keine Gas-Annahme und ständiges Brabbeln im Auspuff - haben sich bei meiner Duc als fehlerhafter Temperatur-Sensor heraus gestellt. Der hat der Einspritzanlage einen "kalten" Motor vorgegaukelt und die hat darauf hin viel zu viel Benzin eingespritzt. Ein französischer Mechaniker hat mir erst mal provisorisch geholfen, indem er die Ansaug-Trichter von der Airbox entfernt hat. Dadurch hat die Luftmenge wieder besser zur Benzinmenge gepasst, die Duc lief wieder - und hatte einen tollen Sound!
Zu Hause in der Fachwerkstatt war der Fehler mit einem Diagnosegerät sofort lokalisiert. Letztendlich war nicht mal der Sensor kaputt, sonder nur ein Stecker der Leitung korrodiert :roll:
Servus,
Andi. -
Ich sage mal ganz herzlich Danke für die Tipps im Forum und per Mail! Ich werde die Woche das Ding mal wieder zum Schrauber bringen, sobald ich ein Ergebnis habe werde ich das posten... Gruß Flo
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So, Problem behoben. Vor meiner Tour hatte ich die Batterie gewechselt, da die alte nach 8 Jahren den Geist aufgegeben hatte. Die Batterie liegt so blöd, dass man den Tank vom Rahmen abschrauben muss und leicht nach oben heben muss - sonst kommt die Batterie nicht raus. Hier ist mir aufgefallen, dass die beiden Schrauben, die den Tank beim Sitz am Rahmen hätten halten sollen, weg waren. eine hing noch an einer Leitung, da sie mit einem Verbinder einen kleinen Kabelstrang geführt hatte, die andre war weg. Wie sich solche Schrauben (durch Vibration?) lösen können ist mir ein Rätsel - aber nun gut, scheint geklappt zu haben. Die eine habe ich wieder festschrauben können, die andre glaubte ich irgendwo verloren zu haben und habe eine andre / neue Schraube reingeschraubt. Tatsächlich muss das Schräubchen aber noch recht nah gewesen sein, denn es ist irgendwie nach unten durchgefallen - ggf. durch den Batteriewechsel und das an- und abschrauben mancher Teile - und hat sich in einer Drosselklappe beim Auspuff eingenistet und ist hier richtig schön von oben in die dortige Mechanik reingefallen. . Je nachdem, wie sie da grad rumlag, hat sie die Mechanik, die über nen Seilzug gesteuert wird, eben beeinflusst... Auf so was muss man erst mal kommen... Schraube ist nun wieder draussen, alles scheinbar wieder gut. Hätte ich das mal im Urlaub gewusst (und schnell gelöst)... grml.
Gruß
Flo -
Sei froh und lächle ! Über ein defektes Steuergerät hätts Du reichlich mehr ge grml t 8-)
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