Welches Bike für Marokko, Tunesien & Co.?

  • Hallo liebe Forenjünger! Ich fahre hierzulande eine FJR 1300 und habe schon etliches von Europa gesehen. Nun möchte ich mir auf dem Motorrad im kommenden Jahr Marokko ansehen. Dafür brauche ich natürlich ein Zweitbike........ die Frage ist nur WELCHES? Eine GS fällt einem sofort ein. Allerdings hatte ich eine 1150er RT mit dem wahnsinnig teuren Integral-ABS. Nie wieder! Die Wartrungskosten bringen einen ins Grab. Zumindest bei der RT....... Die kleine GS vielleicht, als 850er? Der Kardan hat durchaus Vorteile, Einspritzung und Elektrikprobleme weniger. Dann mein heimlicher Liebling. Honda AfricaTwin? Robuste und doch zuverlässige Technik an sich, leider mit Kette. Wie sind Eure Erfahrungen in Afrika mit solchen Maschinen gewesen? Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Möchte auch noch Zusatzscheinwerfer drann bauen und vernünftige Alukoffer sind absolute Pflicht. Modernere Geräte wie z.B. die Varadero machen da wohl weniger Sinn, schätze ich? Eine vernünftige KTM ist mir dann auf dem Gebrauchtmart viel zu teuer um sie auf Afrikareisen aufzubrauchen. Zudem sind die alten KTM ja Sinnbild für: K = Keiner T = Tritt M = Mehr Ach ja, LC4 geplagter damals...... :yahoo: Wer hat ne Empfehlung? Wofür gibt es am ehesten gebrauchtes Zubehör, welche Umbauten könnt ihr empfehlen für solch eine Reise? Lasst Euch mal richtig aus bitte! :bye:

  • In Marokko kannst Du auch mit der FJR prima unterwegs sein, es sein denn, Du möchtest extremere Pisten oder Erg Chebbie fahren. Ansonsten sind in Marokko sehr viele Straßen, auch zu landschaftlichen Highlights, asphaltiert. Und ein paar Kilometer planierte Schotterpiste gehen auch mit der FJR. Speziellere Tips würde ich mir in entsprechenden Reiseforen suchen, wie z.B. motorradkarawane. Gruß Thorsten

  • Hallo Thorsten! Danke für die Antwort. Das liest sich schon mal ganz gut. Allerdings würde ich auch noch andere Länder unter die Reifen nehmen wollen. Rumänien, etc. Die FJR soll für den "Nahverkehr" bleiben und eine Reiseenduro soll für diese Länder her. Alleine schon wegen den Federwegen. Die möchte ich mir dann verfeinern und aufrüsten. Die Enduro soll also nur die weiten Touren mitmachen in Länder wo es noch etliche unbefestigte Strassen gibt. Aber den Hinweis mit "motorradkarawane" nehme ich schon mal direkt auf. Vielen Dank! :good:

  • Hallo Sascha, ich habe über 300.000 Km beste Erfahrungen on- und offroad mit 2 Honda Transalps gemacht und die haben mich Schadlos überall hin und wieder zurück gebracht. Da du eher dicke Maschinen liebst rate ich zur unverwüstlichen Honda Africa-Twin und zwar diese hier für kleines Geld in Adenau: https://www.ebay-kleinanzeigen…rd-07/635214267-305-18753 Dann Durchsicht, neues Öl, neue Reifen a la Heidenau K60 oder Mitas E07, Wunsch-Alukoffer aus dem Baumarkt (Rückseite verstärken) anschrauben, Tankrucksack drauf und los geht´s für unter 2 k€. :yahoo: LzG T.J.

  • Kann T.J. (Hi Großer !!) nur zustimmen. Auch wenn meine Africa Twin mich in Sibirien im Stich gelassen hat - ich würde es eher nochmal mit einer AT probieren als auf bmw umzusteigen. Wenn es von der Größe her passt - nimm das kleinste / leichteste Moped, was Du kriegen kannst. Verlängert zwar die anreise - erhöht aber den Spaß vor Ort !

  • Ich habe sechs Jahre eine Yamaha XT 660R Baujahr 2004 jeden Tag gefahren. Hat mich in den 74 tkm die ich sie in der Zeit gefahren habe immer ohne größere Probleme nach Hause gebracht. Leider scheint es sie nicht mehr neu zu geben sondern nur noch die 1200 Super Tenere. Vielleicht darf es ja auch was gebrauchtes sein? Auch wenn ich selber 15 Jahre lang BMW mit den 1100 und 1200 Boxer Motoren gefahren bin wären sie mir für solche Touren schon zu schwer und ich würde eher was bis 800 cm² nehmen. Die 800er Tiger von Triumph wäre da auch noch eine gute Alternative.

  • Hallo Sascha, für etwas größere und kräftiger gebaute Fahrer passt von den Proportionen die V-Strom 650 ganz gut. Der Vorteil ist, dass es sie in allen Preisklassen gibt und aus meiner Sicht der Motor genügend Potenzial für Dein Vorhaben hat. Ggf. ein spezielles Federbein und Gabelfedern nach Deinen Vorstellungen einbauen. Zubehör gibt es auch reichlich. Gruß Johannes

  • Ja! V-Strom ist sicher eine TOP Wahl. Sieht zwar nicht Hardcore aus ist aber super zuverlässig! Die xt1200 habe ich selbst. Für unsere Gefilde sehr sehr gut. Für das, was Du vorhast ungeeignet wegen dem Gewicht. Hier mein Tip zur weiteren Planung: - Alle Motorräder >200kg fallen aus. - Welche Gebrauchten sind im Umkreis von max. 100km verfügbar? - Welche bietet eine gute Sitzposition? - Eventuell Zubehör? - Kette sollte kein Problem sein - Wenn dann noch "Made in Japan" draufsteht.... Kaufen und los Ein Punkt noch zum Zubehör : Achte darauf, dass es wirklich hilft! Zusatzscheinwerfer sehen toll aus aber in der Dunkelheit solltest Du nicht fahren- zudem saugen die Dinger gern die Batterie leer. Koffer: Lieber Rustikal als Hübsch. Hepco&Becker? Dann besser ohne Koffer kaufen. Ebenso Sw Motech. Wenns drauf ankommt sind die einfach zu dünn / zu weich. (Ich hoffe das Dein Posting jetzt nicht von Zufriedenen H&B Kunden überrannt wird. Aber ich hab genug schlechte Qualität von Denen gesehen.

  • Danke für die ganzen Hinweise! Ich werde mich wohl auf eine alte AfricaTwin einschiessen. Eintöpfe sind bestimmt auch nicht schlecht, aber die vibrieren einem die Knochen weg......... Egal was ich nehme, die Maschine wird komplett überholt und nach jeder Reise wird sie für die nächste Runde vorbereitet. Sie soll nur für diese Länder dienen, in denen es noch viel Schotterpisten gibt, oder die Strassenzustände halt schlecht sind. Mal sehen, wie die Sitzhöhe passt bei der AT........

  • [quote quote=492340]Ich werde mich wohl auf eine alte AfricaTwin einschiessen. Sie soll nur für diese Länder dienen, in denen es noch viel Schotterpisten gibt, oder die Strassenzustände halt schlecht sind. Mal sehen, wie die Sitzhöhe passt bei der AT……..[/quote] Eine gute Wahl den das ist auch ein sehr zuverlässiges Gerät. quote=492340 Wenn du nach schlechten Straßenverhältnissen gehst würdest du die in unseren Breiten immer fahren. ;-)

  • Schau mal am 1.Mai um 18:15 SWR RLP TV! Soll Dich nicht abschrecken!! Ich würde immer wieder mit einer AT fahren. Als Sitzbank-Modifikation hol Dir unterwegs ein Schaffell. Grüße, Axel

  • Habe mit der 1200 GS (ähnliches Gewicht wie die neue Africa-Twin) sehr gute Erfahrungen in Russland, in der Mongolei und in Marokko gemacht. Sehr komfortabel auf langen Strecken (bisher über 100.000 km), keine Pannen (zumindest ich nicht), mit Heidenau Scout Bereifung einigermassen geländegängig, mit TKC 80 noch mehr. Sitzbank-Modifikationen nicht notwenig. Mit fast 240 kg ist die Kiste natürlich recht schwer - aber auf langen Strecken einfach genial. War gerade (mal wieder) 2 Tage in Hechlingen zum Geländetraining, macht Spass, und man ist immer wieder erstaunt, was mit dem schweren Motorrad alles geht. Gegenüber der Afrika Twin nach meiner persönlichen Meinung ( :-) ) die bessere Wahl, da kaum schwerer, besserer Schwerpunkt, komfortabler, Kardan. Und leichter zu fahren (Probefahrt hilft und überzeugt nach meiner Auffassung sofort). Im schweren Gelände sind beide Motorräder gleich ungeeignet. Da eher Transalp oder KTM 690 oder ähnlich.

  • Kleiner Nachtrag: war mit der BMW F 800 GS ebenfalls 14 Tage in Marokko. Aus o.g. Gründen würde ich dennoch zumindest bei nicht allzu schwerem Geländeeinsatz die R 1200 GS vorziehen :-) . Ausserdem liegt das Gewicht der Triumph 800 mit 232 kg fast auf dem Niveau der R 1200 GS, zusätzlich hat die Triumph einen deutlich höheren Schwerpunkt. Und wie bereits gesagt: persönliche Meinung....

  • Danke joey! Ich hatte selbst eine R 1150 RT. Ich meide BMW seit dem, da Dank Integral-ABS der Bremsflüssigkeitswechsel alleine 750 (!!!!!!) Euro kostet in der Vertragswerkstatt! Die bei BMW sind doch nicht mehr ganz echt im Kopf! Da muss Tank, Verkleidung und alles runter, um da drann zu kommen....... daher habe ich sie auch verkauft und mir eigentlich geschworen, dass keine neuere BMW ins Haus kommt. Zudem fährt eine GS eigentlich JEDER. Das Ding sieht man überall herumgurken. Wenn noch mal BMW, dann 2 Ventiler. Habe ich auch noch stehen. Eine Fallert R80 aus 1986. Vielleicht transplantiere ich den Motor in einen alten GS-Rahmen. Der Fallertsatz hat sehr gutes Drehmoment, der Motor macht richtig Spass! Ich suche einen alten Bock. Also, die ursprümgliche AfricaTwin, oder auch was anderes. Eine Caponord ist zu schwer, bei den Einzylindern vibriert es mir zu stark. Hatte von einem Kollegen mal eine Suzuki DR Big gefahren - das ging halbwegs, alles andere macht die Knochen taub. Eine alte 2-Ventil GS mit Motorschaden wäre daher für mich ideal. Meinen Fallertmotor rein, Technik überholen und ab dafür. Das Gerät kann man unterwegs auch gut reparieren, wenn etwas sein sollte. - Wenn es nicht gerade der Hallgeber ist....... :wacko:

  • Hallo Sabo, zur Diskussionsbelebung hätte ich noch ein paar Bemerkungen: - Bremsflüssigkeitswechsel bei einer neueren (bis 10 Jahre alt!) 1200 GS (ohne BKV) kostet bei einer Fachwerkstatt etwas über als 100 € incl. MwSt. - tatsächlich sieht man die GS recht häufig. Ausser dem Lemmingeffekt kann das ja auch andere Gründe haben. Für mich ist die Kombination aus altherrengerechter Sitzposition mit Komfort plus der möglichen flotten Fahrweise gerade in den Bergen plus der befriedigenden Geländegängigkeit ausschlaggebend. Das sehe ich bei kaum einem anderen Motorrad. Und der Individualisierung sind auch hier keine Grenzen gesetzt. (Ende des Werbeblocks :whistle: ) - viele denken, an einem älteren Motorrad kann man ja unterwegs einiges selbst reparieren vor allem, da wenig Elektronik und so. Auf meinen Reisen öfter auch mit Kollegen mit älteren Motorrädern waren die Reparaturen eben auch gerade an diesen Motorrädern notwendig. Da gab es öfter schon mal aufwendigere Aktionen. An den neuen Motorrädern war jedoch nie etwas dran (Umfaller ausgenommen). Einen Elektronikdefekt habe ich weder bei meinen Motorrädern (nicht nur BMWs, auch FJR 1300 und Hondas) noch bei Mitreisenden bisher gehabt - aber vielleicht hatte ich ja auch nur Glück. Meine Meinung: die moderne Technik ist viel besser als oft dargestellt. Und für weite und anspruchsvolle Reisen würde ich eher ein neueres Motorrad wählen und auf die so reparaturfreundlichen (und auch reparaturanfälligen) alten Schätzchen verzichten. Es sei denn, ich kenne die Kiste in und auswendig und z.B. der Simmerringwechsel an der Gabel unterwegs ist für mich ein Klacks. Zugegeben: Garantien gibt es auch bei neueren Fahrzeugen nicht und das Wichtigste ist immer das Losfahren - egal mit welchem Gerät. - ein anderes Motorrad als die FJR benötigst Du nur bei echtem Geländeeinsatz (siehe Zuschrift von Thorsten). Für normale Fahrten in Marokko ist das Motorrad geeignet. Im übrigen: der marokkanische König Mohammed VI. lässt sich auf seinen häufigen Reisen über Land von weissen Goldwings begleiten B-) ....

  • Hallo an ALLE! - Ich habe zugeschlagen! Es ist eine Aprilia Caponord 1000 geworden. Überzeugt hat mich der robuste Rotaxmotor und die unglaublich entspannte Sitzposition. Komme mit beiden Füssen komplett auf den Boden und habe bei der Maschine einen sicheren Stand. Habe eine gefunden mit Alukoffern und komplett neuem Service und zugeschlagen gestern. Umbauten die ich machen werde: 1. Gabelfedern von Wirth 2. Anderes Windschild, oder Windschilerhöhung 3. Motorschutz aus VA, oder mindestens Alu nachrüsten 4. Scotoiler, falls möglich 5. Bereifung im Winter ändern auf einen grobstolligeren. Die jetztigen Reifen sind (leider) neu, haben aber Strassenprofil 6.Handprotektoren und Heizgriffe nachrüsten. Liebe Grüsse, Sascha :bye:

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