Den Oberbürgermeister mag ich🥰 Es wurden Fahrverbote gefordert, aber der Oberbürgermeister will das verhindern.
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Auf der Schwarzwaldhochstraße kam es kurzer Zeit zu drei tödlichen Motorradunfällen. Der Ruf nach einem Fahrverbot für Motorradfahrer wurde laut.
Kontrollen, Drohnen, Kurvenmarkierungen und Rüttelstreifen
Baden-Badens Oberbürgermeister Thomas Jung ist von den Unfällen geschockt, sieht sie aber differenziert. Er fährt selbst eine BMW R 1300 GS Adventure und weiß daher, wovon er spricht. Er betont, dass es nur eine kleine Gruppe sei, die sich nicht an die Regeln halte, die vielen anderen Motorradfahrer dürften nicht bestraft werden. Deshalb forderte er einen Runden Tisch, der am 21. September zum ersten Mal tagte.
An dem Treffen im Rathaus in Baden-Baden nahmen die Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe, der Ortenaukreis, der Landkreis Rastatt, die Städte Bühl, Achern, Gaggenau und Baden-Baden sowie die Polizei teil. Gemeinsam verständigte man sich auf ein Maßnahmenpaket, das zur Motorradsaison 2027 umgesetzt werden soll. Dazu zählen ein konsequenteres Vorgehen bei Verkehrsverstößen, intensivere Kontrollen mit zivilen Fahrzeugen und Drohnen sowie bauliche Veränderungen wie Rüttelstreifen oder spezielle Fahrbahnmarkierungen in Kurven. Erwogen wird auch eine Einbahnstraßenregelung auf besonders unfall- oder konfliktträchtigen Strecken. Zudem soll geprüft werden, ob Motorräder bei schweren Verkehrsverstößen – Stichwort Knieschleifer oder Poser – beschlagnahmt werden können.
Bürgermeister will keine Fahrverbote
Für die Maßnahmen soll die B500 als Pilotstrecke dienen, geeignete Ansätze dann auf weitere unfallträchtige Strecken im Schwarzwald ausgedehnt werden. Bei einem weiteren Treffen im November wollen die Beteiligten konkrete Beschlüsse folgen lassen. Von generellen Fahrverboten für Motorräder, wie kurz nach den gehäuften tödlichen Unfällen, war beim Runden Tisch vorerst nicht mehr die Rede. Das dürfte ganz im Sinn von Baden-Badens OB Thomas Jung sein dürfte, denn für ihn sind sie nur das allerletzte Mittel: "Ich hoffe sehr, dass es nicht so weit kommt."
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