Die ersten Motorrad-Klamotten

  • Hey Leute, einige von Euch haben ja schon etwas dazu geschrieben... Finde ich interessant, sich gedanklich mal zurĂŒck in die Anfangszeit zu versetzen... Also damals, in den 70ern oder 80ern, da waren die Motorradklamotten ja noch etwas anders...đŸ€”đŸ˜ƒ

    Also, bei mir fing‘s damit an, dass ich zur FĂŒhrerschein-PrĂŒfung schon mal ĂŒberhaupt nichts Brauchbares hatte. An meinem PrĂŒfungstag, es war im November 1985, regnete es in Strömen und es war enorm kaltđŸ„¶ Mein Outfit: Sommerboots mit Kreppsohle, modische, ungefĂŒtterte bordeauxrote Lederhose, die ich mir von einer Freundin geliehen hatte, und JeansjĂ€ckchen, so kurz wie sie zZt wieder in Mode sind.

    Nach der FahrprĂŒfung im strömenden Regen konnte ich die Lederhose auswringen. Die Beine waren komplett rot eingefĂ€rbt und die weiße Unterhose war rosa. Die HĂ€nde fast angefroren, die Nierengegen ebenfalls vereist...Aber

    ich hatte den Lappen ( nach 5 Fahrstunden)!

    Tja, und dann ging erstmal das Geld fĂŒrs Motorrad drauf. So bin ich dann die ersten 5 Jahre nur mit irgendwelchen geschnorrten abgelegten Herren-Lederjacken und simpler Jeanshose gefahren...

    Bis ich dann mal in eine nagelneue, knallenge Lederkombi passend zum Moped investierte. Da durfte ich bei den Zwischenstops aber kein StĂŒck Torte essen, sonst wĂ€re ich beim Luftholen aus den NĂ€hten geplatzt 😂

    Und eingenÀhte Schoner gabs da noch nicht, jedenfalls waren nur die Knie und Schulterpartie etwas abgepolstert, sonst nichts.

    Das Teil hĂ€ngt immer noch im Keller -Zur Erinnerung 😀Reinpassen werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr 😂

  • An was ich mich noch erinnere:


    Meine ersten wenigen Mitfahrerlebnisse "musste" ich Anfang 20 in einer abgetragenen MĂ€nnerkombi machen (zwei Nummern zu groß).

    Aber da hat mich ja noch nix infiziert......


    Als ich Ende 20 wieder auf ein Motorrad stieg, kaufte ich gleich eine schwarze SchnĂŒrlederhose dazu (natĂŒrlich ohne Protektoren - ich sitze doch nur hinten drauf) und meine alten schwarzen Knobelbecher mußten langen.


    Nach und nach wurde das dann durch preiswerte Textilhosen und halbwegsdichte Stiefel ersetzt. Dazwischen kam mal eine Mohawk-Montur mit LederstĂŒcken, die ich bis heute vermisse.

    Aber wegen hellerer Kleidung trage ich inzwischen eine nur-Textiljacke und eine schwarze Cordura-Hose dazu.



    LG Sylvia

  • Hi, wenn ich mich recht erinnere, waren meinen ersten Klamotten fĂŒr das Motorrad fahren:

    einfache Jeans

    Fliegerjacke, Handschuhe und ein paar Springerstiefel alles aus einem BW Shop.

    Es durfte ja nicht viel kosten, weil das Motorrad schon mein Sparbuch geplĂŒndert hat und als Auzubi auch nicht gerade viel Geld (DM) rein kam.


    Heute fahre ich in Textil.


    Norbert

  • Heute fahre ich ja auch in Textil, aber ich habe immer das GefĂŒhl, dass ich im Fall der FĂ€lle nicht richtig geschĂŒtzt wĂ€re...đŸ€”

    Mit dickem Leder hab ich mich doch sicherer gefĂŒhlt.

    Hat jemand vielleicht Vergleichs-Erfahrungen?

  • Auf dem Mokick mit Jeansjacke und Jeans, nomale Stiefel oder auch Turnschuhe. Aber immer schon mit Helm. Im Winter den dicken Pulli, gestrickt von meiner Schwester, darunter.Der hatte sich so gelĂ€ngt, ich konnte ihn ein StĂŒck hochklappen.

    Dann die Gericke Hurricane Lederjacke, spÀter einen Jebs Crosshelm Regazzoni mit Brille und etwas spÀter Alpinestars Crossstiefel. Die mit der glatten Sohle, Im Winter hat mich ein Kumpel mit seinem Mopped auf schneebedeckten Strassen gezogen. Klappte gut.

    Dazu km eine Cross Lederhose.

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Heute fahre ich ja auch in Textil, aber ich habe immer das GefĂŒhl, dass ich im Fall der FĂ€lle nicht richtig geschĂŒtzt wĂ€re...đŸ€”

    Mit dickem Leder hab ich mich doch sicherer gefĂŒhlt.

    Hat jemand vielleicht Vergleichs-Erfahrungen?

    Nun ja ... fahre ja sehr oft auf der Sumorennstrecke. Immer in Textiel. Hab da auch schon einige AbflĂŒge erlebt bis ca 100 km/h. Vom RĂŒckenprotecktor ĂŒber Handschuhe bis Crosshose...brennt sich alles lecker ins Fleisch. Da muß ich offen zugeben, da sind die Jungs in Ihren Lederkombis besser geschĂŒtzt, zumindest gegen AbschĂŒrfungen.

    Ich mag Leder nicht. Da kochst auf der Strecke in Deiner eigenen Suppe, alles klebt am Körper und man fĂŒhlt sich total eingeengt. Nicht meins.

    Da lieber ab und an ein bischen was vom guten alten Sepso;)

  • Ein lustiges Thema. :thumbup:


    Die allererste Mopedklamotte hab ich mit 14 oder 15 gebraucht gekauft, eine schwarzrote Lederkombi von Richa. Die LĂ€nge hat gepasst, in der Breite hab ich dreimal reingepasst. Mit dem Ergebnis, dass ich die Jacke besser nicht von der Hose getrennt hab, wenn wir irgendwo waren.


    Den 1er (auch mit nur 5 Fahrstunden) hab ich dann auf 'ner Guzzi in Cowboystiefeln, Jeans und einer Wildlederjacke mit Fransen an den Ärmeln gemacht. Kein Witz, "born to be wild" ließ grĂŒĂŸen....


    Lange bin ich nur in Jeansjacke, Jeans oder bestenfalls SchnĂŒrlederhöschen und irgendwelchen SchlĂ€ppchen gefahren. Hauptsache, ich hatte einen Nierengurt um die Mitte und ein schickes Tuch um den Hals. Als Handschuhe haben ein Paar kurzstulpige "Damenhandschuhe" gereicht.


    Irgendwann hat's mich in Jeans mal geschmissen. Die Narbe, die ich heut noch am Knie hab, war nicht so schlimm, aber die Lieblingsjeans war halt hin.


    Nach und nach wurde die Ausstattung dann immer besser, ĂŒber gepolsterte Lederhose mit Textiljacke und ordentlichen Mopedstiefeln und gescheiten Handschuhen bis zur ersten nagelneuen (und passenden!) Lederpelle.


    Heut kann ich mir nicht mehr vorstellen, ohne komplette Ledermontur zu fahren. Ich fĂŒhl mich schon unwohl, wenn ich mal in Jeans und Schlappen nur zum Tanken fahre. Textil is auch nicht so meins, in dem Plastikgeraffel fang ich sofort an zu schwitzen. Außerdem schmilzt es so schön, wenn man damit mal ĂŒber die Straße schliddert.


    Das muss so um 1976 oder 77 gewesen sein....



    IMG_20200213_151838.JPG

    Etwas GrĂŒnes braucht der Mensch!

    Orientierung ist, wenn man trotzdem ankommt...

  • Was soll der Knick im Auspuff, ist der selbstgebaut / verĂ€ndert gewesen? Sollte das Abtrieb erzeugen? :-)


    Ich kann weniger: 3 Fahrstunden mit Mopped. 1x Stadt, die Landstraßenfahrt war generell eine Doppelstunde.

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Ach ja, lange ist es her.

    Als ich den FĂŒhrerschein machte, war ich im Studium.

    In der Fahrschule hatte ich ein paar "feste" Schuhe und Jeans. Helm, Handschuhe und Jacke hat die Fahrschule gestellt. Das war ...hm...1988.

    Bei der PrĂŒfung hat es dann geregnet. Naja, mit 25 steckt man das weg. Ich hab mir dann einen Helm, billige Handschuhe und eine Jacke gekauft. So bin ich dann bei jedem Wetter zum Studium gefahren. Regenklamotten hab ich mir da auch schon geleistet.

    Als ich dann Probleme mit den Knien bekommen habe, hab ich mir auf dem Flohmarkt eine Lederhose besorgt, die so groß war, dass ich HosentrĂ€ger brauchte. Immerhin passte die Jeans drunter. Etwas spĂ€ter hab ich dann auf dem Flohmarkt auch ein paar Stiefel gefunden. Bessere und auch passende Klamotten habe ich mir dann erst Mitte der 90er zugelegt. GlĂŒck gehabt...

  • Ich kann weniger: 3 Fahrstunden mit Mopped. 1x Stadt, die Landstraßenfahrt war generell eine Doppelstunde.

    Fahrstunden,was ist das đŸ€”!Ne 8 mit der AWO ĂŒbern Platz, 30 Mark bezahlt, das wars. Sowas geht natĂŒrlich schon lange nicht mehr!Der 2er war dann spĂ€ter schon etwas aufwendiger, gekostet hat er aber nur 80 Mark.

    Ich hab was gegen Zungenrausstrecker,Mittelfingerzeiger und Essensleichenposter;)Eigentlich bin ich gegen alles!:|

  • Was soll der Knick im Auspuff, ist der selbstgebaut / verĂ€ndert gewesen?


    Das weiß ich doch heute nicht mehr. Ich bin mir nicht mal mehr sicher, wem das Moped gehörte.

    Etwas GrĂŒnes braucht der Mensch!

    Orientierung ist, wenn man trotzdem ankommt...

  • Ach ja, das waren noch sparsame Zeiten damals, mit nur so wenig Fahrstunden... Wenn man so heute die Jugend hört: 20-30 Fahrstunden soll keine Seltenheit sein ...! đŸ˜łđŸ€”


    Meine erste von den 5 Mopedstunden war ja nur eine Trockenstunde 😂. Da wurde erstmal nur die Technik/Funktion grob erklĂ€rt und man musste beweisen, das man 3x hintereinander das Teil auf den HauptstĂ€nder bringen konnte😅

    Die 2. Stunde war dann auf einem Parkplatz, um dort um HĂŒtchen herum zu zirkeln. Die 3. Landstraße, 4. Nachtfahrt, 5. Autobahn und Stadt mit integrierter PrĂŒfung - und das alles eben im strömenden Regen 😖...

    Aber, wer schon mal bis auf die Knochen richtig durchnĂ€sst war - zB wĂ€hrend einer Fahrt an den Bodensee, wo es ab Hamburg bis Meeresburg durchgehend geregnet hat - den stören auch keine kalten Temperaturen mehr. Bin in der Unizeit auch immer den Winter durchgefahren, solange die Straßen schneefrei waren...

    Überlege jetzt auch, mal wieder ganzjĂ€hrig anzumelden. Bei dem Klimawandel kann man bald sowieso die Winter durchfahren... Aber dann werde ich auch wieder auf Leder umstellen.

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