Sucht euch schon mal ein neues Hobby

  • Standgeräusch nimmt man deshalb, weil die Trachtentruppe mit einem handelsüblichen Handpegelmesser auf dem Waldparkplatz nachmessen kann, ob der eingetragene Wert ungefähr eingehalten wird - da das hemdsärmelig gemacht wird, gönnt man uns dann eine Messtoleranz von 5dB (afair) - heikel ist nur, wenn das Töff mehr als diese Toleranz nach oben vom Papierwert abweicht, da dann angenommen werden kann, dass ein technischer Defekt oder eine Manipulation vorliegt.


    Ein Fahrgeräusch ist für die Aufsichtsbehörde in freier Wildbahn nicht umsetzbar, da eine definierte Messumgebung gefordert ist, die sich im öffentlichen Verkehrsraum so nicht findet.


    Ob es nun realistisch ist, einen Wert zu nehmen, der zwar eine typische Betriebsdrehzahl abbildet, aber einen sehr untypischen Lastzustand kann gerne diskutiert werden, aber nicht, dass es der einzige Wert ist, der im Zweifelsfall relativ unproblematisch nachgemessen werden kann. Hier siegt der Pragmatismus.


    Verallgemeinernd wird anscheinend angenommen, dass Fahrzeuge mit einem hohen Standgeräuschpegel auch ein lautes Fahrgeräusch erzeugen.


    Vorschlag:

    Wenn wir hier intern mal eine Sammlung anlegen, welches Krad welche Angaben für Stand und Fahrgeräusch hat und diese Werte in ein x-y-Diagramm verpunktet wird sich eine längliche Wolke ergeben, bei der mit zunehmendem Standgeräusch auch das Fahrgeräusch ansteigt. Die Breite dieser Wolke zeigt dann auf, um wieviel verschiedene Modelle mit gleichem Standgeräusch lauter oder leiser ist, als der Trend, mit dem Stand- und Fahrgeräusch möglicherweise korreliert scheinen.


    Könnten wir ja mal machen, so eine Sammlung und dann eine Petition auf den Weg bringen, dass wir nicht akzeptieren wegen eines zu höhen Standgeräuschs Fahrbeschränkungen zu bekommen und dass wir dafür sind, stattdessen die Fahrzeuge mit zu hohem typisierten Fahrgeräusch auf den Opfertisch zu legen... oder solche, die zwar niedrige Standgeräusch haben, aber auffällig hohe Fahrgeräusche... oder... irgendwas anderes, damit der Lärm eingeschränkt wird, den wir und unsere Brüder im Geiste mit unserem "Hobby" verursachen. Solange wir nicht ändern, werden die sich von uns gestört fühlenden keine Änderung bemerken.

    Und wie schon erwähnt: egal wie leise wir als Kollektiv werden, wird es immer Einzelne geben, die in irgendeiner Form akustisch auffallen... und wenn etwas auffällt, dann ist es nach gängigem Verständnis "zu laut".


    Wir kennen das, wenn nachts eine Mücke mit ihren 15-20dB durch's Schlafzimmer sirrt. Zu laut! Schlafen und Entspannung unmöglich.

    Wenn wir mit unseren Hobby-Grinse-Eimern 80dB und mehr erzeugen, dann sind "die anderen" (mal wieder) paranoid und und ungerecht und wollen uns das letzte bisschen Freiheit nehmen...


    Nicht nur die anderen messen mit zweierlei Maß - da tun wir schon auch!

    Wenn man noch nicht angekommen ist, ist man noch unterwegs.

  • Die 53 Kehren zum Stilfser Joch bin ich auch schon zweimal gefahren, die Gegend, das Panorama sind gigantisch. Bei der Tour haben mich die Autofahrer am meisten genervt, manche Hutfahrer bremsen bergauf in der Kehre und die hatte ich ständig vor mir. Oder sie trauten sich nicht, Fahrradfahrer zu überholen und trotteten mit 5 kmh hinterher. ;(

  • Jetzt mal ganz ketzerisch:

    Ihr ergiesst Euch hier in Erklärungsversuchen, die nicht mal die Verursacher der Vorgaben, Regeln oder Gesetze selbst verstehen... ^^

    Das mag für manche so erscheinen, die sich bisher nicht mit dem Thema befassen wollten, mit Hinblick auf Tirol nur mit dem Kopf schütteln und morgen die Welt nicht mehr verstehen, sollte uns Selbiges blühen.


    Hundetaktik: bei unangenehmen Dingen einfach in die andere Richtung schauen, um diese verschwinden zu lassen.

  • Das mag für manche so erscheinen, die sich bisher nicht mit dem Thema befassen wollten, mit Hinblick auf Tirol nur mit dem Kopf schütteln und morgen die Welt nicht mehr verstehen, sollte uns Selbiges blühen.


    Hundetaktik: bei unangenehmen Dingen einfach in die andere Richtung schauen, um diese verschwinden zu lassen.

    Lach... netter Versuch...
    Ich sehe es anders... Keine unnötige Zeit und Nerven vergeuden.
    Denn weder Du, noch ich werden in Tirol oder der Schweiz oder wo auch immer es losgeht mit dem Geschreibsel hier was ändern.
    Und sorry, aber mit "sich formieren" oder ähnlichem hat das nix zu tun.
    Das ist wieder mal ein Schwanzlängenvergleich, bzw wer den gößten Haufen scheissen kann...
    Weil von einhelliger Meinung ist hier nichts zu spüren. Jeder will doch nur am klügsten sein.

    Tut mir leid, aber so stellt es sich dar...

  • Man findet im Netz einige wissenschaftliche Veröffentlichungen, die einen solchen einfachen Zusammenhang verneinen.


    Auf diesen unsicheren Grund begibt sich niemand freiwillig.

    In Tirol definieren sie Standgeräuschmessung ist relevant und fertig.

    Quellen Herr Mikael, was sind die wissenschaftlichen Veröffentlichungen?

    sollte es oben nicht stehen, ich grüße immer herzlich.

  • Lothar: diese Korrelation kann man natürlich machen.


    Aber: die tatsächlichen Fahrgeräusche bei der Jagd bzw. Fahrt zum Gipfel übertreffen die Werte der Fahrgeräuschmessung doch beträchtlich. Das enge Messfenster (2 x 10 m), die niedrige Eingangeschwindigkeit und die Gangwahl (plus Maßnahmen wie Klappenauspuff, Hubsteuerventil, lange Übersetzung etc.) sorgen doch dafür, dass das Motorrad für die Fahrgeräuschmessung gar nicht in den richtig lauten Bereich kommt. (Das hat die Industrie schon sauber hinbekommen).


    Als Folge diskutiert man 80 bzw. 85 dB für jeden Lastzustand.

  • Drum finde ich das oben genannte Modell der Schweizer gar nicht mal so schlecht. Mehr Kontrollen (ohne Pauschal-Sperrungen), und die Übeltäter hart bestrafen, bis zur Enteignung. Sowas spricht sich rum, und es ist Ruhe im Karton. Auch bei den Auto-Posern.


    Vielleicht sollte man auch alles unterhalb 1000 Kubik verbieten. Dann hat jeder genügend Drehmoment, um ohne Drehzahlorgien den Berg hochzukommen... ;-)

    meep meep

  • ........Man fischt zuverlässig die >95 dB-Kandidaten raus.


    Beliebig erscheinendes Kriterium von 95 dB?!


    So dumm ist das gar nicht. Damit filtert man alle aktuellen vierzylindrigen Supersportler aus (98 dB), alle leistungsstarken Exoten aus Italien (97 bis weit über 100 dB), viele Cruiser. Da diese häufig typenrein in Gruppen auftauchen, schreckt man gleich viele im Vorfeld ab.

    Spannend wie sich dieser Thread entwickelt hat..... vor allem wenn die lokale Presse vom Vorbild des Tiroler Modells berichtet. :D


    Wenn man plötzlich selber betroffen sein könnte ist die Welt plötzlich eine Andere.... und dass das Tiroler Model schon seit Monaten in der Schweiz und in Deutschland vermehrt Zuspruch findet glaubt man erst, wenn man es selber liest.


    Was letztes Jahr lustig in Tirol war, war das einige Polizeimotorräder vom Fahrverbot betroffen war.


    Es trifft nämlich auch diverse große Zweizylinder die als Reisemotorräder sehr beliebt sind.


    Ganz aktuell die neue Tracer 9 von Yamaha.


    Und nochmal, das kann beliebig gesenkt werden. Es wird Zeit, dass die welche 93dB im Schein stehen haben darüber nachdenken.


    Eine weitere Wiederholung: meine 1200GS hat ein Standgeräusch von 87dB brüllt unter Last bergauf aber mal ganz anders als die CRF1000L bei der 95dB als Standgeräusch eingetragen sind.

    Die T7 ist im Standgas auch besser zu hören als meine CRF1000L und hat wenn ich richtig bin 91 oder 93dB eingetragen. Das "besser zu hören" ist natürlich subjektiv. Die Frequenzen können obwohl sie subjektiv leiser bollert dafür sorgen, dass sie objektiv lauter ist.


    Die Gefahr ergibt sich daraus, dass es nicht gegen EU Recht verstößt, sowie es in Tirol umgesetzt wurde und jederzeit gesenkt werden kann ohne dass der Rahmen verändert wird.


    Die welche mit 12000 Umdrehungen rumheizen oder Auspuffklappen haben dürfen weiter fahren, obwohl sie aus meiner Sicht lauter sind. Oder die Vierräder die manchmal noch viel lauter Brüllen.....


    Eine weitere Wiederholung: ich fahre sehr, sehr selten mit drei viertel der Nenndrehzahl ohne eingelegten Gang!

    ........So dumm ist das gar nicht. .......

    Da widerspreche ich mal deutlich!


    Das trifft zu einem Großteil die Falschen. Das Standgeräusch hatte nie einen vorgeschriebenen Wert einzuhalten. Es ist ein Wert mit dem wie Du schreibst, Manipulationen überprüfbar sind.


    Es hat viel mit Drehzahlen und sorry, gesunden Menschenverstand zu tun, welcher leider in einer narzisstischen Gesellschaft, aus meiner persönlichen Sicht, ständig abnimmt. Jedem das Seine und mir das Meiste.


    ;)



  • Quellen Herr Mikael, was sind die wissenschaftlichen Veröffentlichungen?

    Aber gerne. Zum Beispiel:


    Betzel, W., "Messung der Geräuschentwicklung im Nahfeld von Kraftfahrzeugen", Düsseldorf, VDI-Verlag (1974).


    Weiteres z.B. hier.

  • Das ist doch Quatsch. Wenn das Fahrgeräusch einen höheren Wert haben würde, hätten 'sie' das genommen?

    Aber sicher. Das gibt die Logik doch vor. Oder wie würdest Du das Motorradfahren Aufgrund fadenscheiniger Erlasse ausdünnen? In dem Du einen Wert nimmst der so niedrig ist, dass jeder lachend vom Stuhl fällt weil der nicht haltbar wäre? Ich kann es gerne wiederholen. 100dB Standgeräusch, 77dB Fahrgeäusch bei meiner Multi. Wer würde 77dB als Lärmbelästigung ernsthaft ansetzen? :/

    Verwirrt mich nicht! 😤

  • Herr Mikael, ich muss die vorgelegten Beweisstücke A und B als irrelevant zurückweisen. Bei besagten Dokumenten geht es nur um das Messen von Standgeräuschen, welches nicht streitgegenständlich ist, aber nicht um eine Beweisführung gegen die These, man könne vom Standgeräusch X verallgemeinernd auf ein Fahrgeräusch Y schließen.


    Und das ist, ich wiederhole mich jetzt deutlicher, den Behörden sch...egal. Denen geht es - für mich nachvollziehbar - darum den Lärm zu reduzieren. Das schaffen sie so mit ihrer Festlegung auf das Standgeräusch. Da ist es Wurst, ob auf dem Tank Ducati oder Harley Davidoff steht. Und die werden mit keinem von uns über Sinn und Unsinn von Messmethoden diskutieren.


    Standgeräusch über 95 db?

    Verboten!

    Bussgeld, umkehren und Tschüss,

    sollte es oben nicht stehen, ich grüße immer herzlich.

  • (siehe kommentierte Zitate => alles anzeigen)

  • Herr Mikael, ich muss die vorgelegten Beweisstücke A und B als irrelevant zurückweisen. Bei besagten Dokumenten geht es nur um das Messen von Standgeräuschen, welches nicht streitgegenständlich ist, aber nicht um eine Beweisführung gegen die These, man könne vom Standgeräusch X verallgemeinernd auf ein Fahrgeräusch Y schließen.

    Kapitel 5.2: "Korrelation der Stand- und Geräuschmesswerte von im Verkehr befindliche Fahrzeugen". Wird dort zusammenfassend bestätigt.


    Derartige Bewertungen sind mir auch anderswo begegnet. Aber wenn Du nicht mal eine einzige Quelle lesen willst, werde ich beim Suchen gleich seeehr faul.

  • Oder das Zitat von Betzel.


    Wie gesagt, ich verfolge das Thema schon länger und einfache Abhängigkeiten wie Standgeräusch x C1 = Fahrgeräusch gibt es nicht.


    Dass man das Geräusch im Stand (ohne Last) nicht mit einer Fahrsituation bei gleicher Drehzahl (Geräusch unter Last) vergleichen kann, muss ich hoffentlich nicht weiter nachweisen.

  • Das Bild ist schön, aber was sieht man? Ich mutmaße mittelwertnormierte Werte. Bin unsicher ob reale Messwerte, oder typisierte Papierwerte, oder gar die Mischung aus gemessenen Standgeräuschen und Papierfahrgeräuschen.


    Falls da was mit Mittelwert gemacht wurde... ist sehr kritisch, wenn man Mittelwerte aus logarithmierten Werten bildet... sowas darf nur machen, wer weiß was er macht!

    Wenn man noch nicht angekommen ist, ist man noch unterwegs.

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