Ich wollte es nicht glauben, hat mal jemand behauptet: wenn du in der 30er Zone 30 fährst stehst du bei einer Notbremsung nach 13m. Bei 50 Km/h knallst du nach 13m mit voller Geschwindigkeit auf das Hindernis. Oft tödlich für spielende Kinder und sonstige ungepanzerten. Nun habe ich mal nachgerechnet, stimmt! Bei einer Sekunde Reaktionszeit und 7,5m/s^2 Bremsverzögerung. Das sind realististische Werte. Die Formel in EXCEL: =(A1/3,6*A3)+((A1/3,6)^2/A2/2) Dabei bedeutet: A1= Geschwindigkeit in Km/h A2= Verzögerung in m/s^2 A3= Reaktionszeit in s. Bei diesen Beispielen als 1 Sekunde angenommen. Das Ergebnis ist in Meter. Nun irritiert der oft propagierte Bremsweg: Von 100 auf 0 nur 39m. Das ist aber der harte Bremsweg bei optimalen Bedingungen. Die Reaktionszeit ist dabei nicht berücksichtigt. Diese Angabe sagt nur etwas über die Qualität der Bremsen aus. Bei 100Km/h legt das Fahrzeug in einer Sekunde 27,8m zurück. Eine Sekunde ist durchaus realistisch. Vom erkennen der Gefahr bis zum richtigen Zupacken der Bremse kann durchaus eine Sekunde vergehen. Es ist schon erschreckend wenn man mal weiter rechnet. 50 Km/h--- 26,7m 100 Km/h---79,2m 130 Km/h---123m 200 Km/---261m Der Peter, der lieber rechnet. Die Computerspiele sind mir zu langweilig.
Anhalteweg
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gruftipeter -
18. März 2014 um 00:48
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Verehrter Gruftipeter, das mag ja alles soweit richtig sein, Du kannst das ändern, indem Du Dein Bike nur noch schiebst. Ein vorausschauender und mit der Blödheit Anderer (meist PKW-Fahrer) rechnender Moped-Fahrer, kalkuliert das automatisch ein. Nichts für ungut über Deine Erkenntinsse, aber ein Bike schieben macht doch keinen Spass, und schon gar nicht "bergauf"! Meint mfG der Cruiser-Fahrer
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Ah, noch eine Nachteule. Meine Rechnerei ist Theorie. In der Praxis spielen noch andere Faktoren eine Rolle. So ist hier nicht der schwer zu erfassende Reibwert zwischen Reifen und Straße berücksichtigt. Da würde bei glibberiger Fahrbahn die Bremsverzögerung noch weiter absinken. Ebenso der Luftwiderstand, der bremst auch mit. Ändern kann man das nicht. Aber immer nach dem Motto fahren: Alle anderen Verkehrsteilnehmer sind blind, besoffen oder einfach zu dämlich. Falls nicht, um so besser! Nächtliche Grüße: Peter
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441536 Den Bremsweg schaffen aber nicht viele Motorradfahrer. Die meisten Motorräder haben unter besten Bedingungen, auch mit ABS, einen Bremsweg von um die 42m aus 100 km/h, viele sogar 45m wenn das ABS älter ist und noch nicht so schnell rechnet. Ohne sieht es noch schlechter aus, da kaum jemand Vollbremsungen mehr übt, wenn er den Führerschein in der Tasche hat. Neue Mittelklassewagen schaffen einen Bremsweg von 36m, da sollte sich der hinterherfahrende Motrradfahrer schon mal einen Notausgang bereithalten, sonst rauscht er mit ca. 40km/h auf den schon stehenden PKW :wacko:
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Peter, das ist 'n alter Hut, das lernste schon in der Fahrschule. Auch, dass (rechnerischer) Bremsweg nicht gleich Anhalteweg ist

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Eigentlich sind mir Bremsweg, Anhalteweg usw....völlig egal, Hauptsache die Bremsen funktionieren und ich komm rechtzeitig zum stehen.. :yahoo: :yahoo: weil, wenn ich bremsen muß, und vorher noch überlege, wie lang mein Anhalteweg inklusive Bremsweg ist.....dann ist es eeh zu spät und ich klebe auf dem Hinderniss...... :wacko: :wacko:
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Und da einige ja eine Reaktionszeit wie eine Schranke haben, klingeln nur nicht beim umfallen, ist das ganze doch eh egal wenn es knallt.
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Hallo Gruftipeter, mein neues Bike hat jetzt ABS, drum werde ich mich bemühen immer voll zu bremsen, dann müsste ich ja, wenn alles gut geht, immer rechtzeitig zum Stehen kommen. Natürlich nur bei passiver Fahrweise, obwohl, gegen bestimmte Hirnis nützt auch die Bremse oder ABS wenig! Das musste auch der Polizeidirektor von Stuttgart letztes Jahr bitter erfahren, dessen Frau an dem Tag deshalb Witwe geworden ist! Meint mfG der Cruiser-Fahrer :bye:
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Ein ABS verkürzt nicht den Bremsweg. Ein verbreiteter Irrglaube. ABS macht das Bremsen sicherer, vermeidet (meist) den Sturz durch überbremsen. Den Anhalteweg kann man verkürzen wenn man sehr aufmerksam fährt. Beispiel: "Huch, wo kommt der denn her?" Ein aufmerksamer Fahrer hätte den möglicherweise früher bemerkt. Und wenn die Gegend noch so schön ist, der Blick gehört der Straße! Aus diesem Grunde werden schon Sichtblenden angebracht. So an der (staugefährdeten) Fleher Rheinbrücke bei Düsseldorf. Ein aufmerksamer Fahrer kann also seine Reaktionszeit verkürzen. Das können im Ernstfalle die rettenden Meter sein. Bei 100Km/h legt das Fahrzeug in einer Sekunde 27,8 m zurück. Wenn der Fahrer schon nach 0,5 Sekunden reagiert, gewinnt er mehr als 13 Meter! Nichts anderes wollte ich mit meiner Formel für EXCEL zeigen. Es lohnt sich damit ein wenig zu experimentieren. Das gilt aber nur in der Ebene. Auf einer Gefällstrecke verlängert sich der Bremsweg beträchtlich. (Wieviel, das habe ich noch nicht ausgerechnet.) Wieviel Bewegungsenergie in einem Fahrzeug gespeichert ist, das ist schon erstaunlich! Das hatte ich hier im Forum schon mal gezeigt, (natürlich) mit einer EXCEL-Formel. Peter
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Hallo Gruftipeter, ich möchte Dir ja nicht zu nahe treten, aber Du scheinst während Deines Arbeitsllebens ein Beamter gewesen zu sein, könnte man zumindest vermuten, Deinen Ausführungen nach zu schließen. Ob Du es nun glaubst oder nicht, das mit dem ABS ist mir bekannt. Ich bin in meinem Leben als ehemaliger Außendienstler so viel gefahren, dass mir das niemand zu erklären braucht. Ich weiß, dass das ABS speziell die "Überbremsung" verhindern soll, damit man nicht auf die Schnauze fällt! Egal ob bei nasser oder trockener Fahrbahn! MfG vom Cruiser-Fahrer
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Dann will ich mal die Luftwiderstandsabhängige Höchstgeschwindigkeit bei Autos ins Gespräch bringen, die da besagt, das du bei Geschwindigkeiten über 3oo Stundenkilometern für jede 10 km/h mehr in der Vmax 100 PS mehr benötigst. :mail: Wer zum Teufel interessiert sich für den Bremsweg??? :scratch: Das Leben ist zu kurz für Fahrschulfragen aus den 80-ern!!!! :wacko: Gruß vom Klausi.... :bye:
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Nein, ich war kein Beamter. Facharbeiter, Handwerker. Lehrberuf: Elektromechaniker. So nannte das sich sich damals. Nun, Physik und Mathematik waren meine Lieblingsfächer. Für andere der blanke Horror. Dagegen schwächelte ich in den Geisteswissenschaften, da gibt es nichts zu berechnen. Leider führte die Mittelschule nicht weiter, bei Gleichungen mit zwei Unbekannten etwa war Schluß. Jeder Abiturient kann heutzutage mehr. Oder er sollte es können. Reicht das als Erklärung? Ich finde es eben spannender die mögliche Schräglage eines Motorrades auf dem Mond auszurechnen als in einem Computerspiel feindliche Raumschiffe abzuschießen! Eine gewaltige Erleichterung bei solchen Rechnungen ist EXCEL. Früher gab es bestenfalls einen Taschenrechner. Noch früher nur Karo-Papier und Bleistift. Immerhin, es hält die berühmten "grauen Zellen" im Training. Übrigens, die sind gar nicht grau, etwa blaß-rosa. Grau werden die erst als Präparat in Formaldehyd-Lösung. Peter
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441563 Klausi, 300Km/h ist keine Alltagsgeschwindigkeit. Aber der Rennfahrer sollte sich durchaus für den Bremsweg interessieren. Rennen werden nicht mehr wie früher mit der Motorleistung gewonnen. Leistung haben die Rennfahrzeuge alle mehr als genug. Es kommt auf die Taktik an. Wer später bremst ist länger schnell. So kann man etwas überspitzt sagen: Rennen werden mit der Bremse gewonnen! Peter
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Das Kritische an der Sache mit dem Anhalteweg dürfte sein, dass er eine quadratische Komponente hat (den Bremsweg). Der Mensch tut sich im Umgang mit Nichtlinearitäten leider schwer. Überproportionale Anstiege werden meistens stark unterschätzt. Das kann man natürlich erlernen, aber von Natur aus ist da nicht viel mit Intuition.
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Die sollten sich alle zu Gemüte führen, die ein (Mopped) GPS/Handy während der Fahrt bedienen.
Einmal aufs Display schauen, Knöbbsche drücken und wider auf Fahrbahn fokussieren - na? 3-5 Sekunden?
Bei Landstraßentempo 100 ca 80m Blindflug.
Na Peter, das reicht für einen Anhalteweg bei Tempo???
Gruß
Wolle -
441568 Na, dann laß ich doch meine EXCEL-Formel mal rechnen. Bei 100Km/h 3 Sekunden Ablenkung + 0,5 s Reaktionszeit, Bremsverzögerung 7,5 m/s^2 (Was ein mittelbegabter Motorradfahrer so schafft) ergibt einen Anhalteweg von unglaublichen 149m. War er gleich 5 Sekunden abgelenkt ergibt sich ein Anhalteweg von 204m. Man muß sich nur vor Augen halten daß ein Fahrzeug bei moderaten 100Km/h pro Sekunde 27,8m zurücklegt. Dazu addiert sich noch der harte Bremsweg. Übrigens, wer mit 100Km/h auf ein festes Hindernis knallt, der ist mit Sicherheit im Himmel. Oder Hölle, je nach Sündenregister. Frage beantwortet? Peter
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Zitat von 441569
Übrigens, wer mit 100Km/h auf ein festes Hindernis knallt, der ist mit Sicherheit im Himmel. Oder Hölle, je nach Sündenregister. Frage beantwortet?
Verkürzt aber extrem den Anhalteweg
Übrigens, wer als Hobbyfahrer versucht eine gute Zeit auf der Bremse zu erreichen.....wird zu 99,99999% scheitern;-) -
Meine Meinung: Das Leben wird völlig überbewertet ! Es endet sowieso tödlich !
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441567 Uli, da hast du wohl recht. Denke nur an die fortwährende Verdoppelung. 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024, 2048, 4096....usw. Es werden bald nicht mehr vorstellbare Zahlen erreicht. Schon bei der 42 sten Faltung würde ein Blatt Papier bis zum Mond reichen! Alles nur Theorie, weitab von jeder Verwirklichung. Das ist aber auch das vertrakte an der Mathematik. Die ist manchmal zwar unanschaulich, aber immer korrekt. Peter
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Hallo, mal ne Provokante Frage: Was nützt die ganze Rechnerei, wenn ich das nie im Betrieb mal ausprobiere? Die wenigsten die hier mit ABS Maschinen fahren, haben doch wirklich das ganze mal getestet: Hinterrad allein in den Regelbereich Vorn allein in den Regelbereich Notfallbremsung! Die ohne ABS sowie so nicht Ich fahre selbst seit deutlich mehr als 10 Jahren und seit einiger Zeit Supermoto und ich sehe bei jeder Kurve wieder wie ich das auch heute noch nicht wirklich punktgenau hinbekomme
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Ja, da hast du wohl recht. Übung macht eben den Meister. Anders ausgedrückt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber so mancher schon auf die Schnauze! Meine 16 Jahre alte Transalp hat kein ABS. Das war damals noch nicht der Stand der Technik. So gilt: Hinten blockieren, vorne dosieren. Das geht meist ohne Sturz ab. Glücklicherweise hatte ich eine solche Gefahrensituation selten. Dank vorausschauender Fahrweise. Genug Eigenlob. (Manchmal möchte ich doch einem unaufmerksamen PKW-Fahrer eins auf sein Zifferblatt geben, voll auf die Zwölf. Aber das darf ich doch gar nicht!) Obwohl er das manchmal verdient hätte. Der Peter
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441688 Das sollte man aber sehr vorsichtig machen, sonst kann es ja nach Modell schnell einen Salto vorwärts geben.
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Sage ich doch. Vorne dosieren. Was das blockierte Hinterrad macht das kann man noch einigermaßen leicht kontrollieren. Nur nie vorne blockieren. Das hat einen sofortigen Sturz zur Folge. Das läßt sich kaum noch auffangen. Man liegt dann halt auf der Fresse. Wenn du ganz großes Pech hast im eigenen Blut! Wer will das schon. Das Leben ist doch einfach zu schön um das einfach wegzuschmeißen. Pitter
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ABS ist ja was nettes, aber wer mal auf engen Waldwegen bergab mal miterlebt hat, als das ABS bei etwas Sand in einer leichten Kurve die Bremse aufgemacht hat, der weiss die Helferlein sind immer nur so gut wie der vorausschauende Fahrer. Ohne ABS geht auch ein Stoppie.
Grüß le vom Fuzzi -
441883 Dafür gibt's Moppeds mit abschaltbarem ABS. Einfach mal vor dem Kauf überlegen, was man denn so für Strecken fahren will... :wacko:
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