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Suzuki V-Strom 650 - ein Erfahrungsbericht

  • LLosch
  • 6. Juni 2021 um 21:26
  • KI-Zusammenfassung
  • Mittels künstlicher Intelligenz generierte Zusammenfassung

    In diesem Thread geht es um Erfahrungsberichte zur Suzuki V-Strom 650 und den Eindruck, wie sie im Praxisalltag läuft. Die Stimmung ist überwiegend positiv: robust, zuverlässig, komfortabel im Alltag, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Weniger begeistert sind manche von Optik/Finish und von manchen Extras, die man bei anderen Marken findet.

    Wesentliche Eindrücke und Vorteile

    • Komfort und Alltagstauglichkeit: Sitzposition ist bequem, Handling angenehm wendig, selbst auf kurzen Testfahrten wirkt sie leicht beherrschbar – ideal als Reise-Enduro.
    • Gewicht und Fahrgefühl: Fahrfertiges Gewicht rund 214 kg ermöglicht eine leichtere Handhabung als bei schwereren Modellen; der Charakter des Motorrads wirkt entspannt und spielerisch.
    • Motor-/Fahrleistungen: Mit rund 70 PS reicht es für überlandfahrten und Überholmanöver im Alltag; genug Drehmoment, um zügig unterwegs zu sein, ohne ständig zu jagen.
    • Preis und Verfügbarkeit: Neupreis grob im unteren bis mittleren Segment verglichen mit Konkurrenz; gute Gebrauchtpreise und regelmäßig reichlich Angebote online.
    • Wartung und Zuverlässigkeit: Langzeitbeispiele zeigen hohe Laufleistungen (über 250.000 km) mit stabiler Zuverlässigkeit; regelmäßige Wartung (z. B. Inspektionen) ist gut dokumentiert und überschaubar.
    • Nutzbarkeit und Ausstattung: Fahrzeugtechnik ist solide, Navigation/Steckdosen vorhanden; Hauptständer wird als nützliches Zubehör betont, besonders für Pausen, Kettenpflege und Soziusbetrieb.

    Wichtige Einschränkungen und Kritikpunkte

    • Finish und Patina: Weniger Liebe zum Detail gegenüber einigen Wettbewerbern; wirkt weniger hochwertig in der Optik.
    • Ausstattungs-Extras: Manche Elemente wie beheizte Sitzbank/Heizgriffe, adaptives Fahrwerk oder ABS-Optionen werden teilweise als Nachrüstbedarf gesehen; bei einigen Modellen fehlen bestimmte Komfortfunktionen.
    • Auftritt/Wow-Faktor: Das Motorrad ist eher unauffällig und weniger „eye-catcher“ – kein sportliches Statement, eher ruhiges Cruisen.
    • Sportlichkeit vs. Cruisen: Wer absolute Sportlichkeit sucht, findet hier vermutlich andere Modelle; für entspanntes Tourenfahren ist die V-Strom gut geeignet, aber weniger „sparks“ im engen Kurvensport.
    • Marktpolitik der Modellreihe: In späteren Kommentaren wird diskutiert, ob Suzuki die 650 weiterseriell anbietet, da man sich stärker Richtung 800er-Ausführung orientiert. Das bedeutet potenziell Veränderungen bei Verfügbarkeit von Teilen und Service.

    Langzeit- und Wertaspekte

    • Mehrere Erfahrungsberichte dokumentieren extreme Laufleistungen: Modelle mit 200.000 km bis 264.000 km und mehr zeigen, dass der Motor robust läuft; Reparaturbedarf beschränkt sich oft auf übliche Verschleißteile.
    • Die 650er gilt als verlässlich für Langstrecken und zwei Personen mit Gepäck; Komfort auf längeren Strecken wird besonders hervorgehoben.
    • Ein konkreter Vergleich mit der KTM 790 Adventure zeigt: Die V-Strom ist deutlich günstiger in Anschaffung und laufenden Kosten, während die KTM leichter und sportlicher wirkt – aber mit höheren Anschaffungskosten und teils mehr Aufwand in Wartung/Elektronik gesehen wird.

    Offene Fragen und Diskussionspunkte

    • Wie lange wird die 650er noch produziert bzw. unterstützt, insbesondere im Hinblick auf EU-Regularien und die Einführung der 800er-Varianten?
    • Welche konkreten Ausstattungsoptionen lohnen sich für diejenigen, die viel unterwegs sind (Hauptständer, Heizgriffe, ABS-Optionen, Fahrwerkseinstellungen)?
    • In welchem Rahmen kommt die 650er gegenüber neuen Konkurrenten wirklich an ihre Grenzen (Punktgewinn in Gewicht, Leistung, Elektronik)?

    Kurzes Fazit

    • Die V-Strom 650 ist eine sehr gute Wahl, wenn man ein zuverlässiges, zukunftssicheres Tourenmotorrad sucht, das angenehm fährt, sparsam im Verbrauch ist und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Sie punktet besonders mit Zuverlässigkeit, Reichweite und Alltagstauglichkeit. Für Enthusiasten, die sportliche Bremsattacken oder glänzende Optik suchen, ist sie weniger geeignet. Wenn man Wert auf eine langlebige, einfache Technik legt, ist sie oft die vernünftige Wahl.

    Zuletzt erstellt: 7. März 2026 um 12:31 Hinweis: KI kann Fehler machen. Die Zusammenfassung kann unvollständig oder nicht korrekt sein. Zwischenzeitlich können zudem neuere Antworten vorliegen, die den Inhalt beeinflussen würden. Es kann daher später eine aktualisierte Neuzusammenfassung folgen. Bitte lies zur Sicherheit das Thema vollständig.

  • LLosch
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    • 6. Juni 2021 um 21:26
    • #1

    Hallo zusammen,

    nachdem ich in den letzten 10 Jahren alle 2 Jahre mein 2.Moped gewechselt habe wurde es mir zu blöd. Ich wollte nicht wieder kaufen und dann nach 2 Jahren wieder verkaufen.

    So hab ich dann mal meine "Wunschliste" etwas spezifiziert und mir gesagt:

    Bevor Du wieder kaufst - miete sowas mal.

    Ja - fast alle Händler bieten Probefahrten an - aber was sagt es aus, wenn ich ein Moped 1 oder 2 Stunden gefahren bin?

    Sicher einiges - aber das wirkliche "Erfahren" kommt erst ab Tag 2 - bei mir jedenfalls.

    Also - was will ich:

    - Gute aufrechte Sitzposition - "Reise-Enduro" im weitesten Sinne

    - einigermaßen Leistung (Hab schon 3x Mopeds aus der 180PS Klasse gehabt)

    - geringes Gewicht

    - Großserientechnik

    - ganz sicher keine bmw! (Bitte nicht! hinterfragen -ist so. Punkt!)

    Irgendwann standen da immer wieder 2 Mopeds auf der Liste:

    KTM 790 und Suzuki V-Strom 650

    Da ich ein echter Fan von japanischen Mopeds bin hab ich die V-Strom 650 gegen meine letzte Reiseenduro - die Yamaha XT1200Ze antreten lassen

    Das große Manko der Yamaha: 267 kg fahrbereit (Ohne Koffer, Sturzbügel etc)

    Die V-Strom liegt bei 214 kg.

    Das ist 1 Zentner (!) .... 50kg weniger.

    Ich erspare mir die Rechnerei, wieviel die +40 PS der Yamaha bringen bei 50Kg mehr Gewicht.

    Die KTM ist nochmal bedeutend leichter - aber halt KTM und in meinen Augen nicht so langlebig wie Suzuki.

    Aber das ist reines Bauchgefühl - also kein Diskussionspunkt!!!!

    Weg von den Zahlen! Würde ich rein bei den Zahlen bleiben - die V-Strom wäre in jedem Quartettspiel eine klassische "Opferkarte" - mit der kannste kleinen Blumentopf gewinnen.

    Also - hin zum FAHREN!

    Die Sitzposition für mich als 182cm Mensch: TOP

    Die gemietete V-Strom war Bj 2019 mit 55tkm auf dem Tacho.

    Aufgeräumtes Display, Tankanzeige, Ganganzeige, 2x Tripanzeige, Steckdose für Navistrom - kurz um: Alles da.

    Immer sofort gestartet.

    Kupplung, Schaltung (6 Gänge) - tadellos (Besser als die Yamaha - die war manches mal etwas hakelig)

    Auch beim ranrollen im 6 Gang an die Ampel und im Stand auf Leerlauf - einwandfrei.

    Autobahn hab ich so gut wie nicht gefahren - aber wenn - dann waren 120 absolut 0 Problemo. Wie schnell sie ist? Keine Ahnung.

    Auf Landstraßen und kleinen Dorfverbindungsstraßen lässt sich die V-Strom hervorragend durch die Kurven fahren.

    Sie ist so handlich! Musst Du mal irgendwo drehen oder das Moped beiseite schieben - mit der XT1200 war das immer ein Akt - mit der V-Strom ?

    Einfach schwupps und fertig :) Die 214Kg merkst Du zu jeder Zeit!

    Fast ein wenig wie Spielzeug.

    Sicher werden jetzt KTM-Jünger die 790 ins Spiel bringen.

    JA! die ist nochmal 25kg leichter als die Susi (187 kg fahrfertig) und - JA - ich hab sie noch nicht gefahren.

    Aber alle KTMs die ich bis jetzt gefahren bin wollten immer "genommen werden".

    Entspanntes dahincruisen konnte ich (ich!) mit denen nie.

    Da ist immer "KAPELLE!" angesagt.

    Dazu kommt, das die KTM mindestens 2000 Euro mehr kostet.

    Zurück zur Susi - zum fahren:

    Ich war immer im Drehzahlbereich zwischen 3-5000 (bei 10 fängt der rote Bereich an)

    Und wenn es mal etwas zügiger gehen soll - 70 PS sind da und die laufen auch !

    Also LKW mit 2-3 PKW überholen? Kein Ding - da lacht sie drüber.

    Klar - nicht so schnell wie eine B-King oder 12er Ninja - aber es geht bestens!

    Mein Fazit:

    Die V-Strom 650 bietet herrlich entspanntes und schönes Moped fahren!

    Dazu dann der Verbrauch von 3,6L/100 über 2230 km gemessen !

    Da brennt der Hintern bevor der 20 Litertank alle ist.

    Apropos Hintern - Die Sitzbank ist auch genau richtig.

    Dazu ein Neupreis von knapp über 8000! Das entspricht bei manch anderen Herstellern allein die Summe der bestellbaren Zusatzausstattungen!

    Kritiker werden jetzt das fehlende Finish einwerfen.

    Ja - stimmt - eine Yamaha oder Honda hat da vielleicht etwas mehr Liebe zum Detail - aber gefehlt hat nix. Vermisst hab ich auch nix.

    Adaptives Fahrwerkssetup "Tour", "Sport", "Race"?

    Abschaltbares ABS?

    Beheizte Sitzbank?

    Für wen das wirklich - ich meine WIRKLICH notwendig ist - kein Problem - einfach 10.000 zu den 8.000 dazulegen und schon haste alles!

    Heizgriffe hatte sie nicht (Wäre es mein Moped würd ich das nachrüsten)

    Stichwort Zusatzausstattung:

    Was ich an meiner Mietmaschine vermisst habe: Haupständer!

    Wer nach einer V-Strom schaut - Hauptständer ist Pflicht! Schon allein um den Helm bei der Pause abzulegen.

    Sogar einen regelmäßigen Soziusbetrieb wird sie sicher meistern.

    Vorausgesetzt ... JA ... vorausgesetzt der Spaß am Fahren ist Prio 1.

    (Vielleicht musste ich wirklich erst 60 werden um dies zu begreifen ?!)

    Was gibt es zu bemängeln?

    Mit einer V-Strom könnt Ihr an der Eisdiele wirklich niemanden beeindrucken.

    Sogar die Moped-verrückten Kiddies lassen sie links liegen.

    Verständlich!

    Optisch gewinnt sie maximal ein Battle gegen die alt ehrwürdige MZ.

    Übrigens noch ein guter Grund für die V-Strom:

    Sie ist ein absolutes Volumenmodell!

    Täglich reichlich neue Angebote im Netz die aber auch oft schnell wieder weg sind.

    Solltet Ihr die V-Strom auf Eurer Kandidatenliste haben - ich sage Euch:

    Sie wird Euch nicht enttäuschen!

    Die V-Strom ist das unauffälligste Moped, was ich je gefahren bin.

    Keine Ecken und Kanten.

    Nur pures Fahrvergnügen!

  • RoZi
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    • 6. Juni 2021 um 21:42
    • #2
    Zitat von LLosch

    - ganz sicher keine bmw! (Bitte nicht! hinterfragen -ist so. Punkt!)

    Das wäre der einzige zu hinterfragende Teil deines Berichts

    🤭🤫😙☺😀😆🤣😂

    Aber im Ernst, danke für den Bericht, ich war auch schon ein paar mal am überlegen. Ein geradliniges ehrliches Moped zuverlässig, günstig, robust. Vor Jahren hatte ich mal eine Transalp für ein paar Monate. Die habe ich Dummkopf quasi verschenkt.

    Eigentlich sollte man eine DR als Reserve für alle Fälle in der Garage stehen haben. Ich glaube, ich Räume mal einen Platz frei.

    Keep calm and think hessisch

  • meik
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    • 6. Juni 2021 um 22:46
    • #3

    Meine 650V-Strom von 2007-die ich 2008 mit 8800 km gebraucht gekauft habe- hat jetzt 264 000 km runter und läuft und läuft und läuft....

    ...und 2Personenbetrieb incl. Gepäck für 2 Wochen Campingurlaub absolut kein Problem.

    Hab den Kauf nie bereut u.a. da sie absolut robust und reparaturunanfällig ist :thumbup:

  • meik
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    • 6. Juni 2021 um 22:48
    • #4

    P.S.: Hab seit letztem Jahr den direkten Vergleich zur KTM 790 Adventure...mir machen beide auf ihre Art Spaß ;)

  • LLosch
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    • 7. Juni 2021 um 09:53
    • #5
    Zitat von meik

    ...hat jetzt 264 000 km runter und läuft und läuft und läuft....

    264tausend?

    Motor noch ungeöffnet??

  • gehtsnoch
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    • 7. Juni 2021 um 13:49
    • #6

    Wenn Du drauf sitzt, siehst Du das Elend eh nicht. Schöner Bericht. Wenn sie deine Anforderungen erfüllt, warum nicht.

    Ich habe mal vor Jahren die Ducati Scrambler ausführich getestet. Solo und mit Sozia. 73PS. Es is hoid scho zach mit Sozia bei der PS-Zahl. Flink und souverän überholen geht anders. Bergauf darf es da auch nicht gehen.

    Es kommt halt immer darauf an wo man die eigenen Prioritäten setzt. Auf was ich heute nicht mehr verzichten möchte ist tatsächlich das elektronische Fahrwerk und der Tempomat. Das habe ich mir aber über die Jahre "erfahren". Geniale Erfindungen die einem das Leben auf dem Motorrad derart erleichtern nehm ich gern. Ich fahre vermutlich auch ab und an andere Tageskilometer als normal :)

    Silence! I block you!

  • Mikael
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    • 7. Juni 2021 um 14:01
    • #7
    Zitat von LLosch

    Wer nach einer V-Strom schaut - Hauptständer ist Pflicht! Schon allein um den Helm bei der Pause abzulegen.

    Jedes mal das Motorrad auf den Hauptständer wuchten, damit der Helm gerade liegt? Dafür gibt's doch Rückspiegel ...

    Ehrenmitglied der Liga längst vergessener Comic-Figuren

  • grysch
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    • 7. Juni 2021 um 14:10
    • #8

    Ich kann dem Bericht zur V-Strom nur zustimmen.Ich bin viele Jahre eine Yamaha 600 Diversion und 900 Diversion gefahren.Bei der Grossen hatte ich immer Spass mit dem Fahren und Händling.

    Dann der Umstieg auf die V-Strom.Was für ein gutes Gefühl vom ersten Moment an.Habe die Maschine auch Gebraucht gekauft mit 8500Km.Wollte einfach eine Maschine mit ABS,aber mit wenig Elektonik.Und dass alles bringt meine V-Strom Modell 2011 mit.Geniesse jede Stunde die ich damit unterwegs bin.

    Einfach ein herrliches Fahrgefühl !!!! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Viele Grüsse aus der Schweiz

  • LLosch
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    • 7. Juni 2021 um 14:53
    • #9
    Zitat von Mikael

    Jedes mal das Motorrad auf den Hauptständer wuchten, damit der Helm gerade liegt? Dafür gibt's doch Rückspiegel ...

    Und wohin mit dem Kaffee?

    ... das belegte Brötchen?

    Haupständer muss sein und bei 214kg ist nicht viel wuchten :)

  • Mikael
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    • 7. Juni 2021 um 15:34
    • #10

    DL 1000 (2002 bis 2005, 36 Tkm). Da gabs auch nicht viel zu wuchten.

    Hauptständer hatte sie auch - für Kettenpflege und zum Bepacken recht nützlich.

    Ehrenmitglied der Liga längst vergessener Comic-Figuren

  • zxandree
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    • 7. Juni 2021 um 15:49
    • #11

    wir haben bei unseren Touren oft den Vagabund dabei mit seiner VStrom, da merken wir nichts von den 70PS, der Ernst ballert das Dingen durch die Kurven, das ist ne wahre Freude, und der bleibt immer drann, auch bei zügiger Fahrweise.

    grüne Grüße, I am H² ready 8)

  • meik
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    • 7. Juni 2021 um 16:08
    • #12
    Zitat von LLosch

    264tausend?

    Motor noch ungeöffnet??

    Ja...laß allerdings (normalerweise) alle 24 000km die "große" Inspektion mit Ventielspielkontrolle machen.

    Außer nen neues Federbein und nen Umlenkteil/Lager wo es befestigt wird (weiß jetzt nicht wie es korrekt heißt...nein...Umlenkhebel ist es nicht...aber egal)bei 262 000 km und im Januar für den TüV ne "neue" (gebrauchte) Auspuffanlage...Kat war hin- sowas darf aber auch nach so ner Laufleistung und vielen Gepäck und Soziakilometern mal kaputt gehen, waren es bisher wenn dann nur " normale" Verschleißteile.

  • meik
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    • 7. Juni 2021 um 16:22
    • #13
    Zitat von zxandree

    wir haben bei unseren Touren oft den Vagabund dabei mit seiner VStrom, da merken wir nichts von den 70PS, der Ernst ballert das Dingen durch die Kurven, das ist ne wahre Freude, und der bleibt immer drann, auch bei zügiger Fahrweise.

    Jep-Wenn es genug Kurven gibt und die Geraden dazwischen nicht allzu lang sind, fährt keiner so schnell der "kleinen" aber flinken V-Strom weg...da kannste noch soviel PS haben.

    Durch den V-Motor nimmste einfach vor der Kurve Gas weg...fährst duch und ziehst am Hahn und ab geht die Post...bei anderen Mopeds musste oft noch runterschalten, bremsen,Kurve fahren, beschleunigen, schalten was Zeit kostet wo die Suzi schon umme Ecke ist.

    Habe -wie bereits erwähnt- den direkten Vergleich mit der 790 KTM die fast 30 PS mehr hat und eigentlich auch sehr handlich ist.

  • JoeBar
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    • 12. Juni 2021 um 00:42
    • #14

    Nachdem LLosch diesen schönen Bericht über die V-Strom 650 geschrieben hat, möchte ich gerne meine ersten Erfahrungen mit der Honda VFR 800f zum Besten geben.

    Gesucht habe ich ein Motorrad, mit dem ich endlich wieder Touren fahren kann, das aber zwischendurch auch mal eine zügige Gangart erlaubt, das nicht wie ein Transformer aussieht und auch ein bisschen was Besonderes ist. Es sollte möglichst sozialverträglich sein, also wenig Krawall machen, damit meine Nachbarn mich wieder zum Grillen einladen. Ausserdem war eine Einarmschwinge wichtig, weil ich darauf einfach stehe. Das Allerwichtigste war aber, dass es auf keinen Fall eine BMW wird. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Ducatis sind zu laut und die Speed Triple, übrigens ein supertolles Motorrad, musste aus anderen Gründen ausscheiden.

    Im Internet wurde eine chanel-rote VFR 800 mit allen denkbaren Extras und extrem wenig Kilometer für fast garnichts angeboten. Ich habe mich also in den Zug nach Kempten gesetzt und das Teil gekauft. Nun besitze ich ein Motorrad mit Koffergebirge und integriertem Kugelgrill. Das Teil hat sogar Heizgriffe aber immerhin keinen Tempomat und keinen Rückwärtsgang. Es ist mir irgendwie gelungen, innerhalb von nur 14 Tagen einen Termin zur Anmeldung zu bekommen und so konnte ich heute eine erste Tour in den Schwarzwald fahren.

    Honda hat wahnsinnig viel Plastik an die VFR angeschraubt aber ich finde, sie sieht dennoch hübsch aus und sie macht insgesamt einen sehr soliden und wertigen Eindruck. Auch das Koffersystem ist echt perfekt gemacht. Beim ersten Probesitzen ist mir gleich das recht hohe Gewicht aufgefallen. Die Honda hat eine variable Ventilsteuerung in den Zylinderköpfen, die zusätzlich für einen hohen Schwerpunkt sorgt. Aber die Sitzposition ist für mich wirklich perfekt und der Sitz ist auf der unteren Stufe tief genug für einen sicheren Stand.

    Ich war gespannt, wie sich das Gewicht beim Fahren anfühlt und kann nun sagen, dass es spürbar ist aber bei weitem nicht so sehr, wie befürchtet. Die Honda möchte bewusst in die Kurven eingesteuert werden, belohnt dies aber mit einer ungeheuer ruhigen und stabilen Linie. Sie liegt sehr souverän auf der Strasse, gleicht Unebenheiten aus und ignoriert Längsrillen vollständig. Das ist super. Der Motor hat mit 106 PS zwar keinen brachialen Punch, liefert aber seine Leistung über das gesamte Drehzahlband sehr gleichmässig und linear ab. Der V4 ist sehr elastischen und sorgt für dieses ganz spezielle turbinenartige Fahrgefühl. Wenn der Vierventilbetrieb bei 7000 Touren einsetzt, kommt ein tiefes grollen aus der Airbox hinzu. Für ein Tourenmotorrad passt das alles einfach sehr sehr gut. Der Schaltautomat setzt da noch eins drauf. Ich kannte das bis heute noch nicht und bin wirklich davon begeistert. Das macht richtig Laune.

    Heute habe ich mich mit der VFR schonmal etwas angefreundet und kann mir vorstellen, dass wir ziemlich beste Freunde werden.

    Vor dem Fussballspiel bin ich mit der Vespa meiner Frau ins Nachbardorf gefahren. Auch das war total genial. Das Grinsen ging mir die ganze Fahrt nicht aus dem Gesicht. Vespa-Fahren ist super!

  • RoZi
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    • 12. Juni 2021 um 06:16
    • #15

    Toller Beitrag. Danke.

    Keep calm and think hessisch

  • gehtsnoch
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    • 12. Juni 2021 um 10:18
    • #16

    Also noch das Teil ohne V-TEC bei 106 PS. Mein Bekannter hat die V4 VTEC heute noch. Damals neu gekauft. Total begeistert, bis dann die erst große Inspektion kam. Da wurde er richtig blass um die Nase. Ich denke der Vorgänger zum V-TEC ist die bessere VFR. Mit der kannst Du nichts falsch machen. Ein weiterer Bekannter hat bei seiner VFR800F ein Fahrwerk von Wilbers einbauen lassen. Er schwört auf Wilbers. Er war jedenfalls, bis er sich eine Crossrunner geholt hat schwer begeistert von seiner VFR. Crossrunner weil er den Honda V4 mag. Crossrunner hatte er auch wieder bei Wilbers :)

    Speed Triple hatte ich selber mal. Handlich, aber der Motor ist unfassbar langweilig.

    Und ja, Vespa ist mehr als genial. Ich konnte öfters die 300er fahren. Damit bist Du in der Stadt unschlagbar :thumbup:

    Silence! I block you!

  • LLosch
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    • 12. Juni 2021 um 10:34
    • #17

    JoeBar:

    Danke für Deinen Bericht!

    Es zeigt mir deutlich, dass ich nicht allein bin.

    Es gibt viel Motorrad-Spaß jenseits von der 1/10 Sekunde und dem "BOAH!" an der Eisdiele.

    Ich hab mich in der Zwischenzeit auch sehr mit möglichen Alternativen zur V-Strom 650 beschäftigt.

    Ganz vorne die KTM 790 Adenture.

    Wenn aber nur die Hälfte der Infos im Netz stimmt, dann ist die Suzi die bei Weitem günstigere Alternative und den Mehrpreis werde ich kaum "erfahren".

    Einzig die Yamaha 700 ist noch einen Blick wert.

    Mal schauen wie sich der Markt entwickelt ...

  • W.E.Coyote
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    • 12. Juni 2021 um 10:40
    • #18

    In der nächsten Motorrad ist der Halbzeitbericht vom Langstreckentest der Ténéré.

    Irgendwann hab ich ihn...

  • JoeBar
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    • 18. August 2024 um 13:01
    • #19

    Nachdem nun schon 3 Jahre vergangen sind, möchte ich gerne ein Update zu meiner Honda VFR 800F geben. Wer gerade abseits des Mainstreams auf der Suche nach einem tourentauglichen und zugleich sportlichen Motorrad ist, der interessiert sich vielleicht dafür und ich kann vorab schon sagen, dass sich ein näherer Blick auf die VFR durchaus lohnt.

    Neben den vielen Reiseenduros, die mich mehr an SUVs erinnern als an echte Enduros, wurden in den letzten Jahren kaum mehr klassische Sporttourer gebaut. Die VFR war einer davon und ist mit dem V4 V-Tec Motor und der hübschen Einarmschwinge auch in dieser Nische etwas Besonderes.

    Meine ersten Eindrücke, die ich oben beschrieben habe, haben sich allesamt bestätigt. Ich fahre nicht mehr so viel wie früher, aber die eine oder andere Tour war schon dabei und letztes Jahr bin ich damit mal wieder die komplette RdGA bis ans Mittelmeer und über den Vercors wieder zurück gefahren. Die VFR hat immer einen perfekten Job gemacht. Sie überzeugt durch ihre Laufkultur und war jederzeit absolut zuverlässig. Man kann mit ihr sehr angenehm cruisen und bei höherer Drehzahl im Vierventilbetrieb auch wirklich zügig unterwegs sein. Die 106 PS reichen dafür aus, allerdings habe ich mir in den Alpen manchmal 20 Newtonmeter mehr gewünscht um zwischen Spitzkehren souveräner unterwegs zu sein. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Souveränes liefert die VFR aber ab, wenn es um die Strassenlage geht. Sie liegt einfach jederzeit satt und stabil auf der Straße. “In die Ecken schmeissen”, wie ich das von der Speedy kannte, lässt sie sich nicht. Dazu ist die Fuhre einfach zu schwer oder vielleicht bin ich zu schwach. Die Kurven möchten schon klar und bewusst angesteuert werden. Ich hatte recht lange gebraucht, mich daran wirklich zu gewöhnen, aber mittlerweile sind wir gut zusammengewachsen und bewegen uns nicht unflott durch jedes Kurvengeschlängel.

    Meine VFR hat die Vollausstattung von Honda, die das Gepäcksystem beinhaltet, den Schaltautomaten, eine Hinterradabdeckung, USB-Anschluss und den Akrapovic. Hinzugekommen sind dann noch die BikePen Navi-Halterung, ein Kennzeichenhalter aus Alu anstelle des fetten Kunsstoff-Teils, ein 3cm Riser von Thurn für eine angenehme Sitzposition und Wilbers-Federn, die das Ansprechen der Vordergabel spürbar verbessern.

    Reisetauglichkeit hat sie letztes Jahr bei der Alpentour bewiesen. Das hat grossen Spass mit ihr gemacht. Das Gepäck hatte ich in die Koffer und in eine kleine Hecktasche gepackt. Den Topcase hatte ich nicht montiert, denn ich finde die Dinger einfach hässlich. Für dieses Jahr habe ich einen kleinen Tankrucksack besorgt und werde eine etwas größere Ortlieb-Tasche mitnehmen. Die Koffer bleiben zuhause weil sie sehr breit bauen und trotzdem nicht viel reinpasst.

    Anfang September geht es wieder mit der VFR in die französischen Alpen, dann quer durch die Provence und am Mont Ventoux vorbei in die Cevennen. Ich bin sicher, meine VFR wird auch dieses Jahr wieder einen super Job machen.

  • Mikael
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    • 18. August 2024 um 14:29
    • #20
    Zitat von JoeBar

    Neben den vielen Reiseenduros, die mich mehr an SUVs erinnern als an echte Enduros, wurden in den letzten Jahren kaum mehr klassische Sporttourer gebaut.

    Interessantes Fahrzeugsegment.

    Das wirft die Frage auf, warum viele Hersteller die Sporttourer aus dem Programm genommen haben. Klar, zu geringe Nachfrage, aber was wollen die Kunden stattdessen? Alles bloß mit Marketing erklärbar?

    Auffallend viele Fahrzeuge wurden nachträglich mittels Superbikelenker oder Riser "entschärft" (Fokus auf die zweite Worthälfte von SportTourer). Heutige Crossover-Bikes bieten feurige Motoren mit entspannter Sitzposition, ohne dass die Hersteller dank vieler Gleichteile die ganz großen Ausgaben für eine eigenständige Modellreihe berappen müssen.

    Ehrenmitglied der Liga längst vergessener Comic-Figuren

  • double d
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    • 18. August 2024 um 16:15
    • #21
    Zitat von JoeBar

    Für dieses Jahr habe ich einen kleinen Tankrucksack besorgt und werde eine etwas größere Ortlieb-Tasche mitnehmen. Die Koffer bleiben zuhause weil sie sehr breit bauen ….

    Schöner Erfahrungsbericht über die VFR hast Du da geschrieben. Ich glaube dass die sportlichen Tourer deshalb verschwinden, liegt wohl daran, dass Motorradzeitungen oder YouTube einem vorgaukeln, dass Enduros das einzig wahre seien. Aber mal ehrlich nicht jeder will oder muss in die Mongolei und ein Leben ohne TET ist auch nicht langweilig.

    Aber nun zum eigentlichen: wenn Du eine Ortlieb kaufst dann überlege , ob es unbedingt die 120l sein müssen. Ich bin mit der 80l Tasche voll zufrieden.

    Und wenn Du nicht Camping affin bist, dann reicht die Nummer kleiner.

    The life is too short to ride the wrong bike:/

  • nockeskarre
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    • 21. August 2024 um 21:32
    • #22

    Ich verstehe nicht, warum der Bericht über die VFR unter dem Titel V Strom 650 steht?!

  • JoeBar
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    • 21. August 2024 um 21:51
    • #23
    Zitat von nockeskarre

    Ich verstehe nicht, warum der Bericht über die VFR unter dem Titel V Strom 650 steht?!

    Ich habe das Thema mehr in Richtung Erfahrungsbericht interpretiert und weniger speziell in Richtung VStrom. Deshalb hab ich was über die VFR geschrieben. Der Moderator kann’s gerne verschieben oder löschen. Ich finde solche individuellen Erfahrungen und Perspektiven auf das eigene Mopi immer interessant zu lesen und hatte gehofft, dass da noch mehr zusammen kommt.

  • nockeskarre
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    • 21. August 2024 um 23:42
    • #24

    Ja, aber ich suche doch nicht unter Suzuki, wenn ich was über eine Honda wissen will.

    Honda hat mit zwei unterschiedlichen Africa Twins, einer Transalp und der NT1100 vier gute Reisemaschinen. Dabei haben die ATs und die NT1100 den gleichen Motor. Die NT 1100 geht gut als Sporttourer durch.

  • Mikael
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    • 22. August 2024 um 00:17
    • #25

    Hab mit Interesse die Einschätzung der V-Strom 650 gelesen (hatte mal die 1000er) und ebenso die der VFR 800 (saß öfter mal auf der 750er).

    Überschrift und Inhalt stören mich nicht. Wäre wohl das erste Mal, dass hier streng das Ursprungsthema durchdekliniert würde.

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