Schlangenlinien

  • Zum Einfahren bei Neureifen ist es auch nicht geeignet, da beim Wechsel von Abkippen zu aufstellen des Motorrads kurz eine kleine Spitze in der Seitenführung entsteht.
    An dem Punkt kann es dann bei schlechtem Untergrund schon mal zum Rutscher kommen.

    Das habe ich noch nie gehört. Hast Du dafür eine Quelle?

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Da muss man aber schon recht engagiert und mit Körpereinsatz die Richtung wechseln, dass es beim umlegen zum Rutscher kommt.

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.


    Benjamin Franklin

  • Richtig, das hängt auch von der Art wie ich Schlangenlinie fahre.


    Aber jetzt mal andersrum.

    Wie soll denn der Reifen warm werden wenn man ihn nicht belastet?


    Und ja das kann man doch auch heftig betreiben.

    Bei meiner R100GS kam es auch schon mal vor, dass im Übergang von einer Schräglage zur anderen (senkrecht) der Vordereifen kurz abhgehoben ist.

    Leute da bewegt man im Slalom 200kg sehr schnell. Da ist ne gewisse Trägheit vorhanden


    Das ist alles Physik. Und genau in dem von mir beschriebenen Moment ist auch mir auf rutschigem Belag (Giau) meine GS weggerutscht.

    Heftig in die Serpentine abgeklappt und beim Gegensteuern rutscht der Reifen.


    Ja ich, schreibe hier von starken Bewegungen. Aber das sind doch Schlangenlinien.

    So ein bischen hin und her lenken zählt doch nicht.

    Weder wegen Spaß noch um den Reifen irgendwas abzuverlangen.

    Viele Grüße


    Gerhard


    Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf! ;):D

  • Aber was soll das bei neuen Reifen für eine Spitze sein?




    Mit Schlangenlinien war das Lenken nach Links und Rechts bei gerader Strecke gemeint. Also ein bßchen Hin- und Herlenken.

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Vermutlich praktikziert der Herr Gerber die verwegene Variante des Hin- und Herlenkens.


    Wenn du Serpentine und Passo Giau schreibst (was ja nix mit dem hier diskutierten Schlangenlinie fahren zu tun hat), denke ich nahezu ausschließlich an die von dir genannte schmutzige Straße. Und noch ein klitzekleines bißchen an das vermutlich ausgelutschte Fahrwerk deiner R100 GS.

    meep meep

  • Coyote: Im Ernst oder Smiley vergessen? (kurzzeitiger hoher Anstieg der wirkenden Kräfte)


    @ Roadrunner: Beispiele dürfen doch angeführt werden wenn der physikalische Effekt der gleiche ist, oder? Und das wegrutschen war mit meiner 1150er. das Abheben vor Jahren mit meiner R100Gs die nicht nur die Sportkartuschen in der Gabel hatte sondern progressive Gabelfedern mit extra unterschiedlich abgestimmter Viskosität für Druck und Zugstufe. Und jein, die Straße war nicht sichtbar schmutzig am Giau, aber rutschig genug.

    Und was andere vielleicht als verwegen beschreiben ist bei mir noch kontrolliert.
    Andersrum bin ich in den Bergen immer einer der schnellsten und dann fahre ich hinter so nem alten Herrn und lass ihn erst mal ziehen, da mir sein Touringstil einfach zu schnell ist. (Der Plausch auf nem Parkplatz später mit diesem ex Rennfahrer war sehr interessant)
    Fazit: nicht urteilen nur weil man etwas nicht so kann wie andere. Deswegen übe ich immer.


    @alle: Die Frage ist was man unter Schlangenlinien versteht! Für mich ist das eben der schnelle Wechsel der Schräglage von einer Seite zur anderen. Dies mit merklich Schräglage.
    Davon bin ich ausgegangen, weil auch von hupenden Zeitgenossen geschrieben wurde. So ein bischen die Fahrbahn ausnutzen würde eben hier niemanden zu so etwas verleiten.


    Viele Grüße


    Gerhard


    P.S.: Sorry, dass ich meinen Namen weiter oben nicht geschrieben hab. War keine Unfreundlichkeit. In anderen Foren hab ich das in der Signatur. War glaub ich früher hier nicht möglich oder hatte es vergessen. werd ich ändern wenn das geht.,

    Viele Grüße


    Gerhard


    Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf! ;):D

  • Ja, war im Ernst gemeint. Ich hatte es so gelesen, als ob sich auf dem Reifen etwas bildet.

    Aktuelle Neureifen sind allerdings sehr schnell griffig. Das April Kalenderblatt von Motomania passt nicht mehr so.



    Es geht hier übrigens wirklich um das Fahren von Schlangenlinien auf gerader Straße.


    Grüße

    Andreas

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Also, wenn ich das mal (ganz selten) mache, dann ist es bei mir ein Anfall des Hospitalismus`aus Langeweile, weil ich vermutlich zu langsam hinter jemanden, oder auch mehreren, ziemlich eintönig hinterherfahre...


  • @ Roadrunner: Beispiele dürfen doch angeführt werden wenn der physikalische Effekt der gleiche ist, oder? Und das wegrutschen war mit meiner 1150er. das Abheben vor Jahren mit meiner R100Gs die nicht nur die Sportkartuschen in der Gabel hatte sondern progressive Gabelfedern mit extra unterschiedlich abgestimmter Viskosität für Druck und Zugstufe. Und jein, die Straße war nicht sichtbar schmutzig am Giau, aber rutschig genug.

    Und was andere vielleicht als verwegen beschreiben ist bei mir noch kontrolliert.
    Andersrum bin ich in den Bergen immer einer der schnellsten und dann fahre ich hinter so nem alten Herrn und lass ihn erst mal ziehen, da mir sein Touringstil einfach zu schnell ist. (Der Plausch auf nem Parkplatz später mit diesem ex Rennfahrer war sehr interessant)
    Fazit: nicht urteilen nur weil man etwas nicht so kann wie andere. Deswegen übe ich immer.


    @alle: Die Frage ist was man unter Schlangenlinien versteht! Für mich ist das eben der schnelle Wechsel der Schräglage von einer Seite zur anderen. Dies mit merklich Schräglage.
    Davon bin ich ausgegangen, weil auch von hupenden Zeitgenossen geschrieben wurde. So ein bischen die Fahrbahn ausnutzen würde eben hier niemanden zu so etwas verleiten.

    P.S.: Sorry, dass ich meinen Namen weiter oben nicht geschrieben hab. War keine Unfreundlichkeit. In anderen Foren hab ich das in der Signatur. War glaub ich früher hier nicht möglich oder hatte es vergessen. werd ich ändern wenn das geht.,

    Servus Gerhard,


    noch ein paar kurze Anmerkungen hierzu:

    Wenn du den Eingangspost liest, wirst du hoffentlich erkennen, daß es hier - wie der Coyote schon sagte - um die Schlangenlinien auf gerader Strecke geht, nicht um Schräglagenwechsel wie z. B. in S-Kurven.


    Das mit dem "verwegen" war Ironie mit einer Prise Sarkasmus. Stand nicht dabei, hast Recht. Drum war das kein Urteil, sondern pure Lästerei. :)


    Wenn du aus Kurven heraus so stark beschleunigst, daß dir das Vorderrad hoch kommt, ist ein Rutscher physikalisch zwangsläufig, und auch okay. Wenn du die kontinuierlich kontrollieren kannst ohne auf der Nase zu liegen spricht das ja für deine Fahrkünste. Hat trotzdem nix mit dem hier angerissenen Thema zu tun.


    Drum mein Fazit: Alles gut. :) Wir sprachen von Äpfeln, du von Birnen. Lecker ist beides. Wer nun den Längeren/ mehr Recht hat ist obsolet.

    Dir eine tolle Saison 2020!


    Viele Grüße,

    Dirk

    meep meep

  • Echt jetzt?! Man lernt nie aus! Unterschiedliches Öl für Zug und Druck? Oder gleiches Öl und verschiedene Temperaturen? Erzähl! Will ich auch.

    irgendein Hersteller baut die Holme unterschiedlich auf. Hab ich vage in Erinnerung.

    Ansonsten wäre ich auch interessiert, wie das geht.

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Echt jetzt?! Man lernt nie aus! Unterschiedliches Öl für Zug und Druck? Oder gleiches Öl und verschiedene Temperaturen? Erzähl! Will ich auc20h.

    Die r100GS hat jeweils in einem Holm die Druck- und im anderen die Zugstufendämpfung.
    Deswegen ging das so abzustimmen.


    Zum Thema gerade oder Kurve.

    Nix Äpfel mit Birnen

    Die Physikalischen Gegebenheiten hinsichtlich der Belastung bei schnellen Richtungswechseln sind gleich egal ob du in ne Kurve abklappst und da aprupt dagegen lenkst, oder das auf ner Geraden machst.

    Deswegen ja mein Beispiel.

    Obwohl es auch nicht zu dem Thread gehört:

    Wer hat denn was von Beschleunigen geschrieben. Mal davon abgesehen, dass beim Abheben des Vorderades durch beschleunigen keineswegs die bis dahin eingeschlagene Linie beeinträchtigt wird.

    Genausowenig wie ein kurz blockierendes Vorderrad unweigerlich zum Sturz führt.


    Also noch einmal in Stichpunkten:


    - Damals R100GS Schlangenlinien gefahren (ja heftig) bis dann das Vorderrad abhob.

    - Beispiel in den Serpentinen mit schnell gedrückter Maschine (R1150GS) die natürlich vorm flachliegen abgefangen werden musste. (Wie bei Schlangenlinien!) => Rutscher der nicht sein musste.


    Jetzt noch einmal zur Physik bei schnellem Wechsel der Schräglage von einer Seite zur anderen:


    Beginnend bei tiefster Schräglage Linkskurve!

    - Der Schwerpunkt liegt relativ weit links vom Radaufstandspunkt

    - es wird nach links gelenkt

    - es baut sich eine Kraft am Reifen auf der den Reifen nach links drängt.

    - Durch die Trägheit der Masse stellt sich die Maschine auf und die Räder fahren unter den Schwerpunkt (Beobachtet einfach jemanden der die Maschine schnell von einer Seite auf die andere klappt. Wenn wirklich schnell werdet ihr sehen, dass im Oberen Bereich wenig Ausschlag auf die Seite ist)

    - Führt man den Prozess fort fahren die Räder auf der linken Seite unter den Schwerpunkt hinaus. (Motorrad kippt nach rechts)

    - Um nun die dynamische Bewegung abzubremsen oder gar umzukehren wird nach rechts gelenkt.

    - Durch die sich am Reifen aufbauenden Kräfte wird der Vorderreifen nach rechts gedrängt => es geht andersherum von vorne los.


    Je mehr Gewicht und je höher der Schwerpunkt desto höher die nötigen Kräfte um die dynamische Bewegung abzufangen. => Deshalb Spitzen im Umkehrpunkt

    Enduros sind nicht nur hoch, sondern bei denen kommt auch noch die relativ weiche Federung hinzu. So kommt dann im senkrechten Zustand das abheben zustande. Schnelle und lange ( Schwerpunkt) auf und ab Bewegung und beim Wechsel von hoch zu runter kommt dann die Trägheit der Masse zum tragen.


    Deshalb ist es ja auch egal ob Kurve oder nicht. Heftiges abklappen in Schräglage und dann der Abfangprozess!


    So genug palavert.

    Ja das macht Spass und Übung erhöht nicht nur das Gefühl fürs fahren sondern auch die Fahrzeugbeherrschung.

    Testet sowas doch einfach mal bei einem Sicherheitstraining.


    Also habt einfach Spass mit eurem Spielzeug,

    Viele Grüße


    Gerhard


    Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf! ;):D

  • Wow Gerhard 👍👍👍👍

    gerber1110

    Du hast es perfekt erklärt ,

    Und dass in einfacher Sprache .

    Trotzdem glaube ich , dass viele es nicht verstehen. Da Physik eben nicht jedermanns Sache ist . Das einige nichtmal in diese Regionen denken , hast du ja daran gesehen , dass dein , von dir in vorherigen Beiträgen schon gut beschriebene Art des schlangenlinenfahrens , als nicht zum Thema gehörend abgekanzelt wurde .

    Auch werden viele nicht an dieses „heftige“ schlangenlinienfahren herankommen , da es schon ein großes Maß der Fahrzeugbeherschung bedarf . Da denke ich , dass dein Verweis auf Trainings und üben in diesem Bereich für viele nicht so gut ist . Denn , wenn man sich mal auf der Straße umschaut , macht es für sehr viele Fahrer eher Sinn sich erstmal an die drei verschiedenen kuvenstile , langsam fahren , wenden auf schmaler Straße etc. heranzutasten .


    Damit ich mir nicht auch noch nen Rüffel fange , mal auf den Anfang dieses Threads eingehen .

    Diese leichten Schlangenlinien , so ein bisschen rechts links wedeln , mach ich gelegentlich um ein wenig die Langeweile beim geradeaus fahren zu kompensieren .


    Dieses heftige schlangenlinienfahren

    (Nein, nicht bis zum abheben des Vorderrades , denn das halte ich für zu gefährlich auf öffentlichen Straßen )

    Mache ich um den Reifen auf Temperatur zu bringen .

    (Diese heftigen lastwechsel in Verbindung mit einem gewissen Gewicht des Moped macht schon was mit der Temperatur, tendenziell mehr am Vorderrad)

    Und auch , hört sich evt komisch an , merke ich beim herantasten an das heftige wedeln , wie meine derzeit Tagesform ist . Macht Geist und Körper dieses locker mit , oder bin ich noch bisschen träge und sollte die ersten km evt bisl ruhiger angehen .


    Das Reifen sauber fahren , nach Schotterstraßen , mache ich nicht , da es ein gewisses gefahrenpotential hat . Da nehme ich mir ggf zwei Minuten am Straßenrand um evt ins Profil gepresste Steinchen zu entfernen .


    Grüße

    Rudi


    Ps. Nachtrag : das mit dem verstehen der Physik ist keinesfalls abwertend gemeint .

    Zur Physik und ihre Gesetzmäßigkeiten hat nicht jeder einen“Draht“.

    Für das Motorradfahren muss das auch nicht . Das theoretische Verständnis ersetzt nicht die praktische Erfahrung der Wirkungsweise . (Also ... nix bös gemeint !! )

    Einmal editiert, zuletzt von rudiratlos ()

  • Wow Gerhard 👍👍👍👍

    gerber1110

    Du hast es perfekt erklärt ,

    Und dass in einfacher Sprache .

    Genau so hätte ich das jetzt auch gesagt!

    Jetzt verstehe ich endlich,was mein Popometer mir schon immer gesagt hat^^

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.


    Benjamin Franklin

  • gerber1110: Dank für die Erhellung mit den zwei separaten Systemen für Zug und Druck an der Gabel - hatte ja Coyote schon ganz schnell eingeworfen. Dass eine BMW damit ausgestattet ist, war mir unklar während ich bei neueren Modellen am Markt schon davon gehört hatte. Am Federbein geht das natürlich nicht... (um doch noch ein bisschen Recht zu haben...)


    Das Fahrtraining ist ein grundsätzlich guter Tipp - und wenn das eins ist, bei dem man die Körperhaltung mitlernt, inklusive "ein bisschen umsetzen", erlebt man spätestens in schnellen Wechselkurven, dass der Körper beim Schräglagenwechsel signifikant leichter wird und man diesen Moment für die Positionsänderung nutzen kann. So mach ich das gelegentlich - zweifle aber, ob das der optimale Zeitpunkt ist - der bequemste ist es allemal. Und generell finde ich es auch sinnvoll, "fahren" zu lernen - die Probleme beim Wenden und Langsamfahren sind in der Regel nicht so gefährlich, wie wenn man mit relativ üblichen 80-120 eine Kurve anfährt und dabei das Kognitionssystem in Schockstarre verfällt bevor klar wird, was zu tun ist. Tilt und ab ins Gelände... Fahrzeugbeherrschung in "Langsam" ist natürlich ein ganz eigener Spaß, den man imho aber auch im Alltag gut und mit brauchbarem Lernerfolg autodidaktisch lernen kann, wenn man viel innerörtlich unterwegs ist.


    Auf der Straße so extrem zu wedeln bis der Arzt kommt... ist wohl eher keine Anfängerempfehlung, und dank der beobachtbaren 20-30°-Schräglagensperre der meisten Kradler ist ja auch unwahrscheinlich, dass sich so einer beim Schwingen lang macht, weil ein Rad abhebt...


    Ich mach das leichte Wedeln auch wenn mir langweilig ist, spiele dann mit meinem Wohlfühlpunkt oder einfach nur mit Gullideckeln oder Flickstellen - weit entfernt von Abhebe- und ernsthaften Temperatureffekten. Aber man merkt, ob man locker ist und bekommt damit beim Tourstart eine halbwegs brauchbare Referenz, ob die Reifen sich im "Normalbereich" eckig anfühlen, oder ob der Reifendruck einigermaßen stimmt.


    Die sachliche und bildhafte Physiklektion, nach den empörten Aufschreien, ist verstanden - danke dafür.

  • Ich mach das auch, weils ein gutes Gefühl gibt für Wendigkeit, grade wenn ich länger nicht gefahren bin, oder ein anders Moped checken will wie es sich verhält. Klar ist da auch ein bisschen posen dabei, aber tut ja nich weh, ob sinnvoll oder nicht...

    Ein Leben ohne Mopedfahrn ist vorstellbar, aber sinnlos!!!8)

  • Ich muss hier ja Schlangenlinien fahren.


    Bei mir gibt es doch keine Kurven...

    Na, untertreibe mal nicht.


    Es gibt doch bestimmt bei dir den ein oder anderen Kreisverkehr, oder!?! :whistling:

    Nette Grüße aus der Klingenstadt! 8)


    Der Rentner fährt viel, der Rentner fährt weit,

    warum auch nicht, er hat ja Zeit. ;)

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