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Eine schwere Entscheidung

  • moppcab
  • 9. April 2024 um 22:28
  • moppcab
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    • 9. April 2024 um 22:28
    • #1

    Seit 40 Jahren fahre ich Motorrad. Mit meiner Frau bin ich dieses Jahr 35 Jahre zusammen. Bisher galt für mich, dass sie mich als Motorradfahrer genommen hat und ich deshalb keine Veranlassung hatte, das Fahren aufzugeben. Ich habe seit Ewigkeiten viele gesundheitliche Baustellen vom Herzen bis zur Diabetes und nun ist noch der Tumor im Kopf dazugekommen. Für mich schwierig, für meine Frau und die Kinder aber auch! Nun hatte ich vor einigen Jahren schon einen Unfall, der mir zwei Jahre unfreiwillige Pause im Job einbrachte. Es ist nicht ungerechtfertigt, wenn sie vor einem weiteren Unfall Angst hat. Schließlich weiß sie wie ich, dass man selber alles richtig machen und trotzdem von hinten abgeschossen werden kann.

    In den letzten Jahren musste ich mehrfach längere Pausen am Lenker einlegen. Es gab wiederholt Zeiten, in denen ich immer wieder von Schwindelattacken geplagt wurde. Mit dem Auto unkritisch, mit dem Motorrad aber problematisch. Angesichts meiner Krankengeschichte kann ich nachvollziehen, dass meine Frau mich nur noch auf vier oder mehr Rädern sehen will.

    Ich bin heute nach mehr als einem halben Jahr das erste Mal wieder gefahren. Herrlich! Und traurig, denn der Grund für die Fahrt war die HU. Mit frischer Plakette verkauft sich das Moped leichter. Die zwei Jahre TÜV gab es wie erwartet, aber das bedeutet, ich werde sie nun verkaufen. So wie ich nicht sagen kann, wie sich die Geschichte mit dem Tumor entwickelt kann ich nicht sagen, ob und wann ich evtl. doch wieder Zweirad fahren werde, aber in den nächsten Wochen und Monaten nicht.


    Gruß Michael

  • RoZi
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    • 9. April 2024 um 22:49
    • #2

    Das ist sehr traurig und ergreifend. Eine schwere Entscheidung, unser Hobby aufzugeben. Aber, Ehe, Familie, Gesundheit sollten doch einen anderen Stellenwert haben.

    Deine sorgende Frau alleine ist es wert, ihr zuliebe. Bestimmt könnt ihr euch schöne Momente zu zweit machen, die das Motorrad fahren vergessen lassen.

    Ich zolle dir Respekt für das Geschriebene und deine Vernunft. Drücke beide Daumen und wünsche alles, alles Gute.

    Keep calm and think hessisch

  • Mikael
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    • 9. April 2024 um 22:49
    • #3

    Ja, ein trauriges Gefühl. Ich kann das nachvollziehen.

    Dir zuallerst alles Gute für einen guten Heilungsverlauf.

    Ehrenmitglied der Liga längst vergessener Comic-Figuren

  • Online
    kaulebeen
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    • 9. April 2024 um 23:28
    • #4

    Ich kann das nachfühlen.

    Keine einfache Entscheidung, dafür meinen Respekt. Vor allem aber viel Kraft und auch das nötige Quentchen Glück für die Genesung.

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.


    Benjamin Franklin

  • moppcab
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    • 10. April 2024 um 00:49
    • #5

    Ich habe schon seit einiger Zeit immer wieder mal Phasen mit Schwindelattacken. Zu meinem Glück ohne Bewußtseinseinschränkung. Auch laut meiner Ärzte darf ich damit am Verkehr teilnehmen. Nur das Motorrad hatte schon mehrfach für Wochen oder Monate Pause.

    In der Fahrerlaubnis-Verordnung heißt es in § 2 (1) Wer sich infolge körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nicht sicher im Verkehr bewegen kann, darf am Verkehr nur teilnehmen, wenn Vorsorge getroffen ist, dass er andere nicht gefährdet.

    Mit dem Motorrad sind zur Zeit nur Kurzstrecken drin, weil ich nie sagen kann, wie ich mich in ein oder zwei Stunden fühle. Da ist es ein Gebot der Vernunft, gar nicht zu fahren. Zur Prüfstelle im Nachbarort ging das heute, aber längere Strecken sind momentan nicht drin.

    Gelegentlich kurze Strecken zu fahren weckt nur Lust auf mehr. Dann lieber Cabrio statt Motorrad. Ich habe mir wie an anderer Stelle schon geschrieben am Sonntag ein schöneres Cabrio gekauft. Das ist eine gar nicht so schlechte Alternative zum Moped.

    Wie heißt es doch so schön? Alles Schlechte hat auch etwas Gutes. Ich werde jeden Kilometer bei schönem Wetter im Cabrio genießen.


    Gruß Michael

  • gehtsnoch
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    • 10. April 2024 um 01:11
    • #6
    Zitat von moppcab

    ...wenn Vorsorge getroffen ist, dass er andere nicht gefährdet.

    Das wäre in deinem Fall genau was?

    Dir alles Gute mit dem bestmöglichen Ausgang.
    LG

    Silence! I block you!

  • moppcab
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    • 10. April 2024 um 01:23
    • #7

    Die Auswahl des Fahrzeugs. Auto ja, Motorrad nein.


    Gruß Michael

  • Red Lady
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    • 10. April 2024 um 07:22
    • #8

    Lieber Michael, ich wünsche Dir von ganzem Herzen nur das Beste, viel Kraft und einen erfolgreichen Genesungsverlauf.

    LG

    Maria

    Keep calm and let Karma finish it!

  • Olly62
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    • 10. April 2024 um 07:54
    • #9

    Danke, Michael für die ehrlichen Worte :thumbup:

    Ich sende Dir auch die besten Genesungswünsche und viel Spaß wünsche ich Dir und Deiner Frau bei den Touren mit dem Cabrio.

    Gruß

    Olly

  • Sasa93
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    • 10. April 2024 um 08:09
    • #10

    Lieber Michael,

    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft. Die nächsten Schritte werden sicher nicht leicht, doch gemeinsam könnt ihr diese sicher stemmen.

    Ich wünsche dir dass du dem Tumor in den Hintern trittst 🤔 paar Dehnübungen sollten helfen dafür gelenkig zu werden. Dann sehen wir uns wieder auf der Straße, vielleicht sind zwei Räder nicht möglich aber es gibt auch noch drei 😉

    Liebe Grüße Saskia

  • nockeskarre
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    • 10. April 2024 um 09:43
    • #11

    Hallo Michael, wir kennen uns schon so lange und haben so oft die Tastaturen gekreuzt. Legendär unser Meinungsaustausch über Schutzkleidung. Aber bei solchen Nachrichten treten alle Nicklichkeiten in den Hintergrund. Mit fortschreitendem Alter nehmen die Einschränkungen zu und so fit wie vor dreißig Jahren werden wir eh nicht mehr. Mach das was Dir Spaß macht, solange es geht. Ich drücke die Daumen.

  • trafdlo
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    • 10. April 2024 um 10:06
    • #12
    Zitat von moppcab

    Seit 40 Jahren fahre ich Motorrad. Mit meiner Frau bin ich dieses Jahr 35 Jahre zusammen. Bisher galt für mich, dass sie mich als Motorradfahrer genommen hat und ich deshalb keine Veranlassung hatte, das Fahren aufzugeben. Ich habe seit Ewigkeiten viele gesundheitliche Baustellen vom Herzen bis zur Diabetes und nun ist noch der Tumor im Kopf dazugekommen. Für mich schwierig, für meine Frau und die Kinder aber auch! Nun hatte ich vor einigen Jahren schon einen Unfall, der mir zwei Jahre unfreiwillige Pause im Job einbrachte. Es ist nicht ungerechtfertigt, wenn sie vor einem weiteren Unfall Angst hat. Schließlich weiß sie wie ich, dass man selber alles richtig machen und trotzdem von hinten abgeschossen werden kann.

    In den letzten Jahren musste ich mehrfach längere Pausen am Lenker einlegen. Es gab wiederholt Zeiten, in denen ich immer wieder von Schwindelattacken geplagt wurde. Mit dem Auto unkritisch, mit dem Motorrad aber problematisch. Angesichts meiner Krankengeschichte kann ich nachvollziehen, dass meine Frau mich nur noch auf vier oder mehr Rädern sehen will.

    Ich bin heute nach mehr als einem halben Jahr das erste Mal wieder gefahren. Herrlich! Und traurig, denn der Grund für die Fahrt war die HU. Mit frischer Plakette verkauft sich das Moped leichter. Die zwei Jahre TÜV gab es wie erwartet, aber das bedeutet, ich werde sie nun verkaufen. So wie ich nicht sagen kann, wie sich die Geschichte mit dem Tumor entwickelt kann ich nicht sagen, ob und wann ich evtl. doch wieder Zweirad fahren werde, aber in den nächsten Wochen und Monaten nicht.


    Gruß Michael

    Es ist dir sicher schwer gefallen, aber diesen Weg werden wir alle einmal gehen (müssen). Danke für den Mut deine Entscheidung so offen mit uns zu teilen. Alles Gute für dich und deine Familie und werde wieder gesund:thumbup:

  • Der Chris
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    • 10. April 2024 um 14:28
    • #13

    Michael, ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und hoffe dass es sich für Dich positiv entwickelt.

    Deine Entscheidung kann ich absolut nachvollziehen, ich habe mich erst für das Mopped entschieden nachdem die Kinder nicht mehr auf mich angewiesen sind.

    Mit dem Cabrio wirst Du auch Mega-Spaß haben, ich fahre neben meiner GS noch einen Z4, ich kenne das Cabrio-Feeling.

  • Solo@99
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    • 10. April 2024 um 15:51
    • #14

    Hallo Michael,

    Danke für die aufrichtigen Worte und ich wünsche Dir herzlichst, dass Du das Beste daraus machst und Dein Leben mit Deinen Lieben genießen kannst.

    Alles Gute.

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