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Bin ich jetzt auch ein Raser?

  • Martin70
  • 30. Juni 2020 um 08:23
  • Martin70
    Gast
    • 30. Juni 2020 um 08:23
    • #1

    Die L535, eine Landstrasse in meiner Nähe die ich schon sehr oft gefahren bin.

    Artikel in der Rhein.Neckar.Zeitung, Überschrift:

    Ist das die gefährlichste Strecke der Region?

    Es wurde von Unfallhäufung berichtet.

    Konkret von 4 Unfällen mit einem Toten, 3 Schwer- und 2 Leichtverletzten.

    3 mal PKW( dort auch der Tote) 1 mal Motorrad

    Kurz darauf entdeckte ich in derselben Zeitung einen Bericht über eine Polizeikontrolle.

    Es wurde wieder Bezug genommen auf die oben erwähnten 4 Unfälle.

    Zitat Polizeisprecher Mannheim Dieter Klumpp:

    "Die Unfallauswertung haben wir zum Anlass für verstärkte Kontrollen genommen"

    Erstaunt war ich das im Bericht von Motorradkontrollen die Rede war.

    Warum nach 3 PKW Unfällen eine Motorradkontrolle????

    Neugierig geworden hab ich beide Berichte erneut gelesen.

    Es ging natürlich auch um Lärm.

    Zeitung:

    "....meldete sich eine( in Zahlen 1) Anwohnerin bei der RNZ. Immer wieder würden die gleichen Biker – und verstärkt auch sogenannte Autoposer – auf der L 535 ihre Runden drehen.

    Zitat Polizeisprecher:

    "Es kann nicht sein, dass die Bürger dort stundenlang einen Höllenlärm ertragen müssen, weil Motorradfahrer dort die Ruhe stören" als zusätzliche Begründung für die Kontrolle.

    Interessante Interpretation der Polizei,aber gut.

    Geht ja eigentlich ums rasen.

    Die Artikel erwähnten das in den vergangenen 4 Jahren, also 2016-2019 die Unfälle 3,5 pro Jahr betrugen.

    Das genügte um 2017 eine Begrenzung auf 70 aufzustellen.

    Komisch....der Schnitt blieb bis 2019 trotzdem bei 3,5 Unfälle pro Jahr

    Und dieses Jahr dann schon 4 im ersten Halbjahr.

    Hatten die Unfälle vllt gar nichts mit der Geschwindigkeit zu tun?

    Wie auch immer.....Ergebniss der Kontrolle

    5 Fahrverbote und 23 Strafzettel für Motorradfahrer wegen zu schnell.

    Der schnellste 105 Km/h.

    Polizeisprecher: "Hier ist kein Raum, wo gerast werden kann"

    Also:

    Wir haben hier eine Strecke auf der mindestens 30 Jahre lang 100km/h erlaubt war

    2017 auf 70 begrenzt wurde wegen 3,5 Unfälle im Jahr,

    Die Begrenzung hatte keinerlei Auswirkung auf das Unfallgeschen,das offenbar andere Gründe hat. Blieb aber natürlich dennoch in Kraft.

    Bei der Kontrolle der schnellste 105.

    Natürlich sind die Fahrer selber Schuld.....hätten ja 70 fahren können.

    Aber mich beschleicht ein eigenartiges Gefühl, wenn hier 28 Motorradfahrer für ein Verhalten bestraft werden das bis vor kurzem noch völlig normal war.

    2016 hätte kein einziger einen Strafzettel bekommen.

    Und jetzt muss man sich sogar noch von der Polizei als Raser beschimpfen lassen.

    Da ich diese Strecke jahrelang auch gefahren bin,Gerade mit 100km/h Kurven langsamer.....wie man halt so fährt , also genauso wie die oben erwähnten 28 Raser, stell ich mir grade die Frage:

    War ich 20 Jahre lang ein Raser?

    Oder hat man auf einer Strecke wo es keine Raser gab durch eine nutzlose Begrenzung dafür gesorgt daß man auch welche hat?


    P.S: 10 Maschinen wurden beanstandet einige davon wegen Veränderung Abgasanlage.

    Die tun mir nicht leid.

    Interessant fand ich auch das 1100 Fahrzeuge in 4,5 Stunden gezählt wurden davon nur 120 Motorräder

  • gs.a-tourer
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    • 30. Juni 2020 um 12:17
    • #2

    Durch Diskussionen, "Aspekte" und was weiß ich nicht was, wird man das Programm der Regierung, nämlich den Individualverkehr zusammenzustreichen, nicht aufhalten können.

    Motorräder können noch so leise werden.

    Die Fahrer können sich noch so sehr zusammenreißen.

    Es wird nichts helfen, die werden das so, oder so durchziehen.

    Aus meiner Sicht kann das nur in der Wahlkabine sicher gelöst werden.

    Würde aufgrund der derzeitigen Entwicklungen, die AFD 10 % dazugewinnen, würde denen der Allerwerteste dermaßen auf Grundeis gehen, dass dieser Spuk wohl von heute auf morgen vorbei wäre.

    Einfacher geht's nicht.

  • Anuk
    Gast
    • 30. Juni 2020 um 14:08
    • #3

    Dieser AfD-Kack erinnert schon ein bisschen an den „Rattenfänger von Hameln“ .....

    Gibt nix geschenkt.

    Nirgendwo.

    Auch bei der „Alternativen für Deutschland“ nicht .......

  • Ralf
    Gast
    • 30. Juni 2020 um 14:24
    • #4
    Zitat von Anuk

    Dieser AfD-Kack erinnert schon ein bisschen an den „Rattenfänger von Hameln“ .....

    Gibt nix geschenkt.

    Nirgendwo.

    Auch bei der „Alternativen für Deutschland“ nicht .......

    Da geht es dir ja noch richtig gut!

    Mich erinnert das an ganz was anderes ........

  • netterlo
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    • 30. Juni 2020 um 14:30
    • #5

    Motorisierter Individualverkehr wird nicht abgeschafft - dazu haben wir viel zu viele Leute, die irgendwie zur Arbeit müssen und das nicht jeden Tag mit Öffi oder Fahrrad schaffen. Einkaufen ist auch kaum mehr zu Fuß machbar, da Tante Emma tot ist.

    Die Verkehrsdichte würde signifikant profitieren, wenn mehr Leute von der Dose auf ein Zweirad umsteigen würden... und Darwin hätte dann auch seinen Spaß.

    Wenn man noch nicht angekommen ist, ist man noch unterwegs.

  • gs.a-tourer
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    • 30. Juni 2020 um 14:39
    • #6
    Zitat von Anuk

    Dieser AfD-Kack erinnert schon ein bisschen an den „Rattenfänger von Hameln“ .....

    Gibt nix geschenkt.

    Nirgendwo.

    Auch bei der „Alternativen für Deutschland“ nicht .......

    Man darf nicht immer alles nur schwarz/weiß sehen.

    Sieh sie als notwendiges Übel an, welches uns vor den Grünen und Fahrverboten schützt.

    Die Grünen sind auch nur Rattenfänger.

  • W.E.Coyote
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    • 30. Juni 2020 um 15:25
    • #7

    Notwendiges Übel? So werde ich sie nie sehen. Die dürfen auch gerne wieder verschwinden. So wie die Republikaner.

    Irgendwann hab ich ihn...

  • BikerinLU
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    • 30. Juni 2020 um 15:52
    • #8
    Zitat von gs.a-tourer

    Man darf nicht immer alles nur schwarz/weiß sehen.

    Sieh sie als notwendiges Übel an, welches uns vor den Grünen und Fahrverboten schützt.

    Die Grünen sind auch nur Rattenfänger.

    Teil des notwendigen Übels sind dann aber auch, um nur ein paar zu nennen:

    Ende des Euros - das wäre die dritte Währungsreform für mich mit zu erwartender 2:1-Entwertung (wenns gut läuft).

    Austritt aus der EU - schauen wir mal, wie das in UK läuft

    Wiedereinführung der Wehrpflicht - jeder mit Kindern wird das nicht wollen

    Abtreibung ist laut AfD kein Menschenrecht - ohne Worte...

    Streichung diverser Umweltschutzgesetze (EEG, EnEV, EEWärmeG)

    Die AfD ist genauso wenig eine Alternative, wie die anderen Parteien. Jeder hat irgendwo Mist im Programm, aber den anderen fehlt die offensichtlich rechte Gesinnung, deshalb ist und bleibt die AfD für mich unwähl- und ununterstützbar.

    Motorräder sind überlebenswichtig!

    Dinosaurier hatten keine und ZACK: ausgestorben. ;)

  • Martin70
    Gast
    • 30. Juni 2020 um 16:02
    • #9

    Traurig wie aus meinem Ausgangspost mit einer einzigen Antwort erneut eine AFD-Diskussion geworden ist.

    Und bevor der Eindruck entsteht ich hätte damit etwas zu tun oder es gar iniziiert, möchte ich eindeutig klarstellen:

    Mein Beitrag ist völlig unpolitisch und ich wollte damit lediglich auf eine ,aus meiner Sicht , fragwürdige Einstellung der Mannheimer Polizei gegenüber Motorradfahrer, zu hinterfragende Praxis von Geschwindigkeitsbeschränkungen und die Bedeutung und sachfremde Benutzung des Begriffes "Raser" hinweisen.

    Mit allem folgenden , insbesondere dem Aufruf AFD zu wählen, möchte ich ausdrücklich NICHT in Verbindung gebracht werden

  • TESOMA
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    • 30. Juni 2020 um 16:11
    • #10

    :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

  • Anuk
    Gast
    • 30. Juni 2020 um 17:16
    • #11

    gs.a-tourer

    Da kann ich Dir nicht widersprechen.

    Die Grünen kannst genauso inne Tonne treten.

    Und „Fahrverbote“ für Mopeds erledigen sich genauso wie Maud für PKWs,

    und Dieselfahrverbote in Städten.

    Wählerfang ..... den frustrierten, Corona-gebeutelten armen Bürger

    Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland

  • zweiradler
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    • 30. Juni 2020 um 20:09
    • #12

    Ich sehe es mal ganz einfach so:

    Jeder Politiker braucht seine Daseinsberechtigung und möchte auch wieder gewählt werden. Also muss er was tun. Ob mit Sinn oder Unsinn spielt keine grosse Rolle.

    Wenn sich nun einige Bürger über Lärm beklagen, dann ist das doch ein

    willkommenr Anlass tätig zu werden.

    Flüglärm, Zuglärm,Laubbläserlärm etc. kann man nicht viel machen also

    erklärt man die Motorradfahrer und Autofahrer zu Gegnern gegen die vorgegangen werden muß. Und wenn sich keiner wegen Lärm beklagt dann nimmt man eben eine krasse Unfallstatistik als Grund.

    Auch noch Geld dabei verdienen; sehr willkommen bei den klammen Kassen. Also geschwindigkeit runter und kontrollieren.

    Das geht dann mitunter so weit das beispielsweise von 70 auf 50 reduziert wird ohne dabei an die "Grüne Welle" zu denken.

    Also schönes rumstehen an fast jeder Ampel. Ist ja nicht so schlimm.

    Es macht ja schliesslich jeder seinen Motor aus wenn rot ist.

    Leute, wundert euch über nix mehr. Da rauchen zig hundert Köpfe und suchen nach Möglichkeiten Geld zu ziehen und die Mopeds von der Strasse zu bekommen.

    Wehe uns Mopedfahrern wenn Grün mal richtig was zu sagen hat!

  • Tweety
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    • 30. Juni 2020 um 21:21
    • #13

    Hey Martin,

    ich kann deinen Unmut verstehen.

    Bei uns im Lautertal dürfen nach jedem Ort die Motorradfahrer an Wochenenden und Feiertagen ca 150 Meter nur 50 fahren. Das gilt aber nur für Motorradfahrer. Die Autofahrer werden so zum Überholen verleitet. Das interessiert aber niemanden....

    Im Winter kommen die Schilder weg und im Frühjahr wieder hin. Bisher im April, wegen Corona ? dieses Jahr im Mai.
    In meinen Augen nur Geldmacherei....

  • Camel
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    • 30. Juni 2020 um 21:34
    • #14

    sehr gut Martin.. aber hier im Forum wird jeder Beitrag "zerlegt" und in eine völlig andere Richtung gedreht...

    was soll es .. ich zähle mich dann wohl auch zu den "Rasern" ;)

    Gruss vom Tom ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Camel (1. Juli 2020 um 08:32)

  • Tweety
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    • 30. Juni 2020 um 21:37
    • #15

    Wie war das mit dem elften Gebot ?

    Man darf sich nur nicht erwischen lassen ....

  • Roadrunner72
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    • 30. Juni 2020 um 21:39
    • #16

    Hab ich mich ja schon öfters zu ausgelassen.

    Politiker haben ein erhöhtes Geltungsbedürfnis. Und sie wollen immer was tolles machen.

    Also eigentlich ist es ihnen egal, sie wollen eigentlich nur publikumswirksam gut dastehen um das Ego zu bauchpinseln.

    So ein 0-Tote/ 0-Unfälle Ding ist was ganz Tolles. Man kann sich wahnsinnig gut profilieren und als den großen Retter inszenieren.

    Also orientiert man sich an den Unglücksraben (man könnte auch Deppen sagen) und stuft alle auf dieses Niveau herunter. Problem nach außen gelöst.

    Sinngemäß könnte man auch alle Schulzweige abschaffen und und jeden auf die Walldorfschule schicken. Singen und klatschen können schließlich alle ohne Mißerfolg.

    Unser aktuelles Problem ist, daß immer mehr dieser Deppen nicht nur die Straße, sondern auch die Politik bevölkern. Und dann kommt es zu diesen Maßnahmen....

    Ich kann den TE verstehen. Wir haben hier auch so eine Strecke. Ehemals 100, die gut und spaßig fahrbar war. Nun 70. Fährt man "normal", ist man mit einem Mal Raser - und aktuell seinen Lappen los.

    Man kann nur hoffen (und mit der Wahl beeinflussen), daß Sinn und Verstand öfters wieder in die Kommunen Einzug halten...

    meep meep

  • Spilles
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    • 30. Juni 2020 um 21:57
    • #17
    Zitat von Roadrunner72

    Ich kann den TE verstehen. Wir haben hier auch so eine Strecke. Ehemals 100, die gut und spaßig fahrbar war. Nun 70. Fährt man "normal", ist man mit einem Mal Raser - und aktuell seinen Lappen los.

    Mein Reden! Es geht immer gleich auf diese 70 oder 30 runter, als ob die graden Zahlen verboten wären. :S

    Früher gab es viele Landstraßenstücke mit 80, in den Kurorten schon ganz früh 40. Geht heute nicht mehr, das muß runter auf 30.

    Zitat von Roadrunner72

    Man kann nur hoffen (und mit der Wahl beeinflussen), daß Sinn und Verstand öfters wieder in die Kommunen Einzug halten...

    Ich glaube, das können wir getrost vergessen. Man muß ja schon hochgradig dankbar sein, wenn der Irrsinn mit 21km/h-Führerschein weg wieder gelockert wird.

    Niemand wird sich den Schuh anziehen und ein Tempolimit wieder lockern. Dann wird er als Raserfreund hingestellt, das macht keiner.

    Siehe auch die Entwicklung in Frankreich. Jahrzehntelang 90 auf der Landstraße, das konnte man ein wenig überziehen und war dann -in den Vogesen z.B.- flott unterwegs. Jetzt nur noch 80. Und die Fragen kamen natürlich auch hierzulande sofort, warum wir das nicht auch machen! =O

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

  • Tweety
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    • 30. Juni 2020 um 22:02
    • #18

    Ich kann es fast noch fühlen was ich dachte, wenn vor etwa 30 Jahren jemand sagte "früher war alles anders/besser".

    Heute sind wir selber so....schon mal jemand aufgefallen ?
    Lasst euch nicht erwischen wenn ihr Spaß habt.....

  • Roadrunner72
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    • 30. Juni 2020 um 22:19
    • #19
    Zitat von Tweety

    Lasst euch nicht erwischen wenn ihr Spaß habt.....

    I'll do my very best ;)

    meep meep

  • Tweety
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    • 30. Juni 2020 um 22:36
    • #20

    Was ich ganz erstaunlich finde....

    323 Zugriffe auf dieses Thema zum jetzigen Zeitpunkt , und so wenig Meinungen?

    Warum ist das so ?

    Das macht doch ein Motorradforum lebendig !
    Wer hat welche Meinung zu dem Thema ?

    Mich würde das interessieren !

  • Martin70
    Gast
    • 30. Juni 2020 um 23:24
    • #21

    Zunächst mal freut es mich das doch noch ne Diskussion zum Thema entstanden ist.

    Zitat von Tweety

    und so wenig Meinungen?

    Warum ist das so ?

    Das macht doch ein Motorradforum lebendig !
    Wer hat welche Meinung zu dem Thema ?

    Mich würde das interessieren !

    Dem schließe ich mich an .

    Bin immer an Meinungen anderer interessiert.

    Würde die Diskussion sogar gern um einen Punkt erweitern.

    Wollte damit eigentlich einen extra Thread machen,aber passt grade gut dazu. Deshalb jetzt hier


    Sind Geschwindigkeitsbegrenzungen hilfreich oder Gefahr?

    Im Jahr 2018 kam es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland zu 308.721 Verkehrsunfällen mit Personenschaden.

    So registrierte die Polizei 2018 in 42.146 Fällen unangepasste Geschwindigkeit als Ursache eines Unfalls mit Personenschaden. Lediglich 2.456 Mal überschritten Fahrer dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

    Fakt ist also:

    13.65 % Aller Unfälle mit Verletzten und Toten durch unangepasste Geschwindigkeit

    0,8 % Aller Unfälle mit Verletzten und Toten durch schneller als erlaubt


    Obwohl das schneller als erlaubt fahren nur in wenigen Fällen zu schweren Unfällen führt wird auf eine Unfallhäufung immer mit noch mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen reagiert.

    In 94% der Geschwindigkeitsunfälle wurde langsamer als erlaubt gefahren aber eine Situation falsch eingeschätzt.

    Mein Verdacht:

    Durch immer mehr Schilder wird bei vielen Fahrern die Eigenverantwortung unterdrückt.

    Vor allem Autofahrer verlassen sich zunehmend auf die Vorgaben auf dem Schild,mit dem Gedanken:" Ich fahre nicht schneller als erlaubt,also bin ich ein guter Fahrer und auf der sicheren Seite"

    Unterstützt wird es noch durch die Kontrollen und Blitzer und Smileyanzeigetafeln, die ganz klar machen:

    Zu schnell böse

    Schild beachten gut

    Und so wird mit gutem Gewissen das eigenständige Denken eingestellt und der vermeintlichen Sicherheit vertraut...."ist ja alles geregelt"

    Auf unbeschilderten Strecken erlebe ich ich recht häufig das einige langsamer fahren als 100

    Wo alle Nase lang 70 steht eher nicht.Dort wird ohne nachzudenken gefahren was da steht.

    Daher die Frage aus der Überschrift,oder konkreter:

    Kann es sein das zuviele Schilder mit Geschwindigkeiten inzwischen die Gefahr erhöhen anstatt zu senken??


    Da ich mir in dieser Frage selbst noch nicht abschließend eine Meinung gebildet habe,wäre ich an eurer interessiert.

  • Grazer
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    • 1. Juli 2020 um 01:45
    • #22

    rein von den überlegungen her, martin, stimme ich dir hinsichtlich der überreglementierung zu! meiner bescheidenen meinung nach gehören auch vorgaben wie "abs-pflicht" etc. genauso wie "totwinkelassistenz" und "fussgängerassistent" hinterfragt, denn im gegensatz zu früher, wo mangels "assistenzsystemen" alle verkehrsteilnehmer zur gegenseitigen rücksichtnahme bereit waren, sollen heute diese assistenzssysteme alles "richten"... da ich ja schon ein paar tage auf dieser kugel weile, behaupte ich jetzt mal frei von der leber weg, der untergang des selbstverantwortlichen verkehrsteilnehmer hat mit der einführung von abs begonnen! abs mag zwar praktisch sein, aber ein allheilmittel ist es nun mal nicht! die grenzen der physik gelten für alle gleich...

    und ganz gleich verhält es sich auch mit allen anderen "helferleins", und im endeffekt wird der mensch seiner verantwortung enthoben, wogegen er sich eher selten wehrt, aber gleichzeitig schwindet damit auch die rücksichtnahme auf andere, schwächere oder vielleicht einmal weniger aufmerksame!

    parallel dazu wird aber auch "unsere zeit" immer schneller, niemand nimmt sich oder bekommt die zeit, sich mal nicht um "schnell schnell", sondern um das drumherum zu kümmern!

    für mich jedenfalls habe ich dahingehend mal einen schritt getan und mir ein "spaßmopped" zugelegt, mit dem ich land, leute und natur genießen kann, ohne hetzen zu wollen oder gar müssen, mit relativ wenig leistung (grad mal 48 pferdchen bei 200kg) lässt es sich deutlich intensiver und entspannter leben...

    und zurück zu deiner "frage" bezüglich der reglementierung durch den schilderwald: ja, der schilderwald ist sch...eibenkleister, drum ignorier ich ihn zum großteil, ich erachte alle schilderangaben eher als "empfehlung" und orientiere mich an meiner umgebung: wo kinder oder sehr viele passanten ihren weg genießen wollen, etwas noch gemütlicher, und auf einsamen landstraßen kann dann schon mal fünfe grade sein...

  • Anuk
    Gast
    • 1. Juli 2020 um 08:36
    • #23

    Camel

    @Martin70

    Politik spielt bei diesen Themen immer eine Rolle.

    Geschwindigkeitsbegrenzungs - Schilder (was für ein langes Wort) aufstellen,

    macht ja niemand aus Spaß an der Freude.

    Also von Beitrag zerreden kann hier nicht die Rede sein.

    Thema AfD bringt doch immer wat Schwung inne Bude .....

    „Schwung“ ists natürlich nicht für jeden was.

    gs.a-tourer

    ....... Du bist ein Fuchs (Augenzwinker)

    und glaub mir, meine Welt ist sowas von kunterbunt .....

    Und jetzt streng Themenbezogen

    Ich bin Raser, und Schilder ...... wat für Schilder ?

  • Online
    kaulebeen
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    • 1. Juli 2020 um 09:20
    • #24

    Das: RE: Bin ich jetzt auch ein Raser?

    entspricht auch meiner Erfahrung, kann ich so zu 100% bestätigen.

    Anscheinend tut selbst denken weh, deshalb tun es so wenige. Mit dem Gedanken im Hinterkopf kommt man recht entspannt durchs Leben, weil man sich nicht mehr so oft über Blödheit/Unvermögen/Arroganz der Anderen aufregt. Es hilft auch ungemein, die eigenen Unzulänglichkeiten zu reflektieren ;)

    Um aufs Eingangsposting zurück zu kommen: Ja, ich rase.

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.


    Benjamin Franklin

  • DonLuci
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    • 1. Juli 2020 um 10:29
    • #25

    Irgendwie wird das mit dem Aktionismus immer mehr. Gefühlt aber nicht nur in diesem Bereich. Dabei verbinde ich Aktionismus mit Planlosigkeit. Wie tweety schon das Lautertal erwähnt hat (Richtung Bootshaus, richtig?) Mir vollkommen unverständlich wie man für eine Fahrzeugart eine Geschwindigkeitsbegrenzung machen kann und für eine andere nicht. Das noch in kurvenreichen Gegend. Aus meiner Sicht erhöht das das Unfallrisiko!

    Unterm Strich wird eine Stimme laut, das wird zum Anlass genommen um seinen Aktionismus auszuleben (aus politischen und finanziellen Gründen) und die Folgen werden nicht (oder nicht vollständig) bedacht. Eine Handlungsweise, die ich bei denkenden Menschen nicht nachvollziehen kann.

    @Martin: formal warst Du vor 2016 kein Raser, jetzt aber schon wenn Du da zu schnell fährst ^^

    Spaß beiseite: Deine Überlegungen sind leicht nachvollziehbar. Umso erstaunlicher, dass Entscheidungsträger das nicht verstehen.

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