Die ersten Motorrad-Klamotten

  • Klar, heute sind allein schon die Pflichtstunden Geldbeutelzehrend.

    Aber fahren konnte ich ja schon. Mit dem Mokick gelernt, auf dem Flugplatz eine 550er Honda und auf dem Übungsplatz eine 400er Yamaha gefahren.


    Ich bin auch bei Schnee gefahren. Die Beine mit den glatten Sohlen der Crossstiefel konnten wie Ausleger genutzt werden. :-)


    Meine Moppeds haben keinen Bruchstrich. Es gibt immer mal schöne Tage. Im Winter halt nicht nur die Membrane sondern auch noch das Futter in die Textilklamotten 'einbauen'. Leder wÀre mir da zu kalt.

    Irgendwann kriege ich ihn..

    2 Mal editiert, zuletzt von W.E.Coyote ()

  • Naja, unter dem Leder kann man dann ja noch die SkiunterwĂ€sche anziehen - wenn's dann noch reicht zum Luftholen ^^


    Apropos Drunterziehen: Es war wĂ€hrend der Semesterferien, als ich zu einem BĂŒrojob mit dem Moped morgens im Berufsverkehr unterwegs war. Hatte mich natĂŒrlich bĂŒrofein gemacht und eine schwarze Stoffhose mit Hackenstiefeln und Bluse an. Dann nur schnell die Lederjacke drĂŒber und fertig.... An einer Parkbucht winkten mich zwei Polizisten raus:

    "Na, junge Frau, wo soll's denn heute noch hingehen...? So schick in Stoffhose?...ist das nicht ein bisschen dĂŒnn gekleidet fĂŒrs Motorrad?"

    "Ach, Sie haben ja keine Ahnung, was ich noch alles drunter habe...;)"

    "Ja genau, alles klar, ich zieh ja auch immer meine Leder-UnterwÀsche drunter...:P Na, dann man gute Fahrt!"

  • Bei mir war der erste Kauf ein schwarzer Nolan Integralhelm. Ich meine er hat damals einen blauen Hunderter gekostet. Der HĂ€ndler hatte eine ganze Palette davon dastehen. Er roch so neu und das Viseir schloss mit einem satten Knacken. - Damals gab es sonst nur Römer und Uvex Helme. Aber der Nolan gefiel mir besser und war gerade im Angebot.

    Dazu kam dann etwas spĂ€ter ein paar Handschuhe. Gut mit Webpelz gefĂŒttert fĂŒr den Winter und zumindest die HandflĂ€che war aus Leder. Das hatte ich schon mit 16 kapiert, dass Kunstleder nicht viel aushĂ€lt, falls es zum Unfall kommt. Das hat mich trotzdem nicht gehindert eine Kunstlederjacke zu kaufen. Sie war schwarz, hatte rote Streifen die Arme entlang und unten so etwas wie eine "Nierengurtoptik". Dazu Jeans und im Winter ein paar normale Winterstiefel. FĂŒr den Regen kaufte ich noch eine Fahrradregenhose zum drĂŒberziehen. So konnte die Fahrt in die Schule losgehen. Leider hatte es diesen Winter viel Schnee. Und da nĂŒtzt die Kleidung dann wenig. Mehrmals ganz langsam die 15 km zum Gymie gekrochen und gebibbert.

    Mir war schnell klar: Bei Eis und Schnee bzw. Temp. um den Gefrierpunkt sind vier RĂ€der besser fĂŒr mich.

    Die alten Handschuhe liegen heute sogar noch rum. Und die alte Regenhose hat gerade unser jĂŒngster mit dabei. Jetzt ist er dran und fĂ€hrt mit der kleinen Vara zur Schule. Auch mit schwarzem Nolanhelm und schwarzroter Textiljacke. Hat er sich aber selbst rausgesucht! ;) Und seine Jeans haben heute Schutzfunktion. Darauf legt der Papa wert ... 8)

  • Irgendwer frug nach Erfahrungen mit unterschiedlichen Moppedklamotten:

    Im November 1980 nahm ich einer Wildsau die Vorfahrt. Bei dem Unfall gab es ein Todesopfer. Das war nicht ich.

    DIe 3 Wochen Krankenhaus hÀtte ich mir sparen können, wenn ein Helm mein Gesicht und eine Lederjacke meinen Torso bekleidet gehabt hÀtten (schönes Deutsch ;-) )

    Die 3 nachfolgenden Ableger ( In den Jahren 2002, 2005 und 2015) wurden mit Leder- bzw Leder-Textilmix-Kombis absolviert. Ausser den SchĂ€den am jeweiligen Mopped scheuerte sich ein Lederhandschuh durch und der Außenreißverschluß des rechten Daytonastiefels schmolz dank der Reibungshitze, die beim Asphaltrutschen entsteht. Körperliche SchĂ€den entstanden, bis auf das ein oder andere geknickte Ego, nicht.

    Aufgrund dieser Erfahrungen ist eines meiner Lebensmotti: "lieber schwitzen, als bluten". Es geht nichts ĂŒber Leder als Schutz zwischen Asphalt und Fleisch.

    Falls euch meine beiden anderen Lebensmotti interessieren: "Lieber Stoff im Gesicht,als einen Zettel am Zeh" sowie "Es ist nicht alles Unsinn, bloss weil ich es nicht verstehe" und last but not least: "Alle Menschen sind schlau; die einen vorher, ..."

    KLar soweit?

  • Meine erste motorrad klamotten war ein bellstaff Waxsuite. Stark Sehr comfortabel wasserfest . Hat mich beim unfall geschuetzt. Habs spaeter (1977)zuerst mein BMW R60 verkauft und dann helm und klamotten. In 2003 wieder aufgestiegen. Dazwischen citroen Diane usw gefahren.

  • Ich kann hier wenig erheiterndes zum Besten geben. Schein erst 2000 gemacht, dann natĂŒrlich mit komplettem Textil-Outfit von Tante Louise gestartet.


    Im folgenden Winter kam dann die Schwabenleder dazu. Im Abverkauf mit einer Farbkombi, die mir heute die Schweißperlen auf die Stirn treiben wĂŒrde :D:D:D.

    Die Jacke ist Gott sei Dank mittlerweile durch eine schöne Variante ausgetauscht, die Hose fahre ich heute noch.

    Der Vanucci-Krams ist dann doch etwas soliderem aus der weiss-blauen Schmiede gewichen. Optisch etwas langweilig (oder sollte ich sagen: Ein frisches Stein-grau, ideal fĂŒr BMW-Fahrer), aber hervorragend in der QualitĂ€t.

    meep meep

  • Ich hab lange ĂŒberlegt ob ich hier ĂŒberhaupt meinen Senf dazugeben soll, denn,"Meine ersten Motorradklamotten" waren eigentlich keine.Eine normale dĂŒnne Windjacke,Textilhose und einfache Halbschuhe.Ja,wir Nachkriegskinder im Osten waren schon arm dran.â˜č FĂŒr den Winter dann eine gebrauchte Cordjacke,Fliegerpullover von meinem Vater,Lederkappe und Skibrille mit Schaumgummiabdichtung,schwarze Cordhose,FĂ€ustlinge aus Segeltuch und jede Menge Zeitungen als Isoliermaterial.Der grĂ¶ĂŸte Luxus waren ein Paar Filzstiefel.SpĂ€ter habe ich dann einen gebrauchten weißen Halbschalenhelm aufgetrieben.An eine 250 km Wintertour kann ich mich noch genau erinnern,weil mich meine Eltern vom Mopped heben mussten und in die KĂŒche geschleppt haben so steifgefroren war ich.

    Ach,ich sollte den ganzen MĂŒll wieder löschen,glaubt ja eh' keiner!😉

    Ich hab was gegen Zungenrausstrecker,Mittelfingerzeiger und Essensleichenposter;)Eigentlich bin ich gegen alles!:|

  • Tja, inzwischen heize ich mit Öl ;) und mehr als 6000 Liter kriege ich nicht in meine Tank's!


    Was das Geld angeht, es könnte immer mehr sein und "viel Geld" (oder wie Du sagst "Kohle") zu haben ist doch relativ und liegt im Auge des Betrachters.

    Außerdem, wenn Geld glĂŒcklich machen wĂŒrde, mĂŒsste ja der Großteil der Weltbevölkerung unglĂŒcklich sein! :/

    Servus, Bernhard

    Das Leben ist zu kurz fĂŒr spĂ€ter! :)

  • und "viel Geld" (oder wie Du sagst "Kohle") zu haben ist doch relativ und liegt im Auge des Betrachters.

    Außerdem, wenn Geld glĂŒcklich machen wĂŒrde, mĂŒsste ja der Großteil der Weltbevölkerung unglĂŒcklich sein! :/

    Bernhard,

    gesunde Einstellung.

    Hast bestimmt auch Deine jÀhrliche Renteninfo gelesen..... =O

    GrĂŒĂŸe

  • Bernhard und Mike, da stimme ich Euch ganz und gar zu: Geld macht nicht unbedingt glĂŒcklich - ĂŒber diesen Allgemeinschauplatz braucht man nicht zu diskutieren, den kennt ja jeder...:)

    Das war allerdings auch nicht ganz meine Aussage...Der Zusammenhang liegt in den dĂŒrftigen Motorradklamotten, die jeder von uns zuerst hatte - aufgrund von "Kohlemangel"... ;) . Aber alles gut.:saint:

  • Zuerst möchte ich mich bei der Susanne Gewe bedanken fĂŒr die Eröffnung dieses Themas. Beim lesen und schreiben sind Erinnerungen wach geworden die im Laufe der Jahre lĂ€ngst aus dem Bewusstsein verdrĂ€ngt waren.Gute und Schlechte! Nein,ich vermisse diese Zeit nicht, denke aber ab und zu gerne daran zurĂŒck.Eins ist mir dabei gravierend aufgefallen........ich war damals viel jĂŒnger!😁

    PS: Kohle(Geld)! Macht nicht glĂŒcklich, aber es beruhigt.....meint

    der UrAltRocker

    Ich hab was gegen Zungenrausstrecker,Mittelfingerzeiger und Essensleichenposter;)Eigentlich bin ich gegen alles!:|

  • Wenn ich frĂŒher mit der 80er von meinem Klassenkameraden unterwegs war, musste entweder der grĂŒne Parker oder die normale schwarze Lederjacke, eine Jeans und die amerikanischen Springerstiefel und der geliehene Römerhelm, der zufĂ€llig passte, herhalten..... SpĂ€ter gab es dann die Lederhose mit HosentrĂ€ger, eine Motorradtextiljacke und den ersten Helm von Schubert, der passte. Stiefel hatte ich noch von der Bundeswehr.... Und heute.... Je nach Wetterlage. Motorradklamotten aus Leder oder Textil..... Wie es gerade passt....

  • Ich muß ja zugeben, daß ich gar nicht mehr weiß, was ich auf Mokick, 80-er und ausgeliehenen moppeds frĂŒher so anhatte, doch beim ersten eigenen mopped -1976- wurde auch die komplette SchutzausrĂŒstung mitgekauft.

    Allen immer und ĂŒberall gesundes Ankommen. :saint:

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